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BVDW-Prognose

Audio-Advertising: 110 Mio. Euro im Jahr 2022

Bobic Matthias Koch

Ob auch Fredi Bobic nächstes Jahr mehr Podcasts hört? Es könnte zur Entspannung beitragen – Foto: Imago / Matthias Koch

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) prognostiziert einen weiteren Anstieg der Werbe-Spendings für Audio-Formate. Podcast-Werbung wächst schneller als andere Platzierungen.

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„Dass die Umsätze trotz der Auswirkungen der Covid-Pandemie und der wahrscheinlichen Folgen des Ukraine-Krieges weiterhin so deutlich wachsen, zeigt, dass Digital Audio mehr als ein Trendmedium ist. Es ist selbst in Krisenzeiten ein stabiler und zuverlässiger Kanal für Werbetreibende. Daher wird Digital Audio in Zukunft an Bedeutung gewinnen“. So kommentiert Tina Jürgens (zebra-audio.net), Vorsitzende der Fokusgruppe Digital Audio des BVDW, die prognostizierten Marktzahlen für 2022.

Audio-Umsätze BVDW
Von 2018 bis heute haben sich die Werbeumsätze im Bereich Online-Audio mehr als verdoppelt – Foto: BVDW

In seiner heutigen Prognose rechnet der BVDW mit einem Wachstum von insgesamt über 20 Prozent. Wenn das zutrifft, überschreitet das Werbesegment erstmals die Schwelle zur Neunstelligkeit. Der BVDW schätzt, dass die Werbungtreibenden dieses Jahr insgesamt 110 Mio. Euro in die Audio-Kanäle stecken werden.

Carsten Achterfeld (WDR Mediagroup), stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Audio, dazu: „Die Entwicklungen der Werbeumsätze für Podcasts sind rasant und haben sich seit 2019 mehr als verdreifacht, nahezu vervierfacht, wenn unsere Prognosen Realität werden“. Pandemie, Lockdowns und beschleunigte Digitalisierung haben also nicht nur dem Video-Streaming einen Boom beschert, sondern auch dieser relativ jungen Mediengattung. Viele Menschen haben sich in Pandemiezeiten erstmals mit Podcasts beschäftigt.

BVDW Podcast
Die Budgets für Podcast-Werbung steigen dieses Jahr überproportional zum gesamten Audiomarkt, meint der BVDW – Foto: BVDW

Und eben diese Podcasts sind es, die für den Löwenanteil des Werbewachstums verantwortlich sind. 39 Mio. Euro sollen dieses Jahr bei „OMR“, Gemischtes Hack“ oder „Lanz & Precht“ landen. Das ist ein Anstieg um 30 Prozent und somit mehr als der Durchschnitt der gesamten Audio-Branche.

Ob Felix Lobrecht (Platz 1 der Spotify-Charts) an solchen Daten interessiert ist? Eher nicht. In seiner aktuellen Folge  doziert der Berliner über das gemeinsame Joggen, das er „mega nervig“ findet. Vor allem weil: „Es sind meistens so Startup-Leute, die zu zweit joggen gehen und sich über irgendwelche Zahlen unterhalten“. Etwa Podcast-Produzenten?

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