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100 beste Plakate

Die Schweiz macht die besten Plakate

Keyvisual 100 Beste Plakate 2020 – Design: Bueronardin, Österreich

Der Wettbewerb um die 100 besten Plakate im deutschsprachigen Raum ist für 2020 entschieden. Zur Auswahl standen insgesamt 1.973 Arbeiten von 600 Einreicher*innen.

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Seit 1991 kürt der Verein 100 Beste Plakate jedes Jahr die besten Arbeiten, die im öffentlichen Raum in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz zu sehen sind. In diesem Jahr hatten sich insgesamt 600 Einreicher*innen mit 1.973 Arbeiten beteiligt. Davon waren 868 Plakate Einzelarbeiten und 321 Serien. Insgesamt also eine gute Ausbeute, auch wenn sie geringer ausfiel als im Jahr davor. Da waren 684 Einreichungen mit 2.247 Plakaten eingereicht worden.

Motiv aus einer dreiteiligen Plakatserie für das Kulturfestival Fellbach, das wegen Corona von 2020 auf 2023 verschoben wurde – Studio Terhedebrügge Terhedebrügge, Berlin/100 Beste Plakate e.V.

Die Jury unter Vorsitz von Markus Weisbeck, Studio Markus Weisbeck (Frankfurt am Main/Berlin) mit Xavier Erni, NeoNeo (Genf-Carouge), Andrea Gassner, Atelier Andrea Gassner (Feldkirch), Na Kim (Seoul/Berlin) und Franziska Morlok, Rimini(Berlin) traf zunächst wie üblich eine Online-Vorauswahl. In die finale Juryrunde schafften es dann noch 743 Plakate, wovon 298 Einzelarbeiten und 127 Serien waren.

Die besten Plakate kommen aus der Schweiz

Am Ende standen dann nicht nur die besten Arbeiten, sondern auch das Länderranking fest. Wie schon im vergangenen Jahr liegen die Schweizer mit 50 Plakaten vor Deutschland mit 43 und Österreich mit sieben Arbeiten.

„Abschied von den Helden“, Spielzeit 19/20 fünf aus einer Serie von 27 Plakaten für das Staatstheater Darmstadt – gggrafik, Heidelberg, Götz Gramlich, Max Hathaway/100 Beste Plakate e.V.

Insgesamt zeigte sich die Jury mit den eingereichten Arbeiten – trotz oder gerade wegen der aktuellen Covid-Pandemielage – ziemlich beeindruckt. Zumal das Format im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung für Manchen aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Oder wie Jurorin Na Kim es ausdrückt: „Was ist das Plakat? Und: was bedeuten gedruckte Plakate heute? Ungeachtet wiederkehrender Klischees kündigt der Wettbewerb seit 1991 in jedem Jahr unverblümt und stolz ,100 beste Plakate aus Deutschland, Österreich und der Schweiz’ 100 Plakate an. In der Welle der digitalen Intervention hat das weltweite Pandemiejahr die visuelle Kultur wie den gesamten Alltag erfasst. Und die Frage nach dem Plakat klingt in den letzten Jahren außergewöhnlich. Diese Plakate sind der physische Beweis für ausgelöschte Zeit und Raum im Jahr 2020 – Dokument zahlreicher nicht realisierter Ereignisse, eine Ankündigung von positivem Jubel. Ich habe mich gefreut, Zeuge des besonderen Moments der 100 besten Plakate zu sein.“

Siegerplakate sind live zu sehen

Ein Plakat, das noch eine Chance hat gesehen zu werden … für das Museum für Gestaltung Zürich, Schweiz – Tristesse, Basel, Schweiz/100 Beste Plakate e. V.

Ab Mitte Juni werden die Siegerplakate in einer wandernden Ausstellung live zu sehen sein. Den Anfang macht das Kulturforum Potsdamer Platz in Berlin. Bei der Auftraktveranstaltung wird auch das Jahrbuch zum Wettbewerb vorgestellt. Nach Berlin gehen die Plakate auf Tournee durch Deutschland, Österreich, die Schweiz. Außerdem werden die 100 Besten Plakate erstmals auch in Korea zu sehen sein.

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