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Gemeinsam mit der Telekom

Apple inszeniert sich als oberster Datenschützer

Apple thematisiert die Datenschutzmöglichkeiten des iPhones – Foto: Apple

Der US-Konzern Apple betont in einer neuen Kampagne: Nein, wir wollen nicht an eure Daten, liebe Kunden. iPhone-Nutzer könnten sich selbst schützen, so der Tenor.

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Apple zeigt in einem Spot eine fiktive Auktion von Daten. Das Fazit: „Deine Daten gehören dir.“ Der Werbeauftritt kommt von der Stammagentur TBWA\Media Arts Lab. Die Kampagne läuft in insgesamt 24 Ländern. Apple setzt dabei auf diesen Media-Mix: Fernsehen, Social Media, Display und OOH. Als Werbepartner ist hierzulande die Telekom mit dabei.

Mit Smartphones kann man unter anderem seinen Zyklus dokumentieren, shoppen und E-Mails schicken – und diese Informationen sind für alle möglichen Unternehmen interessant. Der US-Konzern erläutert, warum er das Thema Datenschutz erneut auf die Agenda setzt. „Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat eine große und undurchschaubare Branche immer mehr personenbezogene Daten angehäuft. Ein komplexes Ökosystem aus Websites, Apps, Unternehmen der sozialen Medien, Datenbrokern und Adtech Anbietern, die Benutzer*innen online und offline verfolgen und ihre persönlichen Daten sammeln. Diese Daten werden zusammengetragen, geteilt, zusammengefasst und für Echtzeit-Auktionen genutzt, wodurch eine Branche mit einem Umsatz von 227 Milliarden US-Dollar pro Jahr entstanden ist“, schreibt Apple. App-Anbieter müssen iPhone-Nutzer inzwischen ausdrücklich um Erlaubnis fragen, wenn sie ihr Verhalten über verschiedene Apps und Dienste hinweg nachverfolgen wollen. Ein Grund dürfte auch sein, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland schon sehr früh von ihren Eltern mit Smartphones ausgestattet werden und gerade diese Altersgruppen vielleicht nicht realisieren, wie freizügig sie ihre Daten zur Verfügung stellen.

Apple hat sich zuletzt in Sachen Datenschutz als Unterstützer der Kund*innen inszeniert. Vor kurzem kündigte Konkurrent und Android-Entwickler Google an, man wolle das Teilen von Nutzerinformationen mit Dritten – also etwa mit Datenhändlern der Werbeindustrie – einschränken. Auch wolle man Lösungen finden, die ohne die bisherige Werbe-ID für die Datensammlung quer durch verschiedene Apps auskommen.

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