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Case von Goldbach

Wie eine Pommesbude von Digital out of Home profitiert

Aufmacher Pommes Imago

Lokale Dienstleister, Läden und Restaurants können von der Flexibilität von DOOH profitieren. Auch eine Pommesbude im Einkaufszentrum – Foto: Imago / Andia

Wenn ein Massenmedium granularer wird, sind es die kleinen Cases, die zeigen, welche erweiterten Möglichkeiten es gibt. Claudia Zayer, die DOOH-Chefin von Goldbach bezeichnet das Beispiel Pat-a-tat als ihren Lieblings-Case.

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30 Prozent mehr Umsatz durch ein digitales Plakat. Üblicherweise heben sich Fallstudien das Beste bis zum Schluss auf. Diesmal ist es anders, weil es so wichtig ist zu zeigen, dass der Ansatz der „Pommesbude“ Pat´a´tat auf ökonomischer Ebene voll funktioniert hat. Keine Markenerinnerung, keine Leadgenerierung: Cash.

Natürlich ist Pat´a´tat keine Pommesbude wie jede andere. Maurice Palms ist der Geschäftsführer. Er hatte vorher schon einen Burger-Laden, nahe der Karl-Marx-Allee, den Rembrandt-Burger. Warum Rembrandt? Weil Palms Niederländer ist. Und während er seine Bulletten selbst herstellte, ließ er sich die Pommes Frites aus der Heimat liefern.

Dieses Prinzip verfeinerte er im Pat´a´tat im Einkaufszentrum Wilma in Berlin. Der neue Standort war also quasi am entgegengesetzten Ende von Berlin in der Wilmersdorfer Straße. Die Kartoffeln für die Pommes kommen aus der Region, werden handgeschnitten und mit Saucen und Dips verfeinert. Zu Halloween gibt es schon mal eine grüne Barbecue-Sauce.

Der Anti-Pommes-Virus

Doch Marcel Palms hatte ein Problem namens Corona. Sommer 2021 war sicher nicht der beste Zeitpunkt, um ein neues Restaurant zu eröffnen. Aber Palms hatte einen Plan und mit seinem Co-Gründer Wolodja Salzmann den richtigen Partner dafür. Der Plan hieß „Werbung“. Und Salzmann ist im Hauptberuf Designer. Als Creative Director der Brandbuilding Studios gestaltete er für eine Reihe namhafter Kunden aus der Modebranche.

Speisekarte Pat´a´tat
Die Speisekarte besticht durch das außergewöhnliche Design von Wolodja Salzmann

Für das Thema Food gründete Salzmann 2019 TrustDelicious und betreut Kunden wie Rama oder Becel. Sein Claim: „TrustDelicious delivers high professional visual content“. Die Kombination mit der Fotografin Sylvia Ahrens war wie gemalt für Pat´a ´tat.

Man designte eine ausdrucksstarke Speisekarte, eine kleine aber besondere Website und füllt den Instagram-Kanal permanent mit neuen Bildern rund um Pommes und Corn Dogs. Auch das Design des Ladens erregt Aufsehen. „Trotzdem“, so erzählt Claudia Zayer im Interview mit MEEDIA, „hätte es eventuell nicht gereicht“. Wenn da nicht das Mieter-Special gewesen wäre. Goldbach vermarktet die Bildschirme im Wilma und bietet den ansässigen Händlern deren Bespielung zu Sonderkonditionen an. Das erhöht die Akzeptanz der Werbe-Monitore, die von manchen Mall-Händlern kritisch betrachtet werden, weil dort auch Werbung für Onlinehändler läuft.

DOOH ist (auch) für die Kleinen

Aber wie überzeugt man die kleinen Shops, die teilweise wenig Erfahrung mit digitaler Werbung haben, dazu, DOOH zu buchen? Der Preisrabatt im Mieter-Special ist das eine. Aber es geht vor allem auch darum zu zeigen, wie einfach sich diese Formate heute buchen und bespielen lassen. Wer aussagekräftiges Bildmaterial hat, hat schon gewonnen. Wer über ein Kurzvideo verfügt, noch besser. Sollte man animierten Text benötigen, bieten viele DOOH-Dienstleister das in Form des Managed Service an.

Goldbach Stele
20 Mal pro Stunde erscheint die Pat´a´tat-Werbung auf der Stele – Foto: Goldbach

Fehlt zum Schluss eben nur noch der Nachweis, dass es auch wirkt. Die 30 Prozent Mehrumsatz seihen fast unmittelbar entstanden, nachdem die Werbung gestartet war, sagt Wolodja Salzmann. Ursprünglich waren drei Monate Laufzeit geplant, aber Salzmann sieht das inzwischen anders: „Um weiterhin beständig Neukunden anzulocken und effizient den Umsatz zu steigern haben wir das Mieter Special für insgesamt neun Monate gebucht und werden das auch weiterhin machen.“

Insgesamt werden 20 Spots pro Stunde gespielt. Die Ausspielung erfolgt während der gesamten Öffnungszeit des Einkaufscenters. Pommes zwischendurch gehen immer. „Über unsere Kampagne erreichen wir die Hungrigen und (vom Shopping) Erschöpften. Sie sind ja schon vor Ort und müssen nur noch motiviert werden unsere honiggoldenen Fritten zu probieren und zu snacken“, so Salzmann weiter.


Claudia Zayer, DOOH-Chefin bei Goldbach im Exklusivinterview:


Es ist ein kleines Beispiel, wie ein kleines Unternehmen von der Buchung einzelner Stelen profitieren und das Verhalten der Passanten ändern kann. Es sind diese Beispiele, die zeigen, wie dramatisch sich die Außenwerbung gerade verändert. Und es steht zu hoffen, dass viele weitere Händler, lokale Dienstleister und Restaurants auf ähnliche Ideen kommen. Nicht nur in den Malls, und nicht nur, wenn es ein Mieter-Special gibt.

By the way: Sollten Sie selbst in der Nähe des Wilma sein, dann schauen Sie doch mal bei Maurice Palms und Wolodja Salzmann vorbei. Den Gutschein für die zweite Portion Pommes gibt es hier.

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