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Stadion wird umbenannt

Spotify wird Hauptsponsor des FC Barcelona

Montage: MEEDIA

Der hochverschuldete spanische Fußball-Topclub FC Barcelona wird ab dem Sommer mit Spotify als Hauptsponsor zusammenarbeiten. Man habe mit dem Musikstreaming-Marktführer einen Vertrag über eine „strategische Partnerschaft“ unterzeichnet, teilte der Club mit.

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Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird das Stadion der Katalanen in Barcelona den Angaben zufolge künftig den Namen „Spotify Camp Nou“ tragen. Die Herren- und Frauenteams von Barça werden außerdem ab nächster Saison und zunächst bis zum Sommer 2026 mit dem Schriftzug des schwedischen Unternehmens auflaufen.

Heikel ist dabei aus Sicht vieler traditionsbewusster Fans vor allem die Umbenennung des Stadions, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1957 noch kein einziges Mal den Namen eines Sponsors trug. Auch gegen Trikotwerbung hatte sich der katalanische Club lange gewährt und war ab 2007 zunächst pro bono mit einem „Unicef“-Schriftzug aufgelaufen. Jahre später folgte mit Qatar Airways jedoch die Öffnung für kommerzielles Sponsoring, zuletzt warb der japanische Handelskonzern Rakuten auf den Trikots.

Spotify könnte von Barça-Popularität in Asien profitieren

Die vom Verwaltungsrat des Clubs genehmigte und unterzeichnete Vereinbarung mit Spotify müsse allerdings noch auf einer für den 3. April angesetzten außerordentlichen Mitgliederversammlung ratifiziert werden, hieß es. Clubpräsident Joan Laporta betonte: Diese Vereinbarung „ermöglicht es uns, Unterhaltung und Fußball miteinander zu verbinden und gleichzeitig eine größere Zahl von Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen“.

Für Spotify könnte sich vor allem die Popularität Barças auf dem asiatischen Markt auszahlen. Der Streamingdienst ist erst seit dem vergangenen Jahr in Südkorea verfügbar und tut sich gegen die einheimische Konkurrenz schwer, wie etwa „Business Insider“ berichtet.

Das Abkommen kommt für den Verein zudem zur rechten Zeit. Der finanziell und sportlich angeschlagene Club hat Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro. Die finanziellen Konditionen des Deals wurden zwar nicht bekanntgegeben. Die katalanische Fachzeitung „Mundo Deportivo“ und andere Medien berichten aber, dass der Verein für jede einzelne der kommenden vier Spielzeiten 65 bis 70 Millionen Euro bekommen wird.

th mit dpa-Material

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