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Edeka vs. Netto

Edeka veräppelt Discounter Netto

Eine Edeka-Filiale in Stuttgart – Foto: Edeka

Gegen andere Lebensmittelhändler werblich auszuteilen, gehört in der Branche zum guten Ton. Bei der Supermarkt-Marke Edeka bleibt das aber aktuell wenigstens in der Familie.

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Bundesweit hängen Edeka-Plakate, die eine Botschaft an den Discounter Netto enthalten: „Ungünstig. Dann gehst du zu Netto, aber findest nicht alles. Günstig: Alles günstig bei Edeka bekommen.“

Dieses Motiv ist aber momentan nicht in den Social-Media-Kanälen von Edeka zu finden. Dafür posten User, was sie auf der Straße fotografiert haben, beispielsweise bei Twitter und Facebook.

Edeka spielt dabei auf den Spruch „Dann geh‘ doch zu Netto“ an. 2017 brüllte ein kleines Kindergarten-Mädchen in einem TV- und Radio-Spot genau diese Worte – das dürfte vielen Menschen im Gedächtnis geblieben sein. Die Kampagne aus dem Jahr 2017 stammt von Jung von Matt/Saga, gleichzeitig auch die Stammagentur der Marke Edeka.

Die Supermarktkette setzt auch darauf, dass Konsumenten und Konsumentinnen es vielleicht gar nicht bewusst ist, dass der Discounter Netto auch zur Edeka Gruppe gehört.

Angebliche hausinterne Rivalität – Ende 2019 machte es die Elektronikhandelsmarken Media Markt und Saturn vor. Die gemeinsame Imagekampagne „Deutschland will’s wissen“ drehte sich um die – nicht ernst gemeinte – Frage: Welche Marke ist besser? Etliche Prominenten traten darin als Paten für Saturn oder Media-Markt auf. Dabei gehören beide Ketten zur MediaMarktSaturn Retail Group.  

Man kann also wirklich gespannt sein, wie die Netto-Antwort lautet. Edeka äußert sich aktuell nicht, was hinter der Aktion steckt.

Unübliche sind solche kleine Sticheleien aber nicht. Aldi und Lidl beispielsweise machen in Werbespots durchaus Anspielungen auf den direkten Rivalen. Zu Halloween 2021 beispielsweise veräppelte Lidl dann wiederum Aldi und Edeka. Das sorgt immer für viele Kommentare in den Socials – also profitieren am Ende alle Marken davon.

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