Anzeige

Studienergebnisse von TheSoul Publishing

Social-Videos „to go“ auf Rekordhoch

Quelle: IMAGO

Mehr, kürzer, mobiler und gerne live – so lässt sich der Social-Media-Video-Konsum der Deutschen aktuell gut zusammenfassen. Einer Plattform werden aus Sicht der Nutzer*innen besonders hohe Zukunftschancen vorausgesagt.

Anzeige

Das Smartphone ist das mit Abstand meist genutzte Gerät, wenn es um die Betrachtung von Videos mit einer Länge von unter zehn Minuten geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Digitalstudio TheSoul Publishing in Auftrag gegebene Studie, in der 2.008 deutsche Social-Media-Nutzer*innen ab 16 Jahren zu ihrem Konsumverhalten von kurzen Videoclips befragt wurden.

Für insgesamt 70,9 Prozent aller im November Befragten war das Mobiltelefon die erste Wahl, ein Anstieg von 16,8 Prozentpunkten gegenüber 2020. Im Gegensatz dazu sank die Nutzung des Computers um ähnlich viele Prozentpunkte, genau 17,9, auf einen Wert von nur noch 10,7 Prozent. Das Tablet verzeichnet einen leichten Rückgang von 2,5 Prozentpunkte und wurde von 8,8 Prozent der Befragten genannt. Der Konsum von kurzen Videos am Fernseher nahm im vergangen Jahr dafür wieder zu und stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Unabhängig vom Alter, Geschlecht oder dem Bundesland führt das Smartphone jedoch mit großem Abstand die Liste der vorgegebenen Kategorien – Telefon, Computer, Tablet, Fernseher und VR-Headset – an.

Frage: Welche Geräte nutzen Sie hauptsächlich zum Abspielen von kurzen Videoclips?

Quelle: TheSoul Publishing/ Grafik: Eigene Darstellung

Das mobile Abspielen von Videos ist dabei über alle befragten Altersgruppen hinweg gleichsam beliebt. In den Alterspannen 16 bis 24 Jahre, 25 bis 34 Jahre und 35 bis 44 Jahre liegt die Nutzung des Smartphones für diesen Zweck bei jeweils über 70 Prozent. Nur knapp dahinter folgen die 45 bis 54-Jährigen mit einem Anteil von 68,4 Prozent. Selbst in der Altersgruppe 55 Plus wählen 45,6 Prozent das Mobiltelefon zum Ansehen von Videoclips.

Wie schon im Vorjahr konsumieren Frauen mit 77,3 Prozent deutlich mehr Videoclips über ihr Mobiltelefon als über das Tablet mit 9,4 Prozent und der kaum unterscheidbaren Nutzung des Computers mit knapp 6 Prozent und des Fernsehers mit rund 5,9 Prozent. Auch bei den männlichen Befragten dominierte das Handydisplay mit 61,3 Prozent, der Abstand zur zweitliebsten Hardware, dem Computer, vergrößerte sich nochmal deutlich. 2020 folgte der Computer dem Handy noch mit einer Differenz von 7,55 Prozentpunkten, in diesem Jahr wuchs die Spanne auf 43,4 Prozentpunkte an. Anders als bei den Frauen liegt die Fernsehnutzung bei den Männer 2021 mit 9,8 Prozent auch vor der Tabletnutzung mit 8 Prozent.

Das Handy scheint demnach den Bewegtbildkonsum von kurzen Formaten zu dominieren, wenngleich 64 Prozent der Deutschen angaben, beim Entspannen regelmäßig mehrere Bildschirme zu nutzen. Das ist ein Anstieg des Multiscreenings von 41 Prozent im Vergleich zu 2020, wobei mit sinkendem Alter die Zahl der Screens zunimmt.

Die aktuell beliebtesten Plattformen bauen auf Bild- und Videoinhalten auf. Marken wie YouTube mit 74,6 Prozent, Instagram mit 62,7 Prozent und TikTok mit 57,7 Prozent führen bei allen Befragten, wobei der prozentuale Anteil der YouTube-Nutzer*innen im direkten Vergleich aller Altersgruppe beim älteren Publikum höher ausfiel als bei den bis 34-Jährigen, die erwartungsgemäß auch vermehrt neuere Plattformen wie Instagram und TikTok nutzen. Im Städtevergleich zwischen den deutschen Metropolen wie Berlin, Köln, Hamburg, Düsseldorf, Essen, München, Frankfurt und Stuttgart zeigt sich, dass sich das Ergebnis der Rangfolge der Plattformen nicht vom Deutschlandranking unterscheidet.

Frage: Auf welchen Plattformen sehen Sie sich kurze Videoclips an?

Quelle: TheSoul Publishing/ Grafik: Eigene Darstellung

Bei den favorisierten Inhalten blieben die Musikvideos auch 2021 Spitzenreiter mit einem Anteil von 53,6 Prozent bei allen Befragten. Die Kategorien Comedy (45,9 Prozent), Kochen (43,1 Prozent), Games (33,4 Prozent) und Beauty (32,3 Prozent) folgen auf den Plätzen 2 bis 5.

Am häufigsten sehen sich die Befragten – unabhängig vom Alter oder Geschlecht – die Videos allein an. Spitzenreiter ist die Gruppe 55 Plus mit 93,9 Prozent. Der Hauptgrund bei der Wahl des Content ist der Unterhaltungsfaktor, daher kommen Inhalte die besonders interessant (37,8 Prozent), lustig (20,5 Prozent) oder hilfreich sind (15,5 Prozent) bei den Befragten besonders gut an und werden aus diesen Gründen auch geteilt.

Die Plattformen YouTube und TikTok werden mit 38,8 Prozent und 29,7 Prozent am häufigsten mit positiven Inhalten in Verbindung gebracht. Instagram landet mit 15,7 Prozent nur auf Platz 3. Bei allen drei Plattformen stieg die gefühlte Nutzung um über 40 Prozent im letzten Jahr an, während die Aktivitäten bei Facebook, Snapchat und Pinterest unverändert blieben oder sogar sanken. Die Zahl korreliert somit mit dem Zuwachs des Multi-Screenings im vergangenen Jahr.

Auch in der Zukunft werden – nach Meinung der Befragten – YouTube, Instagram und TikTok die Liste der beliebtesten Plattformen anführen, insbesondere weil fast zwei Drittel der Befragten inzwischen eher YouTube (60,9 Prozent) oder TikTok (27,6 Prozent) nutzen, um sich mit neuen Techniken und Fertigkeiten vertraut zu machen statt eine Gebrauchsanweisung zu lesen oder anderweitig Hilfe zu suchen. Nur an der Spitze wird ein Platzwechsel vermutet: 2026 wird nach Meinung der Befragten wohl TikTok die Nummer Eins der Plattformen sein.

Anzeige