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Vorwurf der gewerbsmäßigen Untreue

Ex-Score Media-Chef Heiko Genzlinger angeklagt

Heiko Genzlinger ist ehemaliger Chef von Score Media

Der frühere Chef des Zeitungsvermarkters Score Media, Heiko Grenzlinger, muss sich offenbar vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft München hat ihre Ermittlungen gegen den Manager abgeschlossen und will Anklage erheben.

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Vor drei Jahren hatte Heiko Genzlinger den Zeitungsvermarkter Score Media überraschend verlassen  – angeblich aus „privaten Gründen“. Jetzt wird aber immer deutlicher, das hinter dem Rückzug des früheren Yahoo-Managers andere Beweggründe stecken könnten. Wie der Mediendienst „Kress“ mitteilte, will die Staatsanwaltschaft München 1 gegen den Geschäftsmann Anklage erheben. Und die hat es offenbar in sich: „Gegen Herrn Genzlinger wurde mit Anklageschrift vom 10.05.2021 Anklage zum Landgericht München II erhoben. Herrn Genzlinger werden zahlreiche (345) Fälle der gewerbsmäßigen Untreue, in fünf Fällen in Tateinheit mit Urkundenfälschung vorgeworfen“, so die Staatsanwaltschaft München

Genzlinger, der als Digitalexperte lange Zeit an der Spitze von Trademob und Yahoo Deutschland gestanden hatte, hatte 2016 die Geschäftsführung von Score Media übernommen. Der Manager sollte den Vermarkter auf ganz neue Standbeine stellen. Geholt hatte ihn für diesen Job unter anderem Christoph Rüth, früher Geschäftsführer der Madsack Gruppe, heute bei der Funke Mediengruppe: „Mit Heiko Genzlinger haben wir für die Geschäftsführung eine extrem erfahrene Persönlichkeit gewinnen können, die sowohl im Sales- als auch im Digital-Bereich über eine hervorragende Expertise verfügt“, erklärte er damals. Mit seiner Berufung wurde auch der Vermarkter in Score Media Group umbenannt. Der Namensbestandteil Score drücke die klare Ergebnisorientierung aus, hieß es damals. 

Von Heiko Genzlinger war keine Stellungnahme zu erhalten. 

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