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"Ready for Girls"

Lego will geschlechterneutral werben und startet Mädchen-Förderung

Foto: Imago

Der Spielzeughersteller Lego verpasst sich eine neue Werbestrategie: Künftig will das dänische Unternehmen nicht mehr geschlechterspezifisch werben. Zuvor hatte es eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben, die geschlechterabhängige Vorurteile hinsichtlich der Interessen junger Menschen untersuchte.

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Die Studie, auf der die Entscheidung des Unternehmens beruht, wurde vom US-amerikanischen Geena Davis Institut für Gender in Medien durchgeführt und zeigt unter anderem, dass Vorurteile hinsichtlich der Interessen junger Menschen bei Mädchen weniger stark ausgeprägt sind als bei Jungen. Eltern hingegen dachten demnach noch stärker in klassischen Rollenbildern. „Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Mädchen bereit für die Welt sind, die Gesellschaft aber noch nicht ganz bereit ist, ihre Entwicklung durch Spielen zu unterstützen“, heißt es in einer Mitteilung von Lego.

Online-Shop nach Interessens- und Altersgruppen sortiert

Das Unternehmen kündigt an, ab sofort eng mit dem Forschungsinstitut zusammenarbeiten zu wollen, „um sicherzustellen, dass Lego-Produkte und Marketing für alle zugänglich und frei von geschlechtsspezifischen Vorurteilen und schädlichen Stereotypen sind“. Die Produkte im Online-Shop sind nun nicht mehr nach Geschlecht, sondern nach Interessens- und Altersgruppen sortiert.

Teil der Kampagne „Ready for Girls“ sind auch Kurzfilme, die „inspirierende und unternehmerisch denkende Mädchen“ aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Vereinigten Staaten und Japan vorstellen. Mit lokalen Partnerschaften und Aktivitäten weltweit solle die Kampagne künftig weiter wachsen.

th

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