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Organspendeausweise zum Tragen

Gegen den Tod Couture – Eine Modekollektion, die Leben retten kann

Beispiel aus der Kollektion „Gegen den Tod Couture", die insgesamt aus 70 Teilen besteht – Degigned von Per Fines, Foto: Proximity

In Deutschland fehlt es an Organspendern. Aktuell kommen auf eine Million Menschen statistisch gesehen zehn Organe. Um dieses Missverhältnis zumindest etwas abzumildern, hat der Verein „Gegen den Tod auf der Organ-Wartliste“ gemeinsam mit angesagten Streetware-Designern die „Gegen den Tod Couture“ auf den Markt gebracht.

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Nun wäre es wenig zielführend, coole Klamotten zu entwerfen und einen Teil des Erlöses dem Verein zukommen zu lassen. Schließlich fehlt es nicht wirklich an Geld. Es fehlt an der Bereitschaft der – insbesondere jungen Menschen – einen Organspendeausweis auszufüllen und damit zu zeigen, dass man auch über seinen Tod hinaus Sinnvolles leisten möchte. Also wurden die Kollektionsteile kurzerhand zu Organspendeausweisen zum Tragen. Damit zeigen die Träger*innen der Hoodies, Shirts, Jacken und Taschen ganz offen ihre Bereitschaft, nach dem Tod Organspender zu werden.

Die Kollektion von „Gegen den Tod Couture“ umfasst mehr als 70 Einzelteile, die von den angesagten und allesamt nachhaltig arbeitenden Fashion-Labels Anchorable, Ablüh Clothing, Andy Shop, Norvine, Kleinigkeit, Per Fines, The Dudes und Wemoto entworfen wurden.

Auf jedem Einzelteil der Kollektion ist der Text zur Organspendeabsicht integriert. Das Projekt macht sich dabei zunutze, dass es in Deutschland keine gesetzlichen Vorgaben gibt, wie ein Organspendeausweis formal auszusehen hat. Wichtig ist lediglich, dass die Trägerinnen und Träger die Organspendeabsicht auf ihren Fashionstücken unterschreiben.

Die Kollektion „Gegen den Tod Couture“ will ein lautes und buntes Statement gegen den Tod setzen. Zu den Gesichtern der Kampagne gehören Betroffene wie Sarah Schott (Instagramhandle: Pinguinkuh), die vor einem Jahr selbst eine Organspende erhalten hat und Hendrik Verst (@FitDad), der auf eine Organspende wartet. Influcencer*innen wie Annika Teller und Kindakiri unterstützen die Kampagne ebenfalls.

Alle Kollektionsteile sind seit dem 5. Juni – dem internationalen Tag der Organspende – über die Kampagnenwebsite erhältlich.

„Noch immer ist Deutschland eins der wenigen verbliebenen Ländern, in denen Organspende eine aktive Zustimmung benötigt. Gegen den Tod Couture setzt ein breit sichtbares und wichtiges Zeichen für die Organspende. Wir stoßen damit eine Diskussion an, die Deutschland dringend braucht. Vor allem diejenigen, die tagtäglich auf ein Organ warten“, sagt Susanne Reitmaier, Vorsitzende des Vereins gegen den Tod auf der Organ-Warteliste.

Credits:
Auftraggeber: Gegen den Tod auf der Organ-Warteliste, Braunschweig, verantwortlich: Susanne Reitmaier, Dr. Rigmar Osterkamp, Peter Schlauderer; Agentur: Proximity, Düsseldorf, Cornelius Koelblin (Chief Client Officer/Managing Director), Nadia Leytes (Group Account Director), Carla Kann (Account Executive), Suraj Shrama (Account Manager), Pia Gniffke (Account Executive), Jonathan Deeb (Chief Creative Officer), Oliver Lommer (Copyrighter), Andre Vidal (Art Director), Sebastian Steller (Creative Director), Eve Kemane (Senior Art Director), Gianni Chiarello (Apprentice), Marius Munk (Apprentice), Yongkuan Yu (Junior Art Director), Eddie Coghlan (Integrated Art Director), Eduardo Heil (Director Digital Production), Nabeel Qaisar (Technical Director), Saad Ansari (Programming), Ivana Andric (Quality Assurance), Martin Marinov (Senior UX Designer), Peter Ebersbach (Art Director), Ben Elias (Head of Planning), Simon Press (Junior Planner), Iris Blumenthal (Junior Planner), Oleksandr Pypenko (Junior Data Scientist), Carolin Hummel (Junior Data Analyst), Kyle Duckitt (Creative Strategy Director), Julian Roth (Director of Strategy), Corinna Biermann (Planner), Thais Gallucci (Performance Manager); Design: Design: Peter Schmidt Group, Hamburg, Rüdiger Götz (Managing Director). Pedro Vilar (Executive Creative Director), Dominik Arenz (Design Director), Tobias Gagelmann (Head of Production), Missing Marie Merrettig (Junior Designer); Produktion: Craftwork, Düsseldorf, Steffen Gentis (Production Officer/Managing Director), Kat Wyeth (Production Director), Paul Green (Photographer/Post Production), Alexander Link (Photographer/Videographer), Isabel Kaeppele, Lukas Pittgens (Edit, Apprentice); Postproduktion/Artwork: ORT Medienverbund, Krefeld, Stefan Lenßen (Post Production), Dörte Reingen-Krombusch (Production), Bernhard Burg (Production Director), Karsten Klapper (Production); Media: OMD Germany, Hamburg (Lead), Ogury, Köln, Nasir Khawaja (Director Team Lead Sales DACH), Kinga Kenderesy (Client Success Manager), Vice Media Group, Berlin, Nina Schims, Sven Stoffmehl, Facebook Deutschland, Hamburg, Ricardo Mueller, Designer: Wemoto, Hofheim, Kleinigkeit Textil, Hofheim, Ablüh Clothing, Marsberg, Norvine, Düsseldorf, Coast2Coast Int’l, Düsseldorf, Anchorable Clothing, Höhn, Per Fines, Traunwalchen, The Andy Shop, Berlin, Dudes Factory, Berlin

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