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Positionierung gegen digitale Plattformen

Ex-„Cicero“-Chefredakteur Schwennicke wird Geschäftsführer bei Corint Media

Christoph Schwennicke - Foto: Imago / Sven Simon

Der ehemalige Chefredakteur vom „Cicero“, Christoph Schwennicke, arbeitet nun für Corint Media. Für die Verwertungsgesellschaft fungiert er mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer.

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Anfang des Jahres hat Christoph Schwennicke das Politmagazin „Cicero“ verlassen, nach rund neun Jahren als Chefredakteur. Auch seine Anteile am Verlag Res Publica hat er verkauft. Nun tritt er eine neue Stelle an, als Geschäftsführer bei Corint Media. Gemeinsam mit Markus Runde leitet er mit sofortiger Wirkung das Unternehmen.

Die Verwertungsgesellschaft Corint Media sitzt in Berlin und vertritt die Urheber- und Leistungsschutzrechte deutscher und mehrerer internationaler privater Fernseh- und Radiosender sowie von zahlreichen Presseverlegern, wie es in der Selbstbeschreibung heißt. Zu den Medienunternehmen zählen etwa ProSieben, RTL, Antenne Bayern oder auch die DuMont Mediengruppe und die Aschendorff Mediengruppe.

Schwennicke übernimmt bei Corint Media auch die Außenkommunikation

Laut Mitteilung markiere die Erweiterung der Geschäftsführung mit Ex-„Cicero“-Chefredakteur Schwennicke den Auftakt, „ihre Bemühungen zur Durchsetzung der Rechte ihrer Verlage gegen digitale marktbeherrschende  Plattformen wie Facebook oder Google zu intensivieren.“ Ziel sei es demnach, eine „angemessene Vergütung der Verlagsrechte durchzusetzen“. Aber auch die Konditionen des Zugangs auf die Plattformen sollen so gestaltet werden, „dass freie Presse dauerhaft bleibt und ihre wichtigen Funktionen in der Demokratie behält“. Schwennicke wird als Geschäftsführer unter anderem die Außenkommunikation der Verwertungsgesellschaft übernehmen.

Schwennicke war bislang in verschiedenen journalistischen Funktionen tätig, etwa bei der „Süddeutschen Zeitung“, dem „Spiegel“ und eben zuletzt beim „Cicero“. Zudem war er regelmäßiger Gast in politischen Talkshows. Zu seiner künftigen Tätigkeit sagt er: „Die Frage, ob in der digitalen Welt journalistische Produkte angemessen und fair von Nutzern vergütet werden, entscheidet über den Fortbestand des Qualitätsjournalismus, die Sicherung des Geschäftsmodells unserer Branche und die weiter gewährleistete Arbeitsgrundlage des Berufs, den ich liebe und den ich seit Jahrzehnten mit Leidenschaft ausübe. Und das ist am Ende systemrelevant für unsere plurale Demokratie.“ Und weiter sagt er: „Das neue Recht sowie ein neues Bewusstsein vom Wert des geistigen Eigentums auch im Digitalen schaffen gerade ein Momentum. Das möchte ich zusammen mit dem exzellenten Kollegen Markus Runde nutzen.“

Google, Facebook und Co. künftig verstärkt im Fokus der Bemühungen

Torsten Rossmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Corint Media, sagt zum Neuzugang: „Mit Christoph Schwennicke gewinnen wir einen überzeugten Publizisten und Demokraten, der sich der für die Zukunft der deutschen Presse- und Sendeunternehmen wichtigsten Herausforderung stellt: der Auseinandersetzung mit den global agierenden, marktbeherrschenden Digital-Plattformen wie Google und Facebook um eine angemessene und faire Vergütung für die Nutzung von Inhalten von Verlagen und Sendern.“

tb

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