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Chief Business Officer

Oliver Janik verlässt Condé Nast schon wieder

Oliver Jannik, Foto: Condé Nast Germany

Im September 2020 kam Oliver Janik als Chief Business Officer zum Team von Condé Nast. Kurze Zeit später ist sein Engagement im Verlag wieder vorbei. Janik wird das Unternehmen verlassen.

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Die Stelle als Chief Business Officer hatte Janik erst im September 2020 angetreten. Geholt worden war er, um die Kreativberatung CNX, die sich auf Luxus- und Lifestyle-Kunden spezialisiert hat, zu etablieren. Nun wird er Condé Nast schon wieder verlassen.

Der Verlag hat die Demission bestätigt, ohne Gründe zu nennen. Eine direkte Nachfolge soll es nicht geben. Das bei CNX angesiedelte Vermarktungsgeschäft leitet künftig Andrea Latten, die derzeit den Business-Bereich der Marken „Vogue“ und „AD“ führt. Darüber hatte der Branchendienst „Horizont“ zuerst berichtet.

Janik kam von DDB und sollte die Agentur CNX etablieren

Der Manager kam von der internationalen Network-Agentur DDB, wo er seit 2006 in unterschiedlichen Führungspositionen für das Unternehmen tätig war. Zuletzt agierte Janik als Chief Operating Officer. Bei Condé Nast Deutschland war er neben seiner Stelle als Chief Business Officer auch Mitglied des Management-Boards (MEEDIA berichtete). In der Mitteilung wurde Janik damals wie folgt zitiert: „Ein Teil davon zu sein, diese traditionsreiche Marke weiter lebendig mitzugestalten und mit meinem Agenturhintergrund CNX als Creative Consultancy aufzubauen und zu etablieren – besser hätte man sich eine solche Rolle selbst nicht schreiben können.“

Transformationsprozess bei Condé Nast

Nun hat sich in der Zwischenzeit vieles geändert, denn international wird bei Condé Nast viel umgebaut. So steuert Natalia Gamero del Castillo seit Januar das Europageschäft aus London. Sie ist damit für die Märkte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien zuständig. Das hat auch die Frage aufgeworfen, wie es mit Deutschland-Chefin Jessica Peppel-Schulz weitergeht. Weitere Schritte innerhalb des Unternehmens und bei der Markenstrategie waren globale Markenverantwortliche und eine Zentralisierung der Verantwortlichkeiten (MEEDIA berichtete).

Innerhalb der deutschen Redaktionen war viel Bewegung: Seit gut zwei Jahren trieb Peppel-Schulz einen aufwendigen Wandel voran. Condé Nast will sich insgesamt stärker vom Printgeschäft lösen und neue Geschäftsfelder etablieren. Auch ein Stellenabbau war, beschleunigt durch die Corona-Krise, die Folge.

tb

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