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Aktion Wetterberichtigung

Gleichberechtigung mit Tief Ahmet und Hoch Bozena

Tief Achmet und Hoch Bozena, die deutschen Wetterkarten werden diverser.

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen sorgen dafür, dass Hochs und Tiefs 2021 nicht nur "typisch deutsche" Namen tragen. Bild: wetterberichtigung.org

Gleichberechtigung in allen Bereichen der Gesellschaft? Wieso also nicht auch auf Wetterkarten. Eine Initiative der Neuen deutschen Medienmacher*innen geht genau diesen Weg und hat Namenpatenschaften für Hochs und Tiefs übernommen

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Die Wetterkarten in Deutschland werden diverser. Tief Inge und Hoch Franz bekommen Gesellschaft von Ahmet und Bozena. Hinter der neuen Namensgebung steckt die Initiative „Wetterberichtigung“ der Neuen deutschen Medienmacher*innen, der Neuen Schweizer Medienmacher*innen und dem Kreativteam Goandtry. Zusammen hat man beim Institut für Meteorologie vierzehn Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete im Jahr 2021 gekauft. Seit 2002 ist es möglich, Wetterpatenschaften gegen Bezahlung zu übernehmen. Paten haben dann das Recht den Namen von Hoch- und Tiefdruckgebiet zu bestimmen. 

Kleine Korrektur mit großer Wirkung

Mit der jetzigen Aktion „Wetterberechtigung“ soll darauf hingewiesen werden, dass Deutschland eine Einwanderungsgesellschaft ist. Ein Fakt, der sich nicht auf den täglichen Wetterkarten im deutschsprachigen Raum widerspiegele. Wetterhochs und -tiefs würden hier „fast immer nur Namen wie Gisela und Helmut“ tragen. Die Aktion sei somit „eine kleine Korrektur fürs Wetter, eine große für unsere Gesellschaft“ wie auf der Seite wetterberichtigung.org nachzulesen ist. Laut den Macher*innen habe die Umbenennung aber nur einen symbolischen Charakter, mit dem Ziel auf Grundsätzlicheres aufmerksam zu machen. So fordere man etwa Diversitychecklisten für Medien, um nicht nur „typisch deutsche“ Menschen zu zeigen, eine 30 Prozentquote im Medienbereich für Menschen mit Einwanderungsgeschichte bis 2030 und Diversity, die über die Gleichberechtigung von Menschen mit Migrationsgeschichte hinausgeht, einbezogen werden sollen auch „Menschen mit Behinderung, unterschiedlichen Geschlechtern, Religionen, homosexuelle Menschen und andere“.  

Auch interessant: Die MEEDIA-Sonderausgabe FEMEEDIA für mehr Gleichberechtigung im Medienbereich.

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