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Evangelische Journalistenschule

„EJS retten!“ startet Kampagne zum Erhalt der Schule

Foto: Imago images / epd

Die Initiative zur Rettung der Evangelischen Journalistenschule (EJS) startet die Kampagne „Journalismus aus gutem Grund: 12 Tage – 12 Leitsätze“. Damit will sie den Erhalt der EJS in kirchlicher Trägerschaft durchsetzen. Aufgrund von Einsparungen der Kirche könnte die Schule geschlossen werden.

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Aufgrund sinkender Kirchensteuern will die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) 30 Prozent ihrer Kosten bis 2030 einsparen. Im vergangenen Frühjahr wurde bekannt, dass auch die Evangelische Journalistenschule (EJS) diesem Sparkurs zum Opfer fallen könnte. Die Ausbildung von Volontären kostet die Schule jährlich rund 400.000 Euro.

Die Initiative „EJS retten!“ setzt sich für einen Erhalt der Schule in kirchlicher Trägerschaft ein. Am heutigen Donnerstag startet in diesem Zuge die Kampagne „Journalismus aus gutem Grund: 12 Tage – 12 Leitsätze“. Mit der Kampagne kritisiert sie, dass in Zeiten der Medien- und Kirchenkrise die Schließung einer der führenden Journalistenschulen in Deutschland das falsche Signal zur falschen Zeit wäre.

Auf den Social-Media-Kanälen und der Website von „EJS retten!“ wird täglich einer dieser Leitsätze zusammen mit Video- und Bildstatements von Unterstützern aus Kirchen- und Medienwelt veröffentlicht. Zu den Slogans gehören unter anderem „Eine offene, pluralistische Demokratie braucht werteorientierten Journalismus“ oder „Die evangelische Journalistenschule vermittelt solides Handwerk, journalistische Unabhängigkeit und vor allem ethische Standards.“

Die Kampagne ist von den 12 Leitsätzen des „Zukunftsteams“ der EKD unter dem Titel „Hinaus ins Weite – Kirche auf gutem Grund“ inspiriert.

Natascha Gillenberg, Vorständin des Freundes- und Förderkreises der EJS e.V.: „Die Evangelische Journalistenschule bildet eine Brücke zwischen Kirche und den Medien, die man nicht leichtfertig einreißen darf. Gerade in Zeiten des Umbruchs muss die evangelische Kirche in diese spezifische Ausbildung junger Menschen investieren.“

Nachdem sich im Frühjahr mehr als 1.500 Unterstützer in einem offenen Brief für den Fortbestand der EJS ausgesprochen hatten, wurde die Entscheidung über deren Schließung voraussichtlich auf das Frühjahr 2021 vertagt.

ls

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