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Norddeutscher Rundfunk

300 statt 240 Millionen Euro: NDR-Sparkurs wird laut Medienbericht härter ausfallen als bislang angenommen

Joachim Knuth Foto: Christine Raczka/NDR, Montage: Meedia

Statt 60 Millionen Euro muss der NDR in der kommenden Beitragsperiode 75 Millionen Euro jährlich sparen. Dies berichtet der Branchendienst DWDL.de. Zu den Maßnahmen gehöre demnach, dass bis 2028 rund 200 Stellen nicht neu besetzt werden sollen.

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Die Einsparungen beim NDR müssen höher ausfallen als noch zu Beginn dieses Jahr angenommen: Bei der Anstalt sollen in den nächsten vier Jahren demnach 300 statt der bislang bekannten 240 Millionen Euro eingespart werden. Die Maßnahmen, so berichtet das Medienmagazin DWDL.de betreffe alle Bereiche des Hauses. Am Freitag findet dazu eine Verwaltungsratssitzung statt. Eine offizielle Kommunikation soll es gegen Nachmittag geben.

Im Januar hatte Neu-Intendant Joachim Knuth, Nachfolger von Lutz Marmor, noch verkündet, dass in der kommenden Beitragsperiode (2021-2024) trotz Erhöhung des Rundfunkbeitrags jährlich Einsparungen von 60 Millionen Euro nötig seien (MEEDIA berichtete). Ein Kassensturz in der Corona-Krise veränderte nun wohl diese Prognose.

Zu den Maßnahmen soll demnach auch gehören, dass rund 200 Stellen im Haus bis 2028 nicht neu besetzt werden. Die NDR-Belegschaft sei bereits am Donnerstag informiert worden. Der Sparplan sieht zudem Einschnitte im Programm vor: Der „NDR Comedy Contest“ wird ebenso wenig fortgesetzt wie das mehr als drei Jahrzehnten laufende „Bücherjournal“. Die Investitionen im Bereich Fernsehen sollen sich in Zukunft auf der Sendezeit zwischen 18 und 22 Uhr konzentrieren.

Auch mit Blick auf die Arbeitsstätte hat der noch abzusegnende Sparkurs Konsequenzen: Das Asbest-belastete Hochhaus am Standort Hamburg-Lokstedt, wofür derzeit ein Neubau in Arbeit ist, sollte ursprünglich abgerissen werden. Nun bleibt das Hochhaus aus Kostengründen vorerst ungenutzt, auch der Abriss sei zu viel fürs Budget.

tb

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