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Trotz Kritik des ZDF: ARD will an längeren „Tagesthemen“ festhalten

Nach dem Ende der „Lindenstraße“ soll die Freitagsausgabe der “Tagesthemen” verlängert werden: Die ARD hat sich nun gegen Kritik des ZDF an der geplanten Maßnahme verteidigt. Man wolle seine Zuschauer „bestmöglich informieren“, so ARD-Chefredakteur Rainald Becker.

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Das sagte er dem Deutschlandfunk – und gab zu Bedenken, dass das ZDF in der Vergangenheit ähnlich gehandelt habe. Schließlich sei das „Heute Journal“ am Sonntagabend vor gut einem Jahr ebenfalls verlängert worden. Becker hofft auf eine Lösung im Gespräch.

ZDF-Intendant Thomas Bellut hatte jüngst Protest gegen die Pläne der ARD-Intendanten eingelegt, wie die FAZ zuerst berichtete. In einem Brief an den Programmdirektor im Ersten, Volker Herres, habe Bellut demnach darauf hingewiesen, dass die beiden öffentlich-rechtlichen Sender laut Staatsvertrag gehalten seien, sich insbesondere bei ihren Nachrichtenangeboten „einvernehmlich“ abzustimmen und sich nicht gegenseitig Zuschauer abzujagen.

Nach dem Ende der „Lindenstraße“ möchte „Das Erste“ sein Informationsangebot erweitern und ab dem 3. April die Freitagsausgabe der “Tagesthemen” verlängern (MEEDIA berichtete). Das Format hat dann doppelt so viel Sendezeit wie bisher, 30 statt 15 Minuten – läuft aber wie gewohnt ab 21.45 Uhr. Mit dem Schritt möchte der Sender einerseits mehr Hintergründe zu politischen Ereignissen liefern und andererseits den Fokus aufs Regionale verstärken. Im selben Zuge soll auch die Sendezeit des “Bericht aus Berlin” verlängert werden.

bek

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