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Neue Schimanski-Serie „Seine Tochter“ will „Lagerfeuerfernsehen“ zurückbringen

Ensemble für den Trilot "Seine Tochter", von l. nach r. Lena Maria Eikenbusch, Vinzenz Kiefer, Herbert Knaup, Gitta Schweighöfer, Constantin von Jascheroff, Luiii, Tim Oliver, Schultz, Chiem van Houweninge, Henning Kober, Shahriar Sadeghian, Greta Bebenroth Foto: obs/ Hello Moment Productions GmbH/ Anne Schönharting

Ein angehende Journalistin bei einem Recherche-Netzwerk in Berlin muss sich plötzlich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. In „Seine Tochter“ spielt Luise Großmann die Tochter von Kult-Kommissar Horst Schimanski, einem der populärsten Tatort-Ermittler der Fernsehgeschichte.

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Von 1981 bis 1991 gehörte Schimanski zur Tatort-Riege und hatte von 1997 bis 2013 seine eigene Serie „Schimanski“. In über 40 Fällen schlug sich Charakterschauspieler Götz George nonkonformistisch als „Ruhrpott-Rambo“ durch die Kohlenpott-Kulissen von Duisburg. Die Fälle begeisterten Millionen von Zuschauern. An diesen Erfolg will „Seine Tochter“ anknüpfen.

„Wir denken, dass das Lagerfeuerfernsehen der 80er hier auf den Zeitgeist der 2020er trifft und deshalb eine breite Zielgruppe angesprochen werden kann“, so der Produzent Torsten Rüther von Hello Moment Productions gegenüber MEEDIA.

Um die Brücke zu schlagen wurde Schimanski-Erfinder Hajo Gies als Berater verpflichtet. Schimanskis Kollege Hänschen, verkörpert von Chiem van Houweninge, übernimmt gar eine Rolle. Auf den Kultnamen „Schimanski“ wird jedoch bewusst im „Trilot“, eine Mischung aus Trailer und Pilot, und im Serientitel verzichtet, da die „Entscheidung dem Zuschauer überlassen werden soll“. Ob zu den beiden Schauplätzen Berlin und Wien Schimanskis alter Einsatzort Duisburg hinzukommt, wollte der Produzent nicht verraten.

Die Idee ist schließlich noch im Projektstadium. Bisher sind sechseinhalb Minuten gedreht. „Ganz bewusst beschreiten wir damit einen für Deutschland völlig neuen Weg, den man so nur aus dem amerikanischen Markt kennt“, erklärt Rüther. Das bisherige Ergebnis: Ein Muster für Fernsehsender oder Streamingdienste wie Netflix, die in die Produktion, vor allem Finanzierung der geplanten acht Folgen einsteigen sollen.

In den weiteren Rollen spielen: Herbert Knaup, Tim Oliver Schultz, Gitta Schweighöfer, Vinzenz Kiefer, Constantin von Jascheroff und viele andere.

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