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„Preis der Freiheit“ verliert im ZDF eine halbe Million Zuschauer, ProSiebens „#OstWestDing“ floppt komplett

Joachim Król) und Barbara Auer in "Preis der Freiheit" / ZDF © ZDF / W&B Television / Morten Søborg

Das dreiteilige Historiendrama „Preis der Freiheit“ geht nicht als einer der großen Zuschauererfolge in die ZDF-Historie ein. Folge 2 sahen am Dienstag noch 3,96 Mio. Menschen – eine halbe Million weniger als beim Auftakt am Montag. Der Marktanteil rutschte mit 12,7% sogar unter das ZDF-Normalniveau. Richtig mies lief der Abend für ProSieben und „Das #OStWestDing – Geboren am 9. November“.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. „Preis der Freiheit“ verliert eine halbe Million Zuschauer und schliddert ins ZDF-Mittelmaß

3,96 Mio. sahen am Dienstag also die zweite der drei Folgen des ZDF-Wendedramas „Preis der Freiheit“. Am Montag waren es bei der Premiere noch genau eine halbe Million mehr, also 4,46 Mio. Der Marktanteil fiel von guten 14,7% auf nun mittelmäßige 12,7%. Zum Vergleich: Der 12-Monats-Durchschnitt des ZDF liegt derzeit bei 13,1%. Blickt man auf die verschiedenen Altersgruppen, so gingen eigentlich überall Zuschauer und Marktanteile verloren: Bei den 14- bis 59-Jährigen ging es von 9,8% auf 8,3% herab, bei den 14- bis 49-Jährigen von 5,5% auf 4,7%. Das größte Interesse an dem Dreiteiler besteht weiterhin – wenig überraschend bei einem ZDF-Programm – bei den Über-60-Jährigen, doch auch dort ging es von 2,9 Mio. auf nun 2,6 Mio. nach unten.

2. „In aller Freundschaft“ und „Tierärztin Dr. Mertens“ klar vor dem ZDF-Film

Den Tagessieg holte sich statt des ZDF-Films „Preis der Freiheit“ am Montag der ARD-Serien-Dino „In aller Freundschaft“: 4,67 Mio. sahen ab 21.05 Uhr zu, der Marktanteil lag bei 15,2%. Auch zwei weitere Programme des Ersten schafften den Sprung über die 4-Mio.-Marke: die 20-Uhr-„Tagesschau“ mit 4,57 Mio. und 15,4%, sowie um 20.15 Uhr „Tierärztin Dr. Mertens“ mit 4,21 Mio. und 13,3%. Auch im ZDF erreichten drei Programme 4 Mio. Zuschauer, „Preis der Freiheit“ gehörte wie beschrieben nicht dazu. Stattdessen über dieser Marke: „Die Rosenheim-Cops“ mit 4,42 Mio. und 15,8%, die 19-Uhr-„heute“-Sendung mit 4,13 Mio. und 17,0%, sowie das „heute journal“ mit 4,04 Mio. und 15,2%. Stärkstes Programm der Privatsender war „RTL aktuell“ mit 3,24 Mio. Sehern und 14,1%.

3. „Die Höhle der Löwen“ holt sich erneut den Sieg im jungen Publikum

Bei den 14- bis 49-Jährigen finden sich nicht ARD oder ZDF an der Spitze, sondern die Vox-Show „Die Höhle der Löwen“: Mit 1,46 Mio. jungen Zuschauern erreichte sie diesmal einen Marktanteil von 16,9%. Beide Zahlen sind die besten seit vier Wochen, insbesondere das Tief aus der Vorwoche, als es 13,5% gab, glich die Reihe aus. Ein Millionenpublikum erreichten ansonsten bei den 14- bis 49-Jährigen nur noch zwei weitere Sendungen: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 1,32 Mio. und 17,0%, sowie die 20-Uhr-„Tagesschau“ im Ersten mit 1,09 Mio. und 13,2%. Um 20.15 Uhr setzte sich vor die drei eigentlich großen Privatsender auch noch RTLzwei: „Hartz und herzlich“ fand 810.000 14- bis 49-jährige Interessenten – 8,8%. „Armes Deutschland“ steigerte sich ab 22.15 Uhr mit 620.000 sogar auf 12,0%.

4. „Bachelor in Paradise“ verharrt auf Flop-Niveau, ProSiebens „#OstWestDing“ interessiert kaum jemanden

Die zweite Staffel der RTL-Kuppel-Soap „Bachelor in Paradise“ wird definitiv kein Erfolg mehr. Auch die vierte von neun Ausgaben blieb meilenweit unter dem Sender-Normalniveau. Nur 710.000 14- bis 49-Jährige interessierten sich, der Marktanteil lag bei völlig unzureichenden 7,7%. „Bachelor in Paradise – Der Talk“ war im Anschluss erneut noch erfolgloser – mit 370.000 und 5,7%. Einen noch größeren Flop hatte ProSieben am Dienstagabend im Programm: „Das #OstWestDing – Geboren am 9. November“ ist für das potenzielle ProSieben-Publikum offenbar überhaupt kein Thema: Nur 400.000 14- bis 49-Jährige sahen zu – miserable 4,6%. ProSieben landete damit auch noch hinter kabel eins (490.000 und 5,4% für „Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte“ und sowieso hinter Sat.1 (800.0000 und 8,4% für „Navy CIS“, sowie 730.000 und 8,1% für „Navy CIS: L.A.“). Insgesamt sahen „Das #OstWestDing“ ganze 580.000 Leute, was einem Mini-Marktanteil von 2,1% entsprach.

5. DMAX stark mit den „Steel Buddies“, der BR mit einem alten Münster-„Tatort“

Nicht weit hinter ProSieben landeten in der Prime Time der 14- bis 49-Jährigen DMAX und Sky Sport: DMAX lockte mit der Hit-Doku-Soap „Steel Buddies“ diesmal 380.000 junge Zuschauer und erzielte um 20.15 Uhr damit einen grandiosen Marktanteil von 3,9%. Zum Vergleich: Das Sender-Normalniveau lag in den jüngsten 12 Monaten bei 1,7%. Sky erreichte mit der Champions League ab 21 Uhr 350.000 14- bis 49-Jährige und 4,3%. Insgesamt verpasste die Übertragung die Mio.-Marke diesmal sehr deutlich: 700.000 Fußball-Fans sahen ab 21 Uhr zu – 2,6%. Fast sogar 2 Mio. Zuschauer erreichte am Abend hingegen das BR Fernsehen mit einem zehn Jahre alten „Tatort“ aus Münster: 1,93 Mio. sahen ab 20.15 Uhr zu.

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