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Uli-Hoeneß-Doku im Ersten interessiert nur wenig, ordentlicher Start für den ZDF-Dreiteiler “Preis der Freiheit”

Die Schwestern Margot (Barbara Auer, l.) und Ina Winter (Nicolette Krebitz) im ZDF-Dreiteiler “Preis der Freiheit”
Die Schwestern Margot (Barbara Auer, l.) und Ina Winter (Nicolette Krebitz) im ZDF-Dreiteiler "Preis der Freiheit" © ZDF/Mathias Bothor

Relativ kurzfristig ins Programm genommen konnte die Uli-Hoeneß-Doku "Der Bayern-Boss" nicht allzu viele Menschen zum Einschalten des Ersten bewegen. 2,54 Mio. sahen zu, das entsprach um 20.15 Uhr einem blassen Marktanteil von 8,2%. Besser lief es für das ZDF und den Dreiteiler "Preis der Freiheit": 4,46 Mio. Zuschauer reichten hier immerhin für 14,7%. Allerdings: Die Krimis holen auf diesem Sendeplatz meist noch viel bessere Zahlen.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. Ordentlicher Start für den ZDF-Dreiteiler “Preis der Freiheit” – mit Einschränkungen

4,46 Mio. Menschen interessierten sich für den Auftakt des dreiteiligen ZDF-Wendedramas “Preis der Freiheit”. Um 20.15 Uhr entsprach das einem Marktanteil von 14,7%, der recht klar über dem Sender-Normalniveau von 13,1% in den jüngsten 12 Monaten liegt. Auf den ersten Blick also ein erfolgreicher Start des Dreiteilers. Eine Einschränkung gibt es bei dieser Einschätzung allerdings, denn der Sendeplatz ist einer der quotenstärksten des ZDF. Montag für Montag erzielen Filme, meist Krimis um 20.15 Uhr Top-Quoten. Zuletzt erreichte der Thriller “Flucht durchs Höllental” Ende September beispielsweise 7,07 Mio. Zuschauer und 23,6%. Kleinere Marktanteile als die nun erzielten 13,1% gab es auf diesem Sendeplatz 2019 bisher nur viermal. “Preis der Freiheit” ist also gut gestartet, allerdings für den prominenten Sendeplatz eher blass.

2. Uli-Hoeneß-Doku beflügelt den ARD-Montag nicht

Deutlich hinter dem ZDF-Film landete um 20.15 Uhr Das Erste: Die kurzfristig ins Programm genommene Doku “Der Bayern-Boss: Schlusspfiff für Uli Hoeneß” lockte nur 2,54 Mio. Menschen an, der Marktanteil lag mit 8,2% sogar noch leicht unter dem Normalniveau für diesen Sendeplatz. “Hart aber fair” war im Anschluss mit dem Thema “Grottenschlecht oder besser als ihr Ruf: Was taugt die GroKo wirklich?” auch nicht erfolgreicher: 2,32 Mio. Seher entsprachen hier 8,1%. Das ZDF hingegen punktete um 21.50 Uhr noch mit der Begleit-Doku “Preis der Freiheit – die Dokumentation”: 3,36 Mio. Zuschauer reichten für 13,4%.

3. “Bauer sucht Frau” siegt bei Jung und Alt, enttäuschende Premiere für “Fahri sucht das Glück”

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Den Tagessieg holte sich am Montag aber nicht der ZDF-Dreiteiler, sondern die RTL-Kuppel-Soap “Bauer sucht Frau”. Mit 5,09 Mio. Zuschauern erreichte sie ab 20.15 Uhr einen Marktanteil von 17,1%. Beide Zahlen sind Bestwerte für die aktuelle Staffel, gegenüber der Vorwoche legte die Reihe um 40.000 Zuschauer und 0,4 Marktanteilspunkte zu. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 1,77 Mio. Zuschauern ebenfalls ein Staffel-Hoch, der Marktanteil von 19,6% lag allerdings minimal unter denen der Wochen 1 und 3 (19,7% und 19,9%). ProSieben erreichte mit “The Big Bang Theory” um 20.15 Uhr unterdessen 1,55 Mio. 14- bis 49-Jährige und 17,0%, mit “Young Sheldon” danach 1,25 Mio. und 13,1%. “Die Simpsons” fielen ab 21.10 Uhr hingegen auf 10,0% und 9,3%, der Neustart “Fahri sucht das Glück” enttäuschte um 22.10 Uhr mit nur 450.000 14- bis 49-Jährigen und 7,0%. Die “Late Night Berlin” steigerte den ProSieben-Marktanteil im Anschluss dann immerhin wieder auf 10,0%.

4. “Dr. Abel” bei Sat.1 noch schlechter als bisher

Noch mieser als in den beiden bisherigen Filmen lief es am Montagabend bei Sat.1 für “Dr. Abel”. Nur 490.000 14- bis 49-Jährige interessierten sich für “Zerbrochen – Ein Fall für Dr. Abel”, der Marktanteil lag bei ganzen 5,5%. Schon die beiden ersten Filme konnten im Dezember 2018 und Oktober 2019 mit 7,4% und 6,2% nicht überzeugen, Fall Nummer 3 könnte nun der letzte “Fall für Dr. Abel” gewesen sein. Sat.1 verlor um 20.15 Uhr damit auch noch gegen Vox und RTLzwei, wo “Goodbye Deutschland!” und “Die Geissens” 570.000 (7,0%) und 500.000 (5,4%) 14- bis 49-Jährige zum Einschalten bewegten. kabel eins blieb mit “Bad Company” hingegen bei 4,6% hängen. Erfolgreicher als insgesamt – weil über dem Sendernormalniveau – lief bei den Unter-50-Jährigen die Uli-Hoeneß-Doku des Ersten: 670.000 entsprachen hier guten 7,2%.

5. zdf_neo stark mit “Inspector Barnaby”, der Disney Channel mit “Miraculous”

Unbedingt erwähnenswert sind auch wieder die Zahlen der zdf_neo-Krimireihe “Inspector Barnaby”. Um 20.15 Uhr sahen diesmal 2,39 Mio. Menschen zu, der Marktanteil lag bei 7,8%. Um 21.45 Uhr kam eine weitere Folge mit 1,71 Mio. Sehern auf fast identische 7,7%. Das WDR Fernsehen freut sich unterdessen über eine große Aufmerksamkeit für die “Lokalzeit” um 19.30 Uhr: 1,78 Mio. sahen insgesamt zu. Das NDR Fernsehen erreichte parallel dazu 1,47 Mio. mit “NDR regional”, die 20-Uhr-“Tagesschau” sahen beim NDR im Anschluss 1,44 Mio. 600.000 Menschen schalteten um 19 Uhr die Serie “Miraculous – Geschichten von Ladybug und Cat Noir” im Disney Channel ein – eine der besten Zuschauerzahlen für den Sender im laufenden Jahr. 310.000 der 600.000 waren im Alter von 3 bis 13 Jahren, hier entsprach das einem herausragenden Marktanteil von 27,0%.

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Alle Kommentare

  1. “Der Preis der Freiheit”… ein weitere Halb-Flop bei den Großkotz-Projekten des ZDF. BellaGermania war so einer – übrigens von Alexander Bickel als Redakteur fett mit dabei. Jener WDR-Fiction-Chef, der große Interviews über sein KnowHow gibt. Wie oft haben und werden wir die SchauspielerInnen von Preis der Freiheit in dieser Saison noch sehen (Kròl mindestens 3 x in der soeben neu begonnen Saison ? Herr Bickel wird doch sicher dieselben auch beim WDR besetzen und – wie man beim ZDF immer lauter hörte – andere ausgrenzen… Ganz nach Gusto… Mir hängt das sowas vom Hals raus, weil ich fest überzeugt davon bin, dass es reihenweise genau so gute oder noch bessere Schauspieler- und innen gibt, die dieses ÖR-Kartell, bei dem so ein “Fiction-Chef” bzw. Fiction-Chefin über Jahrzehnte am selben Platz sitzen und Buddies auswählen darf…gar nicht sehen und sehen wollen. Die ÖR-Redakteure wollen nur eins: Mit Erfolgen protzen und sich affen-ähnlich auf die Brust klopfen Ich…ich…ich… bin der/die Größte… Angeblich vom Publikum gewünscht. Was überhaupt nicht stimmt. Im übrigen werden die Jüngeren immer weniger und auch bei der Reichweite der immer selben oder ähnlichen Programme wird es immer enger. Der ÖR zerstört sich selbst und ist unfähig, wirklich neue Geschichten zu erzählen. Es langweilt inzwischen… Wenn man dann sieht, wie die “neuen Sokos” gegenüber einer wirklich guten Münchner Soko aussehen stellen sich noch weitere Fragen über Macht und Hybris der wenigen ÖR-Leitenden. Schon 2013 wurde die Forderung erhoben, dass der ÖR auf absolute Transparenz zurück gestutzt werden muss inkl. einem 5-jährigen Wechsel bei den Machtpositionen. Niemand darf Macht über Jahrzehnte ausüben, denn – siehe Henke oder andere sich permanent brüstende, teilweise unverschämte “Leiter und Leiterinnen von irgendwelchen Abteilungen” plus viel zu viele männliche Regisseure und auch Caster (deren Freunde und Freundinnen immer gut besetzt sind) – sie korrumpiert zu 100 %. Eine Gruppe von Branchen-Leuten sammelt dazu aktuell viele Beschwerden und Nachweise ein, die hoffentlich dazu führen, dass noch so manche Wichtigen ihren Macht-Job verlieren. Übrigens: bei “Preis der Freiheit” spielen 27 Männer mit und 7 Frauen. Der Trick ist, dass die drei Hauptrollen Frauen sind, da kann man viel mehr Männer-Rollen besetzen und keiner merkts… Gedreht wurde, wie inzwischen üblich, weil billig (bei Supergagen der immer selben besonders wichtig), in Tschechien und natürlich ein paar Tage in Berlin. Mal sehen, was die Rest-Quoten bringen

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