Partner von:
Anzeige

“maischberger. die woche” – Sandra Maischberger stellt ihre Talkshow dauerhaft um

Sandra Maischberger
Sandra Maischberger Foto: WDR

Nach einer Probephase seit Sommer präsentiert Sandra Maischberger ab Mittwoch ihre politische Talkshow im Ersten künftig in einem neuen Format. Statt einem einzigen Thema geht es in der Sendung um mehrere Themen, die in der laufenden Woche aktuell sind.

Anzeige

Elemente seien ein Einzelinterview sowie eine Runde von Kommentatoren, die kontrovers diskutieren, erläuterte Maischberger. Im Fernsehen gibt es viele politische Talkshows. Wie setzt man sich ab? Sandra Maischberger versucht jetzt einen neuen Weg.Aus Sicht von Moderatorin Sandra Maischberger müsste es mehr Gäste aus der Wirtschaft in politischen Talkshows geben. Das sei bislang “ein großes Manko”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. “Die haben einfach sehr viel zu verlieren. Ein falsches Wort kann den Börsenkurs in freien Fall bringen”, sagte sie über börsennotierte Unternehmen. Deswegen gebe es eine Zurückhaltung.

Aber auch bezogen auf Firmen, die nicht an der Börse sind, ergänzte Maischberger: “Es zahlt sich nicht immer aus – gerade in diesen polarisierten Zeiten nicht – mit einer Meinung nach draußen zu gehen.” Und deswegen glaube sie, dass sich viele, die das nicht kommunizieren müssen, zurückhalten. “Weil sie merken, dass sie im Zweifel ein Risiko eingehen, wenn sie eine eigene Meinung äußern zu einer politischen Frage.”

Neben mehr Wirtschaftsvertretern wünscht sich die Moderatorin auch mehr Kulturschaffende in politischen Talkshows. “Auch da war mal die Neigung, sich politisch einzumischen, deutlich größer”, betonte sie.

Nach ihrer Beobachtung habe sich auch etwas mit dem Internet verändert. “Eine unbedachte Äußerung kreist und kreist und kreist und ist immer auffindbar im Netz. Sie werden immer wieder dann darauf gebracht und zum Teil auch darauf reduziert. Und deswegen gibt es da auch eine große Hemmung.”

Zugleich habe sich aber an mancher Stelle etwas getan – Maischberger nannte die derzeitige Umweltbewegung als Beispiel. “Plötzlich melden sich ganz viele, die dazu etwas sagen wollen.”

Sie verwies darauf, dass sich die politischen Talkshows in der Vergangenheit oft “ins Gehege gekommen sind.” Sie ergänzte: “Weil wir alle mehr oder weniger das gleiche Konzept hatten: das Thema der Woche mit den wichtigsten Köpfen der Woche.” Deshalb wolle sie hier ausbrechen. Ihre Talkshow gibt es seit 2003, künftig läuft sie unter dem Titel “maischberger. die woche”. Die Quoten der TV-Sendung waren zuletzt ähnlich wie bei anderen Polit-Talkformaten rückläufig.

dpa

Anzeige

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Reading your article was a little bit difficult for me because of the unknowing of your language. I like reading because it’s an essential part of my job. I write perfect essays.

  2. Es wird bei der einseitigen Gästeauswahl und damit beim weiteren Quotenverlust bleiben, egal welches Format sich m. noch ausdenkt. Das ähnlich gestrickte Format mittags beim dlf Kultur (oder Dienstag abend beim rbb Fernsehen mit Jörg dem Thadeus) spricht Bände! Die Haltungsjournalisten sind unter sich und ganz doll einer Meinung, nun endlich müsse es Schluss sein mit Hass und Hetze. Was man da hört zieht einem die Schuhe aus: nichts als Hass und Hetze , Intoleranz und Framing pur. Und welcher Unternehmer äußert sich nach dem shitstorm gegen einen AfD affinen Hirsemüller noch öffentlich, außer Joe Siemens Käser?

  3. “…wünscht sich die Moderatorin auch mehr Kulturschaffende in politischen Talkshows…”
    Was bitte sollen diese “Kulturschaffenden” substanziell von sich geben können, was sie “von den Leuten von der Straße” abhebt?
    Außer, dass ihr Bereich selbstverständlich völlig unterfinanziert ist und deshalb (gerade in diesen Zeiten) ganz, ganz dringend die staatlichen Subventionen angehoben werden müssen.

  4. Ein Sabbatjahr einlegen, zur Ruhe kommen, Bücher lesen, Substanz tanken und Abstand vom Quotenwahn gewinnen – das wäre die bessere Idee. Aber dem steht diese Eitelkeit entgegen.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia