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„Keine wirtschaftliche Perspektive“ – Dr.-Haas-Gruppe zieht beim Rhein-Neckar-Fernsehen den Stecker

Das Rhein-Neckar-Fernsehen stellt den Betrieb ein. Die Mediengruppe Dr. Haas („Mannheimer Morgen“) gab bekannt, dass es für den Weiterbetrieb des regionalen TV-Senders mit Sitz in Mannheim „keine wirtschaftliche Perspektive mehr“ gebe. Die Mediengruppe hatte den Sender Anfang 2019 aus der Insolvenz heraus übernommen.

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Grund sei auch eine „konjunkturell bedingte weitere Beschleunigung des Rückgangs der Werbemärkte“, heißt es in einer Mitteilung. Insbesondere die Vermarktung des klassischen TV-Programms, also der Werbezeitenverkauf, habe sich entgegen den Erwartungen gegenüber dem Insolvenzjahr 2018 nochmals deutlich verschlechtert.

Auch die Zurverfügungstellung erheblicher finanzieller Mittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro seitens der Mediengruppe Dr. Haas sowie umfangreiche Maßnahmen hätten der der strukturell sowie konjunkturell bedingten Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des regionalen TV-Senders nicht ausreichend entgegenwirken können.

Hinzu kämen grundsätzliche Veränderungen in der Nutzung des Mediums Fernsehen: Lineare TV-Angebote verlieren beim Publikum an Beliebtheit. Bewegtbild-Angebote, die auf digitalen Verbreitungswegen gestreamt werden können, verzeichnen dagegen steigende Nutzungsraten. Daher richtet die Mediengruppe Dr. Haas ihre Bewegtbild-Aktivitäten neu aus und will perspektivisch neue Formate in den Digitalauftritten von Morgenweb.de, FNweb.de, Headline24 und in sozialen Netzwerken schaffen.

Von der Einstellung betroffen sind 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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