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TV-Sensation bahnt sich an: Telekom schnappt ARD und ZDF laut Medienberichten die Heim-EM-2024-Rechte weg

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Nach übereinstimmenden Berichten der "Frankfurter Allgemeinen" und "Bild" hat sich die Deutsche Telekom die Live-Übertragungsrechte für die Fußball-Europameisterschaft 2024 gesichert, bzw. steht kurz davor, sie sich zu sichern. Damit könnten ARD und ZDF ausgerechnet bei der in Deutschland stattfindenden Heim-EM leer ausgehen.

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Noch unklar scheint, ob die Telekom die Rechte bereits erworben hat oder kurz davor ist. Die “Frankfurter Allgemeine” berichtet, der Deal sei schon vollzogen. Bild hingegen schreibt, sie stehe “kurz davor”, die Entscheidung solle “schon in den nächsten Tagen fallen”.

Die Telekom betreibt derzeit keine eigenen TV-Sender, aber die Streaming-Plattform Magenta TV. Die EM-Rechte könnten der Plattform einen massiven Schub geben. Im Free-TV gezeigt werden müssen laut Rundfunkstaatsvertrag lediglich alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. Diese Partien könnte die Telekom dann also per Sublizenz an einen Free-TV-Sender weiterverkaufen. Hier könnten ARD und ZDF dann doch noch ins Spiel kommen – oder einer der Privaten wie RTL oder ProSiebenSat.1.

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Bestätigungen von der Telekom und der UEFA stehen noch aus.

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Alle Kommentare

  1. Schon witzig: Da regen sich alle mal wieder über die Öffentlich-Rechtlichen und deren angebliche Zwangsgebühren auf, aber keiner darüber, dass RTL schon seit längerer Zeit keinen kostenlosen (!) Livestream der Qualifikationsspiele mehr anbietet, den es vor dessen Übernahme bei ARD und ZDF noch gegeben hatte.

    Aber solche Scheingefechte, die regelmäßig an den wahren Verursachern vorbeigeht, kennt man aus einer bestimmten Ecke ja zur Genüge!

  2. Diese Dumpfbacken packen sich die Rundfunkgebühren lieber in die eigene Tasche…. und natürlich in die der Politiker, die dann zu dämlich sind diese Demokratiefeinde an die Leine zu legen.

  3. Gerade zur Zeit jammern ARD und ZDF doch wieder verstärkt darüber, dass dringend die Rundfunkbeiträge (eigentlich Zwangsgebühr) steigen müsse.
    Das Thema müsste sich doch wegen den nun nicht zu erbringenden, enormen Zahlungen für diese Übertragungsreche erledigt haben….

  4. Hahahah!

    Mit einem Bruttobudget von nahezu 9 Mrd. Euro schaffen es die vom ÖR nicht, sich die Übertragungsrechte zu sichern.

    Mit anderen Worten: Dem ÖR geht es finanziell so schlecht, das dafür kein Geld vorhanden ist und das was vorhanden ist reicht nicht.

    Ja, Pensionen und Pensionsrückstellungen machen beim ÖR mittlerweile bis zu 40% des Budget aus. Rechnen wir noch die üblichen Personal- und Betriebskosten hinzu, dann erscheint es logisch, das denen das Geld ausgeht. Hinzu kommen noch monatliche Tantiemenzahlungen. Z. B. für die Melodie der ARD tagesschau in Höhe von rund 1.500 € monatlich.

    Ja, ich verstehe das alles. Leider ist das nicht zu stoppen. ÖR und Politik arbeiten hier Hand in Hand und eine Hand deckt die andere. Offenbar wollen es die Wähler auch so, siehe letzte Bundestagswahl.

    1. Der Staat erhebt auf alles und jedes Zwangssteuern oder Zwangsabgaben. Auf Löhne, Lebensmittel, Bücher, Medizin, Handys, Dienstleistungen. Aber wegen lumpiger 17,50 GEZ-Euro im Monat wird herumgejammert. Hier mit der außergewöhnlich intelligenten Begründung, dass es nicht genug Fussball zu sehen gibt.

      1. Schlimmer ist, dass die öffentlich-rechtlichen Sender nicht mehr in der Lage sind, ausgewogene Sendungen zu bringen, sondern zu Gouvernanten mutiert sind, die sich von ihren Zöglingen zwangsweise alimentieren lassen. Dafür sind 17,50 Euro in der Tat zu viel.

      2. Ich sehe mir seit langem keine Talkshows, Debatten, Quizze und „Comedians“ mehr an, Nachrichten eher selten, Privatsender nie. Was auf den 17 öffentlich-rechtlichen Kanälen übrig bleibt an Spielfilmen, Dokumentationen u.ä., ist allemal den Preis eines einzigen Kinobesuchs zu zweit wert. Zumal wenn ich ihn ins Verhältnis setze zu den ganz anderen Beträgen, die mir persönlich dieser Staat monatlich abverlangt (s.o.) und deren Verwendung mir natürlich auch oft nicht passt.

        Nach meiner bescheidenen Kenntnis gibt es weltweit zwar fast überall Staatssender zwecks Verbreitung von Regierungsideologie, wozu auch sonst, aber die Vielfalt des deutschen ÖR sucht man vergeblich. Und ob Staatsfunk nun per separater Abgabe oder aus dem großen Steuertopf finanziert wird, ist doch eigentlich egal.

        Beschäftigen Sie sich vielleicht auch mal mit dem Angebot des ebenfalls GEZ-finanzierten Deutschlandfunks. Im Vergleich zum werbefinanzierten Hirnmüll, der sonst so aus dem Äther quillt.

      3. @Herr Schott

        Wenn ich schon zu einer Monatsgebühr genötigt werde, dann erwarte ich eine “neutrale” und “umfassende” Berichterstattung.

        Für Musikantenstadl und Co. können Spartensender über Pay-Systeme benutzt werden.

        Da die neutrale und umfassende Berichterstattung nicht stattfindet, wendet sich das Publikum in immer größerer Zahl angewidert ab.

        Um es hier im Sinne der Fridays-for-Future-Bewegung auszudrücken, erscheinen die Öffis als Energieverschwender und damit als Umweltzerstörer.

        Damit kann “DAS” dann auch weg.

        WZBW ….

      4. @ Schorsch: Egal, ob das Staatsfernsehen sich über milde Spenden oder Zwangsabgaben finanziert, es orientiert sein politisches Profil im Zweifelsfall am Rundfunkstaatsvertrag, egal wie „neutral“ und „umfassend“ man es gerne hätte. Sie setzen ohnehin beide Begriffe von sich aus in Anführungszeichen – womöglich im Bewusstsein, dass es die reine, umfassende Neutralität gar nicht geben kann.

        Im übrigen kann ich mich nur wiederholen: Was sind schon Siebzehnfuffzig gegen die 50-%ige Abgaben- und Steuerlast und deren Verwendung. Was mir nicht passt, schalte ich aus oder erst gar nicht ein.

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