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Neuer “DHDL”-Investor Nils Glagau: “Ich habe Respekt davor, dass sich im Privaten einiges verändern wird”

Nils Glagau
Nils Glagau Foto: Orthomol pharmazeutische Vertriebs GmbH

Nils Glagau ist der neue Investor der Startup-Sendung "Höhle der Löwen". Er studierte Ethnologie und reiste u.a. durch Mexiko – bis er nach dem Tod seines Vaters das Pillenimperium Orthomol übernahm. Worauf es der Investor abgesehen hat, welche Ansprüche er an die Gründer stellt und warum er den Schritt in die Öffentlichkeit wagt, verrät er im Interview mit MEEDIA.

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Bei “Die Höhle der Löwen” dreht sich alles um den einen Pitch vor den Investoren. Wenn Sie dort stehen müssten, wie würden Sie die Jury überzeugen?
Nils Glagau: Ich würde zeigen, dass ich mich mit der Idee ausgiebig beschäftigt habe und alle Details bis hin zu den Zahlen sehr genau kenne. Außerdem würde ich schon eine Marktforschung betrieben haben, um deutlich zu machen, dass die Welt das Produkt braucht. Da reicht schon eine Kickstarter-Kampagne.

Sie selbst kennen sich im Bereich der Vitamin- und Mineralstoffpräperate bestens aus. Ihre Firma heißt Orthomol und ist wahrscheinlich nicht jedem ein Begriff. Erklären Sie kurz, was das Unternehmen macht.
Wir sind seit 27 Jahren in der Arzt- und Apothekenwelt unterwegs und beschäftigen uns mit der sogenannten orthomolekularen Medizin. Wenn also die Mikronährstoff-Depots, die man über das Essen anfüllt, leer sind, helfen wir dabei, sie in der richtigen Kombination und Dosierung aufzufüllen. Das kennt man aus dem Sport mit Elektrolyten oder aus der Schwangerschaft. Es gibt auch andere Lebenssituationen, in denen bestimmte Nährstoffe gut sein können.

“Es wäre schade, wenn ich da als Mikronährstoff-Spezialist nur auf Mikronährstoffe warte”

Auf welche Startups haben Sie es bei “Die Höhle der Löwen” abgesehen?
Ich bin offen für alles. Bei Frank Thelen hätte ja auch niemand erwartet, dass er so viel in Food-Themen investiert. Es wäre schade, wenn ich da als Mikronährstoff-Spezialist nur auf Mikronährstoffe warte.

Sie haben keinen Fokus?
Ich kenne mich in den Bereichen Sport und Gesundheit sicherlich gut aus. Es ist aber gerade schön, auch andere Bereich über die Startups kennenzulernen. Wenn ich mich mit den Gründern und dem Produkt identifizieren kann und mit ihnen eine Marke aufbaue, muss ich nicht unbedingt der Fachspezialist dafür sein.

Bevor Sie als Juror bekannt wurden, standen Sie recht selten in der Öffentlichkeit. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Vox?
Der Sender hatte uns angefragt, weil wir mit Orthomol schon einige Startups unterstützen. Ich habe mir dann lange Gedanken gemacht und mich letztlich dafür entschieden. Für mich und die Firma passt es in die Zeit.

Was reizt Sie an der Sendung?
Ich sitze da als Privatperson. Bei Orthomol lerne ich eher Startups kennen, die uns nahe liegen. In “Die Höhle der Löwen” ist die Auswahl vielseitiger.

“Ich bin niemand, der sich viel in der Öffentlichkeit bewegt”
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Ist es ein schwieriger Schritt als Familienunternehmer in die Öffentlichkeit zu gehen, was in Deutschland nicht viele tun?
Ich habe Respekt davor, dass sich im Privaten einiges verändern wird und ich auf einmal auf der Straße erkannt werde. Das war bei dem Großteil der Löwen aber nicht anders. Ich bin trotzdem niemand, der sich viel in der Öffentlichkeit bewegt. Aber ich werde bestimmt das ein oder andere Selfie machen dürfen.

Wenn man auf ihren Lebenslauf blickt, war lange Zeit nicht sichtbar, dass Sie Unternehmer werden…
…das stimmt, der ist ziemlich bunt.

Sie haben Ethnologie studiert, interessieren sich sehr für Archäologie und sind u.a. in Mexiko herumgereist. Woher kommt das Interesse für diese Gebiete?
Ich weiß es nicht. Das ist in mir herangewachsen. Manchmal gibt es Kulturen und Menschen, die einen sehr interessieren. Ich war lange Zeit in Nepal, auch das hat mich sehr beeindruckt. Dank meines Ethnologie-Studiums hatte ich ein breites Vorwissen bei vielen Themen.

2009 hat sich ihr Leben geändert. Wegen des unerwarteten Tods ihres Vaters haben Sie die Firma mit 33 Jahren übernommen. Wie war die Zeit für Sie?
Für die Mitarbeiter war es sicherlich schön, dass die Familie die Firma übernommen hat. Andererseits stand ich unter Beobachtung. Ich wurde mit meinem Vater verglichen. Wir hatten aber eine hohe Identifikation mit der Firma, auch in der Führungsriege. Das hat mir geholfen, in den Job hineinzuwachsen.

Welche Ansprüche nehmen Sie daraus für die Gründer der Show mit?
Auch wenn es nach einem Kalenderspruch klingt: Man darf in der heutigen Zeit nicht stehen bleiben. Egal wie stark die Marke oder wie groß das Alleinstellungsmerkmal des Produktes ist – heute ist das alles relativ. Die Gründer sollten offen sein für neue Wege und ihre Firma mit mehreren Säulen absichern. Das ist mir wichtig.

Die neue Staffel von “Die Höhle der Löwen” läuft auf Vox ab 03. September, 20:15 Uhr.

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