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Erhebliche Auswirkungen auf das Programm: über 600 WDR-Mitarbeiter im Streik

Über 600 Mitarbeiter des des Westdeutschen Rundfunks sind am Donnerstag nach Angaben vom DJV dem Streikaufruf des DJV-NRW und der Partnergewerkschaften VRFF und Verdi gefolgt. An allen elf Standorten des WDR in Nordrhein-Westfalen haben angestellte und freie Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt.

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„Das ist ein unübersehbares Signal an die WDR-Geschäftsleitung, endlich den berechtigten Interessen der Beschäftigten gerecht zu werden“, sagte DJV-Verhandlungsführer Volkmar Kah. Schwerpunkt der Aktionen waren die Landes- und Regionalstudios. Am Landesstudio Düsseldorf trafen sich bereits am frühen Morgen mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen. Die dort angesiedelte ARD-Sendung „Live nach Neun“ musste ausfallen, stattdessen ging ein Best-Of über den Sender. Ebenfalls komplett ausgefallen ist heute die Sendung „Westblick“. Zu erheblichen Störungen kam es bei den Hörfunknachrichten sowie WDR-Aktuell. Die in Essen produzierte „Lokalzeit Ruhr“ im WDR-Fernsehen soll komplett entfallen, bei vielen weiteren Lokalzeiten wird es erhebliche Einschränkungen geben.

In der Kölner Innenstadt protestierten fast 100 angestellte und freie Mitarbeiter, am Standort Bocklemünd traten rund 300 Beschäftigte von WDR und ARD-Beitragsservice in den Ausstand. In vielen Regionalstudios war nahezu die gesamte Belegschaft im Ausstand.

Die Gewerkschaften monieren, dass der Sender bislang nur ein „völlig unzureichendes Angebot“ vorgelegt habe. Außerdem fordere der WDR Eingriffe in die Vergütungsstruktur, die erhebliche Verschlechterungen bedeuten würden, so die Gewerkschaften. Die WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau sagte am Dienstag: „Weiterhin gilt: Wir sind bereit zu einer Lösung, die unserer Verantwortung gegenüber den Beitragszahlern in NRW gerecht wird.“

Am morgigen Freitag findet in Köln die vierte Verhandlungsrunde statt.

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