Partner von:
Anzeige

ProSiebenSat.1 im 1. Quartal: Umsatz steigt trotz sinkender Werbeerlöse auf 913 Mio. Euro

ProSiebenSat.1-CEO Max Conze
ProSiebenSat.1-CEO Max Conze © ProSiebenSat.1 Media SE/ Montage: MEEDIA

Die ProSiebenSat.1 Media AG (P7S1) hat gemischte Zahlen für das 1. Quartal 2019 vorgelegt. Zwar wuchs der Umsatz um vier Prozent auf 913 Mio. Euro und die Konzernbereiche Content Production & Global Sales und Commerce wuchsen stark. Der TV-Werbemarkt zeigte sich aber rückläufig und auch der operative Gewinn (Adjusted EBITDA) ging um fünf Prozent zurück. Die Hoffnungen ruhen auf der neuen Streaming-Plattform Joyn.

Anzeige

Der Überschuss unterm Strich blieb mit 94 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (93 Mio. Euro). Der Umsatz im Segment Entertainment, in dem auch die TV-Sender verbucht werden, ging portfolio- und währungsbereinigt um vier Prozent zurück. Ein Zeichen für den schwächelnden Werbemarkt. Die Streaming-Plattform Maxdome und der Online-Fitness-Anbieter 7NXT wurden aus dem Segment herausgelöst. Maxdome wird demnächst bei der im Juni startenden Streaming-Plattform Joyn, ein Joint Venture mit Discovery, eingebracht. Im Zuschauermarkt konnten die Sender der ProSiebenSat.1 Group mit einem Marktanteil von 27,9 Prozent (14-49 Jahre) das beste erste Quartal seit 2016 verbuchen. Vor allem ProSieben und kabeleins laufen hier erfreulich. Zudem sorgen neue Kanäle wie ProSieben Maxx und kabeleins doku für Wachstum. Das große Sorgenkind der Sendergruppe bleibt indes Sat.1. Aber das ist beileibe nichts Neues.

Hoffnungsträger Joyn

Im Juni startet die neue Streaming-Plattform Joyn, auf die die Gruppe und ihr CEO Max Conze große Hoffnungen setzen. Alles shiny ist beim Produktionsarm der Gruppe, Content Production & Global Sales, der im wesentlichen aus den Red Arrow Studios besteht. Produktionsstudios profitieren generell von der weltweit großen Nachfrage nach Inhalten durch die großen Streaming-Player. P7S1 setzte hier im 1. Quartal 38 Prozent mehr um. Bereinigt um Portfolio- und Währungseffekte wuchs der Umsatz um 31 Prozent.  Highlight-Produktionen sind die Formate „The Weekly“ (für FX/Hulu), „Vienna Blood“ (für ORF/ZDF) und „Bosch“ (für Amazon Prime Video). Neben Red Arrow gehört noch das Digitalstudio Studio71 zu diesem Segment.

Anzeige

In der NuCom Group hat P7S1 die E-Commerce-Aktivitäten gebündelt und auch die laufen gut. Das Segment verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatz-Anstieg um 25 Prozent. Der portfolio- und währungsbereinigte Umsatz legte um 14 Prozent zu. Erstmals in der Bilanz konsolidiert waren die US-Online-Partnervermittlung eharmony und Aroundhome, ein Online-Vermittler für Produkte und Dienstleistungen rund ums Haus.

Für das Gesamtjahr rechnet P7S1 weiter mit einem Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das zweite und dritte Quartal rechnet der Konzern aber mit einem deutlichen Ergebnisrückgang, vor allem wegen hoher Investitionen in die Streaming-Plattform Joyn. Für das Gesamtjahr wird mit einem Rückgang des adjusted EBITDA auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Für den TV-Werbemarkt gilt, was seit Jahren gilt: Es bleibt schwierig und die Entwicklung ist kaum vorherzusehen.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia