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Apple-Quartalszahlen: iPhone-Schwäche zieht Umsatz und Gewinn nach unten, aber Ausblick erfreut Wall Street

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook © Apple

Der Trend zeigt weiter nach unten: Apple musste auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres rückläufige Umsätze und Gewinne bekannt geben, die der Schwäche des iPhones geschuldet sind. Um gleich 6,5 Milliarden Dollar reduzierten sich Umsätze der iPhone-Sparte. Weil sich das Service- und Wearable-Geschäft aber etwas besser entwickeln als erwartet und der Ausblick leicht über den Erwartungen ausfiel, legt die Apple-Aktie nachbörslich weiter zu.

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Was für einen Unterschied ein Quartal macht – zumindest an der Wall Street. Als Apple Ende Januar die Geschäftszahlen für das Auftaktquartal bekannt gab, schien nach der ersten Umsatz- und Gewinnwarnung in 15 Jahren der Himmel einzustürzen.

Weil die neuen iPhones weniger nachgefragt waren, erlitt Apple einen historischen Börsenabsturz von knapp einer halben Billion Dollar. Seit Jahresbeginn kennt die Apple-Aktie indes nur noch eine Richtung – steil nach oben.   In den ersten vier Monaten des Jahres legten die Anteilsscheine des nach Microsoft zweitwertvollsten Konzerns der Welt um bemerkenswerte 34 Prozent zu.

Gewinn bricht um 17 Prozent ein

Dabei hat sich fundamental auch in den vergangenen drei Monaten wenig geändert: Apple bleibt auf Schrumpfkurs. Zwischen Anfang Januar und Ende März sanken die Umsätze erneut um 5 Prozent von 61,13 auf 58,01 Milliarden Dollar, lagen damit jedoch über den Konsensschätzungen der Wall Street, die lediglich mit Erlösen in Höhe von 57,37 Milliarden Dollar gerechnet hatte.

Der Nettogewinn gab unterdessen deutlich von 13,82 auf 11,56 Milliarden Dollar nach – ein Rückgang von 17 Prozent. Wegen der beschleunigten Aktienrückkäufe gab der Gewinn je Aktie indes lediglich um 10 Prozent von 2,73 auf 2,46 Dollar je Anteilsschein nach. Apple übertraf damit ebenfalls die Analystenschätzungen, die bei 2,36 Dollar je Aktie gelegen hatten.

iPhone bleibt Sorgenkind

Ausschließlich verantwortlich für die rückläufige Geschäftsentwicklung ist erneut mit Abstand Apples größte und wichtigste Konzern-Unit – die iPhone-Sparte. Apple-CEO Tim Cook musste eingestehen, dass die iPhone-Absätze in Dollar und Cent nunmehr bereits um rund 17 Prozent bzw. 6,5 Milliarden Dollar von 37,56 auf 31,05 Milliarden Dollar förmlich implodierten.

Die bereits deutlich reduzierten Erwartungen der Wall Street von iPhone-Erlösen in Höhe von 30,5 Milliarden Dollar wurden damit allerdings noch leicht überboten. Ebenfalls im Abwärtstrend befindet sich die älteste Konzernsparte – die Mac-Division –, deren Absätze um fünf Prozent von 5,77 auf nunmehr 5,5 Milliarden Dollar nachgaben.

iPad- und Wearables-Geschäft legt zu

Ein Überraschungs-Comeback gelang unterdessen der auch schon neun Jahre alten iPad-Unit. Apples Tablet-Sparte konnte seine Erlöse überraschend deutlich um 22 Prozent von 4 auf 4,87 Milliarden Dollar steigern.

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Noch dynamischer legte der neu definierte Unternehmensbereich ‘Wearables, Home and Accessories’ zu, der etwa die Apple Watch und die boomenden Drahtlos-Kopfhörer AirPods, aber auch den Smart Speaker HomePod und andere Accessoires wie etwa Apple TV oder den iPod umfasst. Die Erlöse zogen um 30 Prozent von 3,94 auf nunmehr 5,13 Milliarden Dollar an.

Aktie legt nach Service-Wachstum und besserem Ausblick zu

Ebenfalls weiter zweistellig auf Wachstumskurs befindet sich der hoch gewettete Servicebereich, der zum großen Hoffnungsträger des Kultkonzerns aus Cupertino geworden ist. Die Erlöse der Servicesparte legten um 16 Prozent von 9,85 auf nunmehr 11,45 Milliarden Dollar zu und übertrafen damit die Wall Street-Schätzungen, die bei 11,2 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Auch mit dem Ausblick auf das laufende Quartal konnte CEO Tim Cook die Wall Street versöhnlich stimmen. Die in Aussicht gestellte Umsatzspanne von 52,5 bis 54,5 Milliarden Dollar übertraf den Wall Street-Konsens von 52,1 Milliarden Dollar.

Zudem kündigte Cook eine Anhebung der Dividende um 5 Prozent und neue Aktienrückkäufe über weitere 75 Milliarden Dollar an. Die Folge: Die heiß gelaufene Apple-Aktie konnte auch nach Handelsschluss weitere Kurszuwächse verbuchen und legte nach einem Plus von 5 Prozent von 200 auf 210 Dollar zu.

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