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Instagram-Influencerin Cathy Hummels: Landgericht München weist Schleichwerbungsklage ab

Cathy Hummels vor Gericht
Cathy Hummels vor Gericht © Picture Alliance

Cathy Hummels hat einen Schleichwerbungsprozess vor dem Landgericht München siegreich überstanden. Die zuständige Kammer wies die Zivilklage des für Abmahnungen bekannten Verbands Sozialer Wettbewerb (VSW) am Montag ab. Informierte Leser wüssten, dass Hummels mit ihrem Instagram-Profil kommerzielle Interessen verfolge, so die Vorsitzende Richterin. Daher handele es sich nicht um unlautere Werbung.

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Hummels hat auf Instagram mittlerweile 485.000 Follower. Allein aus dieser hohen Zahl geht nach Einschätzung der Kammer hervor, dass die Ehefrau von Fußballprofi Mats Hummels auf ihrer Seite keine rein privaten Interessen verfolgt. Eine solche Zahl von Freunden “schafft kein Mensch”, sagte die Richterin Monika Rhein.

Das Urteil bedeutet keine Klärung der Rechtslage, ob sogenannte Influencer überhaupt noch Dinge anpreisen dürfen, ohne das als Reklame zu kennzeichnen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, außerdem hat der in Berlin ansässige Verein mehrere Influencerinnen abgemahnt. Eine parallele Klage gegen die Fitness-Bloggerin Pamela Reif vor dem Landgericht Karlsruhe hat der Verband gewonnen. Eine obergerichtliche Entscheidung gibt es noch nicht (MEEDIA berichtete).

Im Münchner Fall warf der Verband Cathy Hummels unlautere Werbung in mehreren Fällen vor, weil sie auf ihrer Instagram-Seite (@catherineyyy) Internet-Links zu Herstellern gesetzt hatte, ohne das als Reklame zu kennzeichnen. Hummels wehrte sich dagegen mit dem Argument, dass sie für die abgemahnten Beiträge kein Geld erhalten hatte. Echte Werbung hingegen kennzeichnet die ehemalige Moderatorin mit dem Hinweis “Bezahlte Partnerschaft”.

“Influencer müssen auch privat sein dürfen”

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat im Zuge des Urteils darauf hingewiesen, dass praxisgerechte und lebensnahe Entscheidungen der Gerichte im Vordergrund stehen sollten. “Die Gerichtsurteile der vergangenen Monate haben gezeigt, dass in Deutschland klare rechtliche Leitlinien für Influencer-Marketing fehlen”, heißt es in einer Mitteilung. “Ob und vor allem wie ich meine Beiträge in sozialen Medien dann auch als Werbung kennzeichnen muss oder nicht, darf nicht davon abhängen, ob ich in Berlin oder in Düsseldorf wohne“, sagt Anke Herbener, Lableiterin Influencer Marketing im BVDW.

Voraussetzung für die grundsätzliche Kennzeichnungspflicht im Influencer Marketing muss laut den Experten des Verbands eine eindeutige geschäftliche Handlung des Influencers sein. “Wenn also ein Influencer Geld oder eine Gegenleistung für eine vereinbarte Leistung wie Posten oder Taggen erhält, dann besteht die Pflicht, den Beitrag als werblich zu kennzeichnen”, sagt Herbener. “Influencer müssen aber eben auch privat sein dürfen.”

Auch die Betroffene selbst hat sich mittlerweile in einem Video-Statement bei Instagram zum Urteil geäußert. “Ein Gesetz was Werbung angeht gibt es schon, aber es muss eben “neu” interpretiert werden, die digitale Welt mit einbezogen werden”, fordert sie darin. Ihr Ziel sei es, dass Influencer, Blogger und andere Vertreter digitalen Medien das gleiche Recht haben wie Print- und Fernsehmedien.

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tb/dpa

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Alle Kommentare

  1. In the London Marathon, instead of plastic water bottles, participants were given water balloons coated with a thin layer of edible algae. This will reduce the amount of plastic debris. There are other fillings, such as orange juice.

  2. Ich frage mich auch wer das Bitteschön sein soll? Ein Spielerfrau (Fußball)? Wie gut das mich auch Fußball kaum interessiert?

    Was mich jedoch interessiert, wäre ein Blog, wie dieser hier, der internationaler ausgerichtet ist? Der hier ist auch nicht schlecht….

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