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Auf allen Kanälen lockt der Seitensprung: “Temptation Island”, RTLs Multimedia-Experiment fürs Instagram-Zeitalter

“Temptation Island” startet am Mittwoch auf RTL
"Temptation Island" startet am Mittwoch auf RTL © Foto: RTL

Mit Kuppelshows kennt sich RTL ja aus – nun will der Sender Paare auseinander bringen. "Temptation Island" startet am heutigen Mittwoch auf dem gelernten Reality-Sendeplatz des Bachelors. Für RTL eine Chance, ein neues Format im Programm zu etablieren. Aber vor allem: sich multimedial auszuprobieren. Denn die Zeit dafür könnte kaum besser sein.

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Die große Werbekampagne hat RTL schon hinter sich. Im Umfeld des Bachelors und des Dschungelcamps kündigte der Sender den Newcomer an. “Temptation Island” heißt die neue Hoffnung im Reality-Bereich, die ein zweites Standbein zu alteingesessen Formaten wie dem Bachelor werden könnte. Die Werbewucht zeigt, wie groß die Erwartungen von RTL an den Neuling sind.

Worum gehts? Vier Pärchen verbringen getrennt voneinander zwei Wochen mit je elf Singles des anderen Geschlechts auf einer tropischen Insel. Die Singles haben keine andere Aufgabe, als die Vergebenen zu “verführen”. Eine Kuppelshow der anderen Gattung, geht es doch in erster Linie darum zu erfahren, wie ernst es die Paare mit der Treue nehmen. Was der eigene Partner mit den Singles so treibt, bekommt der andere natürlich großflächig per Videostream serviert.

Insel-Kuppelshows en vogue

Singles und Flirts auf einer Insel – das hat schon mehrfach geklappt. RTL hat sich mit “Adam sucht Eva” oder „Bachelor in Paradise“ bereits an ähnlichen Formaten versucht. Bei der Schwester RTL II entwickelte sich eine solche Show sogar zum echten Volltreffer: “Love Island” erreichte bei dem Spartensender mehr als neun Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe. Viel wichtiger aber: die crossmediale Verbreitung. 22 Millionen Videoviews erreichte die Show beim hauseigenen Streaming-Dienst TV Now und der eigens für sie erstellten “Love Island”-App. Es gab einen Whatsapp-Newsletter, Instagram-Accounts, Musik-Playlisten und einen Podcast. In diesen Sommer schickt RTL II das Konzept noch einmal ins Programm – dann sogar eine Woche länger als zuletzt.

Erfolge, an die der Sender nun anschließen will – mit “Temptation Island” zunächst aber ein altbekanntes Format aufwärmt. Schon 2001 war “Versuchung im Paradies” bei RTL zu sehen, damals moderiert von Oliver Geissen. Das gleichnamige Format lief zuerst in den USA (seit 2001). Seither herrsche Stille.

Instagram als Treiber
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Die Zeit ist nun aber eine deutlich andere, man sollte meinen: eine bessere. Mit Instagram hat sich eine neue Institution etabliert, deren Hauptakteure zumindest keine gänzlich Unbekannten bei der Sendungs-Zielgruppe sind. Ausnahmslos alle Teilnehmer von “Temptation Island” sind ambitionierte Instagram-Profis. Sie haben teils mehrere 100.000 Follower. Der offizielle Insta-Account zur Show steht schon bereit.

Für Reality-Formate ist Instagram ein Segen. Sie brauchen sich nicht mehr fürchten um geeignete Kandidaten – die gibt es dank Instagram zuhauf. Und weil die Zuschauer selbst auf der Plattform aktiv sind, liefert ihnen das Netzwerk gleich einen Grund, die Shows einzuschalten. Der nächste Star der Community steht dort schließlich schon vor der Kamera.

RTL erreicht damit eine Zielgruppe, die sich für genau solche schnulzigen Romanzen und die Personality-Geschichten der Sendung interessieren. Das lässt sich gut vermarkten: nicht nur durch Online-Angebote, sondern auch mit Produktplatzierungen innerhalb der Show – am Beispiel von “Love Island” bestand die etwa aus der Kooperation mit dem Online-Shop “deinzigartig”.

Und am liebsten würde RTL diese Zielgruppe gleich zu TV Now Premium verführen. Dort ist die gesamte Staffel bereits seit Samstag online, bei RTL hingegen ab Folge 2 nur noch am späten Sonntagabend: Die Priorität ist klar zu erkennen. Folge Nummer 1 wird im Programm aber wenigstens am heutigen Mittwoch um 20:15 Uhr gezeigt. Dann wird zeigen, ob RTL mit “Temptation Island” auf das richtige Konzept gesetzt hat.

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Alle Kommentare

  1. so what?

    Bei Zeit Online – selbst selbsternanntes Qualitätsmedium der Möchtegern-Bildungsbürger – liest man aktuell wieder was von BDSM und unterwürfigem Nacktputzen als Erlebnis.

    Da sind die Kuppelshows doch harmloser Babykram.

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