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Nächster Abgang bei RTL: Unterhaltungschef Sänger geht, Mediengruppe stellt sich neu auf

RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger
RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger © deutscher-fernsehpreis.de/ Montage: MEEDIA

Tom Sänger verlässt nach 16 Jahren als Unterhaltungschef die Mediengruppe RTL auf eigenen Wunsch. Dies gab das Unternehmen am Montag bekannt. Seinen Posten sollen sich künftig die Vox-Manager Kai Sturm und Markus Küttner aufteilen. Sein Abgang schließt nahtlos an eine ganze Reihe hochkarätiger Austritte in der jüngeren Vergangenheit an.

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Nachdem Bernd Reichart, neuer Geschäftsführer der Mediengruppe RTL Deutschland, zuletzt die Führung von RTL und Vox neu geordnet hatte (MEEDIA berichtete), kommt es nun zu weiteren Veränderungen: RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger wird auf eigenen Wunsch den Sender verlassen. Der 49-Jährige übernahm 2002 als Bereichsleiter Unterhaltung, Show und Daytime die Verantwortung für zahlreiche Unterhaltungsshows und Real-Life-Formate. Er führte zahlreiche Genres in den deutschen TV Markt ein und baute ein breites Portfolio erfolgreicher TV Marken auf. Zu den Formaten zählen “Deutschland sucht den Superstar”, “Das Supertalent”, “Wer wird Millionär?”, “Let’s Dance” und “Bauer sucht Frau”. Die Shows zählen bis heute zu den reichweitenstärksten Sendungen von RTL.

Sänger sagt zu seinem Abgang: „Ich hatte die Chance, sehr viele unterschiedliche Marktverhältnisse und Veränderungsprozesse mitzuerleben und mitgestalten zu können, nun möchte ich mich in diesen Zeiten des Umbruchs auch selbst noch einmal verändern.” Nach mehr als “18 intensiven und erfüllenden Jahren” sei es für ihn nun an der Zeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Nach einer kurzen Pause und einem “kreativen Durchatmen” möchte er der Branche treu bleiben. Wohin er wechselt, ist noch unklar.

Vox-Chefredakteur wechselt zu RTL

Als Nachfolger holt der neue RTL-Chef Jörg Graf (Nachfolger von Frank Hoffmann) den Vox-Chefredakteur Kai Sturm ins RTL-Team, der ab 15. Februar zusammen mit Markus Küttner die Leitung der Unterhaltungssparte übernimmt und damit alle nicht-fiktionalen Programme des Senders verantwortet. Küttner arbeitete bislang als RTL-Bereichsleiter Real Life & Comedy und war dort für Formate wie „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ oder „Ninja Warrior“ verantwortlich. Außerdem verantwortet Küttner künftig den Bereich Daytime, wo er Unterstützung von Mark Land erhält. Dieser erhält wiederum als Head of Producers weitere Programmverantwortung für die Prime-Time.

Neben diesen Veränderungen gibt es weitere Personalauswirkungen: RTL-Programmplaner Jan Peter Lacher wird Bereichsleiter Programmstrategie & Planung und seinen Posten als Chef von RTLplus aufgeben. Der kleine Sender wird künftig von Oliver Schablitzki geleitet, der auch bei Nitro weiter Chef ist. In seiner neuen, erweiterten Funktion verantwortet Lacher zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Entwicklung der langfristigen Programmstrategie in enger Zusammenarbeit mit dem RTL-Geschäftsführer.

“Nachwuchs” erhält bei Vox eine Chance

Bei Vox sollen dagegen zwei Eigengewächse der Kölner Mediengruppe die entstandene Lücke füllen: Kirsten Petersen und Marcel Amruschkewitz verantworten künftig die Unterhaltung des Senders. Petersen ist bislang Ressortleiterin Programmentwicklung bei RTL, Amruschkewitz ist Leiter der Creative Unit der Mediengruppe RTL Deutschland. Ebenso wie Programmdirektorin Ladya van Eeden berichten sie zukünftig an Vox-Geschäftsführer Sascha Schwingel.

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Während Petersen schwerpunktmäßig die Bereiche Show und Reality übernimmt und gemeinsam mit Amruschkewitz alle non-fiktionalen Programme des Senders verantwortet, soll dieser als künftiger Chefredakteur und Bereichsleiter Unterhaltung die strategische Weiterentwicklung des Non-Fiction-Programms und die Entwicklung neuer Formate vorantreiben. In seinen Verantwortungsbereich fallen dabei auch die Genres Factual Entertainment und Doku.

Hochkarätige Abgänge in jüngster Vergangenheit

Erhofftes Ziel der zahlreichen Wechsel ist laut RTL Mediengruppe “eine engere Vernetzung und gegenseitige Inspiration durch interne Wechsel”. Stephan Schäfer, seit 1. Februar Geschäftsführer für Inhalte & Marken der Mediengruppe RTL Deutschland, sagt zur Neuaufstellung: “Offenheit und der Wille zum Gewinnen sind die besten Treiber erfolgreicher Veränderungen.“

Sängers Abgang schließt nahtlos an eine ganze Reihe hochkarätiger Austritte in der jüngeren Vergangenheit an. Der bisherige RTL-Chef Frank Hoffmann hatte erst Ende Januar bekanntgegeben, dass er das Unternehmen nach 28 Jahren verlassen wird. Im November (MEEDIA berichtete) hatte bereits Anke Schäferkordt in ihrer Rolle als CEO für die Mediengruppe RTL Deutschland dem Unternehmen nach über 27 Jahren den Rücken gekehrt.

tb

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