1. Droht „Neues Deutschland“ erneut das Aus?

    Die Linkspartei und Geschäftsführer Matthias Schindler als Gesellschafter wollen die Neues Deutschland Druckerei und Verlags GmbH laut NDR und Verdi zum Jahresende auflösen. Im Gegenzug schlage Schindler den Mitarbeitern vor, eine Genossenschaft nach Vorbild der „taz“ zu gründen und so das ehemalige SED-Parteiorgan vor dem Aus zu retten.

  2. Deutsche Welle: „Verdi hat Konflikte angeheizt und skandalisiert“

    Immer wieder gerät die Deutsche Welle wegen Vorwürfen von strukturellem Machtmissbrauch und/oder Missbrauchsvorwürfen in die Schlagzeilen. Zuletzt erschien ein großer Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“. Laut eigener Aussage bemüht sich der Sender um Aufklärung und spricht von Einzelfällen, denen nachgegangen werde. Auch die bei der DW präsenten Gewerkschaften spielen eine Rolle. MEEDIA hat mit DW-Intendant Peter Limbourg über die Vorfälle und die Berichterstattung darüber gesprochen.

  3. DW-Intendant nennt Warnstreiks „instinktlos“

    Am gestrigen Donnerstag haben laut Angaben der Gewerkschaften rund 500 Mitarbeiter der Deutschen Welle ihre Arbreit kurzzeitig niedergelegt. Mit dem Arbeitskampf, zu dem neben dem DJV auch die Gewerkschaften Verdi und VRFF aufrufen, soll ein Tarifabschluss im Umfang des Eckpunktepapiers vom Februar 2020 erreicht werden. Die Deutsche Welle kritisiert das Vorgehen scharf.

  4. DJV, Verdi und VRFF streiten mit der Deutschen Welle

    Im Rahmen einer „aktiven Mittagspause“ haben am gestrigen Donnerstag laut eigenen Angaben rund 60 Mitarbeiter der Deutschen Welle am Bonner Standort gegen gescheiterte Tarifverhandlungen demonstriert. Der Sender widerspricht der Darstellung der Gewerkschaften.

  5. Warnstreik beim WDR: Das „Morgenmagazin“ sendete eine Stunde lang vom Band

    Wegen eines Warnstreiks beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) kam es am Dienstagmorgen zu einer ungewollten Premiere. Das ARD-Morgenmagazin sendete zwischen 7 und 8 Uhr nicht wie gewohnt live, sondern eine Wiederholung der vorherigen Stunde. Lediglich ein Hinweis am unteren Bildrand machte die Zuschauer auf die Aufzeichnung aufmerksam.

  6. Protest-Seite wirsindradio.hamburg: Sender klagt wegen Markenrechten gegen Gewerkschaften – und verliert

    Der Streit um Arbeitsbedingungen bei Radio Hamburg ist um einen Schauplatz reicher: Die Mitarbeiter hatten gemeinsam mit Verdi und dem Deutschen Journalistenverband eine Webseite mit Forderungen online gestellt. Dem Sender hat „wirsindradio.hamburg“ aber so gar nicht gefallen – und wegen Markenrechtsverletzung geklagt. Das Gericht lehnte die Klage nach einer harten Auseinandersetzung ab.

  7. Fünf Jahre Streiks bei Amazon: Gewerkschaft erneuert Kampfansage

    Fünf Jahre Arbeitskampf bei Amazon – und die Bilanz ist so verschieden wie die Interessen: Verdi glaubt, viele Verbesserungen an den deutschen Standorten befördert zu haben. Der Versandhandelsriese versichert, auch ohne Tarifvertrag ein guter Arbeitgeber zu sein.

  8. Nach Abbruch der Tarifverhandlungen: Journalisten in Nordrhein-Westfalen streiken die komplette Woche durch

    Die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag für Zeitungsredakteure scheinen nach fünf Treffen am runden Tisch festgefahren. Der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) lehnt die Forderung der Gewerkschaftsvertreter ab. Diese wollen 4,5 Prozent mehr Gehalt. Als Reaktion organisieren der Deutsche Journalistenverband (DJV) und Ver.di nun neue Proteste. In Nordrhein-Westfalen wird bis Ende der Woche gestreikt.

  9. "Beschäftigte am Black Friday in Mittelpunkt stellen": Verdi bestreikt Amazon an Rabatt-Tag

    Die Gewerkschaft Verdi hat am Freitag die Mitarbeiter mehrerer Amazon-Standorte in Deutschland zum Streik aufgerufen. Der Ausstand fällt auf den Rabatt-Tag „Black-Friday“, an dem Einzelhändler bundesweit mit günstigen Angeboten locken. Verdi fordert den Online-Händler Amazon zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag auf. Der US-Konzern, der bundesweit mehr als 12 000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, verweigert seit Jahren Gespräche.

  10. DJV kritisiert „Affront gegen Freie“: BDZV kündigt nach Gesetzesnovelle Vergütungsregeln für Honorarkräfte

    Zeitungsverleger und Gewerkschaften streiten sich erneut über Vergütungsregeln für freie Journalisten. Der BDZV hat kurzfristig eine seit Jahren bestehende Vereinbarung aufgekündigt. Hintergrund ist das Inkrafttreten eines Klagerechts, das Journalistenverbänden erlaubt, in großem Stil gegen individuelle Abmachungen vorzugehen. Den Verlagen könnte das teuer zu stehen kommen.