1. Wegen ihrer Kritik an seinem Schmähgedicht: Jan Böhmermann droht Angela Merkel mit Klage

    Anderthalb Jahre nach dem „Schmähgedicht“ von Jan Böhmermann sind die Wogen noch immer nicht geglättet. Der Anwalt des ZDF-Moderators, Christian Schertz, hat in einem Schreiben an das Kanzleramt nun damit gedroht, Angela Merkel wegen ihrer Kritik an dem Gedicht zu verklagen. Es sei denn, sie revidiere ihre Einschätzung, dass das Werk gesetzwidrig sei, binnen einer Woche. Der Brief liegt dem Tagesspiegel exklusiv vor.

  2. Ein Interview und seine Folgen: Wie der Focus ins Visier von Erdogan und der türkischen Staatspresse geriet

    Seit dem vergangenen Samstag liegt der Focus mit der Titelgeschichte “Die Heilkraft der Natur” an den deutschen Kiosken. Weitaus brisanter als die Titelstory ist ein Interview mit dem türkischen Oppositionsführer Kemal Kilicdarouglu im Heft. Unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit arbeitet sich die staatsnahe türkische Presse seit Tagen an Burdas Nachrichtenmagazin wegen des Interviews ab. Auch Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan schaltete sich ein.

  3. Ex-Bild-Chef macht Türkei-Urlaub: Regierungsnahe Medien stellen Kai Diekmann an den Pranger

    Kai Diekmann macht Urlaub und selbst das sorgt für Erregung: Der ehemalige Bild-Herausgeber befindet sich auf Südeuropa-Reise und legte dabei ein paar Tage Aufenthalt in der Türkei ein. Die dortigen Medien zeigen sich wenig gastfreundlich und reagieren aggressiv. Und auch aus deutscher Perspektive hat Diekmanns Ferienplanung ein Geschmäckle.

  4. Bild und Boris Becker – Schlammschlacht nach dem Aus der Boulevard-Traum-Ehe

    Der G20-Gipfel und die ihn umwabernden Proteste und Randale halten die Republik und vor allem Hamburg in Atem. Die Bild findet kein gutes Haar mehr an ihrem früheren Darling Boris Becker. Und die Zeit vergaloppiert sich ein wenig beim Loben ihres absolut gelungenen Erdogan-Interviews. Der MEEDIA-Wochenrückblick

  5. Nach Anwalts-Eklat: Erdogan schickt NSU-Opfervertreter Mustafa Kaplan in die Böhmermann-Berufung

    Recep Tayyip Erdogan hat im Verfahren gegen Jan Böhmermann einen neuen Anwalt gefunden. Nachdem sein bisheriger Prozessvertreter Michael Hubertus von Sprenger sein Mandat niedergelegt hat, schickt der türkische Staatspräsident nach MEEDIA-Infos den Kölner Juristen Mustafa Kaplan in die Berufung. Der Strafverteidiger soll im Zivilprozess vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht ein Verbot des „Schmähgedichts“ durchsetzen.

  6. Via taz-Titel und Welt-Brief: Deniz Yücel fordert fairen Prozess und kritisiert Erdogan

    Der in der Türkei inhaftierte Welt-Korrespondent Deniz Yücel hat „Vorverurteilungen“ durch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kritisiert und einen fairen Prozess gefordert. Gleichzeitig meldete er sich auch mit Botschaft via Taz-Titelseite zu Wort.

  7. Wegen Nazi-Vergleichen des türkischen Präsidenten: Deutscher Erdogan-Anwalt von Sprenger legt Mandat nieder

    Er war angetreten, um im Interesse des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan das Schmähgedicht von Jan Böhmermann verbieten zu lassen. Jetzt hat der Anwalt Michael Hubertus von Sprenger genug. Wie der Münchner Jurist gegenüber MEEDIA bestätigt, hat er sein umstrittenes Mandat niedergelegt. Als Grund nennt er die in den vergangenen Wochen wiederholt gezogenen Nazi-Vergleiche Erdogans.

  8. „Am Sonntag hat sich die Türkei von Europa verabschiedet“: Pressestimmen zur Erdogan-Abstimmung

    Titelseiten und Leitartikel der Zeitungen beschäftigen sich mit der Abstimmung in der Türkei. „Demokratie genießen, aber einen Despoten wählen“, lautet die Schlagzeile der Bild. Kommentatoren machen sich Gedanken, was es über die Deutschland lebenden Türken aussagt, dass sie mehrheitlich für das Präsidialsystem votierten. Andere betrachten die Situation in der Türkei oder thematisieren die Konsequenzen für den EU-Beitritts-Prozess.

  9. Nach sieben Wochen Haft in Türkei: Deutsche Botschaft erhält Zugang zu Welt-Journalist Deniz Yücel

    Rund sieben Wochen nach der umstrittenen Festnahme des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel in Istanbul bekommt die deutsche Botschaft erstmals Zugang zu dem Inhaftierten. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sei am Montagmorgen offiziell per Verbalnote bestätigt worden, „dass wir morgen endlich Zugang zu Deniz Yücel erhalten werden“, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin mit.

  10. Welt-Korrespondent in Polizeigewahrsam: Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel befindet sich in den Händen des türksichen Staates

    Anwälte von Deniz Yücel ziehen wegen U-Haft vor türkisches Verfassungsgericht

    Seit rund einem Monat sitzt der Welt-Korrespondent Deniz Yücel in Untersuchungshaft. Trotz Protesten aus Deutschland wurde bisher eine Freilassung abgelehnt. Nun ziehen die Anwälte vor das Verfassungsgericht. Sie hätten dort Widerspruch gegen den Haftbefehl eingelegt, teilte die Zeitung Die Welt am Mittwoch mit.