1. Umstrittenes Urteil in Italien: Oberstes Gericht beschließt Verfallsdatum für journalistische Artikel

    In Italien haben journalistische Artikel nun ein Verfallsdatum. Das urteilte das oberste italienische Gericht mit verheerenden Konsequenzen für Medien. Die Entscheidung der Richter wird von Kritikern als harter Eingriff in die Medien- und Pressefreiheit gesehen. Vor allem in den Archiven von Online-Nachrichtenseiten droht nun Zensur.

  2. Für Bunte könnte es teuer werden: Wegen falscher Schumacher-Berichterstattung droht 100.000 Euro Schadenersatz

    Im Dezember vergangenes Jahr titelte die Bunte: „Exklusiv: Michael Schumacher – Er kann wieder gehen…“ Schumachers Management dementierte die Meldung sofort: Schumacher könne nicht laufen. Jetzt fordern Anwälte des Ex-Formel-1-Stars 100.000 Euro Schadenersatz. Burda verweist auf einen Informanten und darauf, dass die Behauptung im Artikel relativiert werde. Am Landgericht Hamburg begann heute der erste Prozesstag.

  3. 395.000 Euro Schmerzensgeld sind Bild zu viel: Springer will Fall Kachelmann vor den BGH bringen

    Der Streit um die Schmerzensgeldforderung von Jörg Kachelmann an Springers Boulevardmedien landet vor dem Bundesgerichtshof: Wie der Konzern gegenüber dem Evangelischen Presse Dienst bestätigt hat, haben die Anwälte von Bild und Bild.de Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Das Oberlandesgericht Köln urteilte aufgrund zahlreicher Persönlichkeitsrechtsverletzungen zuletzt ein Schmerzensgeld in Höhe von 395.000 Euro aus.

  4. Justitia auf nur einem Auge blind? Wieso Der Spiegel den Namen einer Straftäterin nennen darf – Bild aber nicht

    Das Landgericht München I schickt eine Frau viereinhalb Jahre ins Gefängnis, weil sie auf dem Oktoberfest einen Mann mit Messerstichen schwer verletzte. Während ihres Prozesses wurde die Angeklagte selbst zur Klägerin – gegen die Bild-Medien. Springers Boulevardmarke durfte fortan nicht mehr identifizierend über die Straftäterin berichten. Spiegel, Spiegel Online oder Süddeutsche allerdings schon.

  5. Kohl-Protokolle: Altkanzler fordert fünf Millionen Euro Schadenersatz

    Altkanzler Helmut Kohl verlangt nach Angaben von Spiegel Online für die inzwischen verbotene Veröffentlichung von brisanten Äußerungen über andere Politiker Schadenersatz in Millionenhöhe. Seine Anwälte forderten von den Autoren des Buchs „Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle“, Heribert Schwan und Tilman Jens, sowie der Verlagsgruppe Random House mindestens fünf Millionen Euro nebst Zinsen.

  6. „Das sind Stasi-Methoden“: Anwalt Höcker kritisiert Bild und Focus Online für Weselsky-Berichte

    Der Viertage-Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist für die Medien das Thema des Tages. Im Mittelpunkt der Berichterstattung: GDL-Chef Claus Weselsky. Am Mittwoch nahmen sich Bild und Focus Online den Gewerkschafter vor – allerdings mit journalistisch eher fragwürdigen Mitteln. Im Netz wird ihnen nun „Menschenjagd“ vorgeworfen. Im Gespräch mit MEEDIA erklärt Medienanwalt Ralf Höcker, wo Persönlichkeitsrechte verletzt worden sind.

  7. Verschlusssache Eichmann: Springer zieht vor Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

    Nachdem Bild-Chefreporter Hans-Wilhelm Saure bereits vor dem Bundesverwaltungsgericht scheiterte (BVG), wiesen ihn nun auch höchste Verfassungsrichter ab. In Karlsruhe wollte er die vollständige Einsicht in die BND-Akten des Nazi-Massenmörders Adolf Eichmann durchsetzen. Der BND darf die Dokumente weiterhin unter Verschluss halten. MEEDIA antwortet auf die wichtigsten Fragen.