1. „Er ist nicht mehr unter uns“: Funke muss Michael Schumacher 100.000 Euro zahlen

    Funkes Klatschblatt die aktuelle fand in einem französischen Magazin ein für den Boulevard ganz vielversprechendes Zitat eines angeblichen Freundes von Michael Schumacher und druckte die Aussage des „Insiders“ anschließend auf die eigene Titelseite: „Er ist nicht mehr unter uns“, lautete die Überschrift, die sich nun als ziemlich kostspielig entpuppt: Vor dem Landgericht Hamburg setzte Schumachers Anwalt eine Geldentschädigung in Höhe von 100.000 Euro durch.

  2. Kritischer Bericht über Flüchtlingsunterkunft: SterniPark setzt Gegendarstellung im Spiegel durch

    Anfang des Jahres befasste sich der Spiegel mit einem Flüchtlingsheim für Minderjährige in Norddeutschland. Der Bericht zitierte unter anderem besorgte Vormunde, die wiederum hygienische Mängel sowie das Personal und seine Umgangsformen kritisierten. Der Betreiber der Einrichtung, die bekannte SterniPark GmbH, wehrte sich. Er erstritt Unterlassungen und eine Gegendarstellung, die das Magazin in dieser Woche drucken musste.

  3. Falsches "Weihnachtswunder" bei Michael Schumacher: Warum Burdas Bunte mit 50.000 Euro Strafe zu billig davonkommt

    Bunte muss Michael Schumacher 50.000 Euro zahlen, weil das People-Magazin die Falschinformation verbreitet hat, der Ex-Rennfahrer könne wieder laufen. Ein hartes Urteil des Hamburger Landgerichts, könnte man denken. Nicht hart genug, meint MEEDIA-Redakteur Marvin Schade. Ihm geht es weniger um die Schwere der Persönlichkeitsrechtsverletzung als ums journalistische und ethische Versagen der Blattmacher.

  4. Urteil im "Weihnachtswunder"-Prozess: Bunte muss Michael Schumacher 50.000 Euro zahlen

    Das Landgericht Hamburg hat ein Urteil im „Weihnachtswunder“-Prozess von Michael Schumacher gegen die Bunte gefällt: Das People-Magazin aus dem Hause Burda muss dem Ex-Formel-1-Fahrer eine Geldentschädigung von 50.000 Euro zahlen. In der Weihnachtsausgabe aus dem Jahr 2015 hatte Bunte-Vize Tanja May „exklusiv“ berichtet: „Er kann wieder gehen…“

  5. Digitalisierung: Richter fordern mehr Befugnisse für Strafverfolgung im Internet

    Der Deutsche Richterbund fürchtet, bei der Strafverfolgung im Internet den Anschluss zu verlieren. Es fehle nicht nur an Spezialisten für Cyberkriminalität, sondern auch an rechtlichem Rüstzeug, sagt der Verbandsvorsitzende Jens Gnisa. Vor allem bei der Überwachung der verschlüsselten Kommunikation von Straftätern über Messengerdienste hapere es derzeit an den technischen und rechtlichen Voraussetzungen.

  6. Trennungs-Titel bei „Das Neue Blatt“: Beckenbauers setzen sich gegen Bauer-Verlag durch

    Franz Beckenbauer und seine Frau Heidi haben sich vor dem Landgericht Hamburg gegen Bauers Das Neue Blatt durchgesetzt – ohne, dass es zum Urteil kam. Der Verlag zog einen Antrag auf Aufhebung einer einstweiligen Verfügung nach Hinweis der Kammer zurück. Das Yellow hatte vergangenes Jahr über eine „bittere Trennung“ berichtet und das Ehepaar auf der Titelseite gezeigt – gemeint war aber nur der Verkauf des gemeinsamen Anwesens.

  7. Helios Kliniken gegen RTL: Günter Wallraffs Überraschungs-Auftritt vor der Hamburger Pressekammer

    RTL muss vor dem Landgericht Hamburg erneut Recherchen des „Team Wallraff“ verteidigen. Der Klinik-Konzern Helios will mehrere Sequenzen einer Episode unter Feststellung unlauterer Methoden untersagen lassen. Für RTL und Günter Wallraff, der persönlich erschienen war, geht es um nicht weniger als die Verteidigung der Pressefreiheit – im Detail geht es im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst.

  8. Schumacher gegen Burda: Bunte-Vize Tanja May sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus

    Im Schatten der Urteilsverkündung im Fall Erdogan gegen Böhmermann fand am Freitag am Landgericht Hamburg auch die Fortsetzung eines weiteren aufsehenerregenden Prozesses statt: In einer Zeugenaussage musste Tanja May, stellvertretende Chefredakteurin der Bunte, ihre Recherchen über Michael Schumacher verteidigen. Über ihn hatte das Burda-Blatt 2015 berichtet, dass er wieder laufen könne. Die Öffentlichkeit wurde von der Vernehmung ausgeschlossen.

  9. Zwei Schlappen an einem Tag: Charlene von Monaco setzt sich vor Gericht gegen Funke-Yellow durch

    Das Fürstentum Monaco ist ein herrlicher Ort – vor allem für die Klatschpresse. Adelsgeschichten laufen immer, ob sie stimmen oder nicht. Ab und zu setzen sich die Protagonisten zur Wehr. Wie an diesem Freitag vor dem Landgericht in Hamburg. Dort klagte Charlene von Monaco gegen die Berichterstattung des Yellow-Heftchens Neue Welt der Funke Mediengruppe – und gewann gleich zwei Mal.

  10. Schlagabtausch im Böhmermann-Prozess: „Erdogan wurde als verlauster Türke dargestellt“

    Nachdem das Landgericht Hamburg im Mai das Schmähgedicht des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann per einstweiliger Verfügung zum Großteil verboten hatte, kam es am Mittwoch zur Hauptverhandlung, in der die Anwälte beider Parteien ihre Standpunkte vorgetragen haben. Der türkische Staatspräsident will das Gedicht in Gänze verbieten lassen. Eine Entscheidung wird es aber erst im nächsten Jahr geben.