1. Meinungsfreiheit im Social Web: Berliner Gericht verbietet Facebook erstmals, einen Nutzerkommentar zu löschen

    Erstmals ist es in Deutschland gelungen, ein gerichtliches Verbot gegen die Löschungen und Sperrungen von Inhalten durch Facebook zu erwirken. Die Hamburger Kanzlei Steinhöfel hat beim Landgericht Berlin eine entsprechende einstweilige Verfügung beantragt und erhalten. Es ging um den Kommentar zu einem Text der Basler Zeitung mit dem Titel „Viktor Orban spricht von muslimischer ‚Invasion'“.

  2. Gericht kippt Klarnamenpflicht: Schlappe für Facebook vor dem LG Berlin

    Facebook muss die Voreinstellungen für seine Dienste in Deutschland verändern und darf seine Anwender nicht länger zwingen, sich mit ihrem echten Namen anzumelden. Das folgt aus einem Urteil des Landgerichtes Berlin, das am Montag veröffentlicht wurde.

  3. Gericht erlaubt Nennung des bürgerlichen Namens: So zelebriert Bild den Prozess-Erfolg gegen Atze Schröder

    Bei dieser Schlagzeile hatten am Donnerstag wohl viele Leser ein Fragezeichen im Gesicht: “Hubertus Albers verliert gegen Bild”, ätzte die Redaktion. Erst beim Blick auf das Foto wurde klar, um wen es geht: Atze Schröder. Die Bild hatte zuvor vorm Landgericht Berlin durchgesetzt, dass sie den TV-Star beim Namen nennen darf – beim echten, den der Comedian der Öffentlichkeit bislang vorenthielt.

  4. Identifizierende Berichterstattung im Fall des "Westend-Mordes": Landgericht Berlin weist Bild in die Schranken

    Familientragödien sind begehrte Mediengeschichten, nicht nur im Boulevard. So war es kein Wunder, dass der so genannte „Westend-Mord“ im Jahr 2014, bei dem ein Sohn seinen Vater erschoss, bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Die Bild-Zeitung berichtete über den Mordprozess hinaus, thematisierte weitere zivilrechtliche Auseinandersetzungen. Dabei namentlich erwähnt wurden Verwandte des Täters. Dieser und sein Bruder klagen deshalb nun auf Unterlassung.

  5. WhatsApp muss AGBs ändern: Verbraucherschützer siegen vor Gericht

    Wer hätte das gedacht: Der 19 Milliarden Dollar schwere Messenger WhatsApp hat vor dem Landgericht Berlin eine Schlappe eingesteckt. Nun muss das US-Unternehmen seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch in deutscher Sprache anbieten.