1. Witzig oder rassistisch? Satiremagazin Charlie Hebdo stellt muslimische Studentenführerin als Affen dar

    Das Satire-Magazin Charlie Hebdo ist mit seinen religionskritischen Karikaturen weltweit berühmt geworden und nahm sich auch nach dem fürchterlichen Anschlag 2015 nicht zurück. Mit ihrer aktuellen Ausgabe liefert die Redaktion wieder Gesprächsstoff für die Debatte über die Freiheiten und Grenzen von Satire: Auf Seite eins zeichnet Charlie Hebdo eine muslimische Frau als Affen.

  2. Wegen "Baby-Hitler"-Witz: Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Verantwortliche des Titanic-Magazins

    Ein Web-Witz der Titanic ruft Strafverfolgungsbehörden auf den Plan: Wie der Standard berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Satire-Magazins eingeleitet. Dabei prüft sie den Tatverdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten sowie den der Beleidigung. Auslöser war eine Satire über den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz.

  3. Löschen oder nicht löschen: Wie das Satire-Wahlplakat der PARTEI die Überforderung von Facebook zeigt

    Die Satire-Partei DIE PARTEI hat mit einem provokanten Wahlplakat für den Aufreger der Woche gesorgt. Motiv ist die Leiche des Flüchtlingskindes Aylan Kurdi. Facebook, wo die bitterböse Satire veröffentlicht worden war, stellte das Motiv zwischenzeitlich offline, wofür sich das Netzwerk mittlerweile entschuldigte. Trotzdem kommt es noch zu Löschungen. Der Vorfall macht erneut die Überforderung des Netzwerks im Umgang mit schwierigen Inhalten deutlich.

  4. Nach Anwalts-Eklat: Erdogan schickt NSU-Opfervertreter Mustafa Kaplan in die Böhmermann-Berufung

    Recep Tayyip Erdogan hat im Verfahren gegen Jan Böhmermann einen neuen Anwalt gefunden. Nachdem sein bisheriger Prozessvertreter Michael Hubertus von Sprenger sein Mandat niedergelegt hat, schickt der türkische Staatspräsident nach MEEDIA-Infos den Kölner Juristen Mustafa Kaplan in die Berufung. Der Strafverteidiger soll im Zivilprozess vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht ein Verbot des „Schmähgedichts“ durchsetzen.

  5. Handwerklich mangelhafter Willkürakt: Wie sich das Landgericht Hamburg mit seinem Böhmermann-Urteil blamiert

    Das Landgericht Hamburg verbietet es Jan Böhmermann, sein Schmähgedicht zu wiederholen. Obwohl sich die Pressekammer nach Erlass der einstweiligen Verfügung in Teilen korrigierte, hat sie am Ergebnis nichts geändert. Das Gericht stellt sich gegen die Rechtsauffassung der Staatsanwälte und die Freiheit der Kunst – das Urteil ist ein juristischer Willkürakt mit gravierenden handwerklichen Mängeln.

  6. Gericht bestätigt Schmähgedicht-Verbot: die wichtigsten Fakten zum Hamburger Urteil gegen Böhmermann

    Die Liste der juristischen Entscheidungen in der Causa Böhmermann wird länger: Heute sprach das Landgericht Hamburg sein Urteil in der Unterlassungsklage Erdogans gegen den Satiriker und bestätigte eine einstweilige Verfügung, nach der ein Großteil des Schmähgedichts verboten ist. Die Justiz hat sich mehrfach mit dem Fall befasst – doch wieso fallen Entscheidungen so unterschiedlich aus? MEEDIA fasst die wichtigsten Fragen und Antworten zusammen.

  7. Zensur-Vorwürfe: Worum es beim Streit zwischen WDR und Serdar Somuncu genau geht

    Der Streit zwischen einer WDR-Mitarbeiterin und Serdar Somuncu wegen angeblicher Beleidigung hat eine Diskussion über die Grenzen der Kunstfreiheit und Zensur ausgelöst. Nach Somuncus Darstellung hat der Sender große Teile einer Satire gestrichen. Dieser Fall ist bislang schwer nachvollziehbar. Aber der öffentlich-rechtliche Sender sieht sich nicht zum ersten Mal mit Zensur-Vorwürfen konfrontiert.

  8. Schmähgedicht: Erdogan geht gegen Einstellung der Böhmermann-Ermittlungen vor

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will die Einstellung der Ermittlungen gegen ZDF-Moderator Jan Böhmermann wegen dessen „Schmähgedichts“ nicht akzeptieren. Erdogans Anwalt habe Beschwerde eingelegt, erklärte die Staatsanwaltschaft in Mainz am Montag. Der Fall liegt nun bei der Generalstaatsanwaltschaft in Koblenz.

  9. Jan Böhmermann „gefällt das“: Titanic provoziert mit Erdogan-Penis-Cover

    Nach dem Putschversuch in der Türkei meldet sich das Satiremagazin Titanic mit einem provozierenden Titelbild zu Wort. Das aktuelle Cover der Frankfurter zeigt den türkischen Staatspräsidenten Erdogan mit einer dicken Bratwurst am Hosenstall. Dazu textet das Magazin: „Erdogan im Streß – Jetzt putscht auch noch sein Penis“. Das könnte Ärger geben.

  10. Steinmeier und Maas erklären zur Böhmermann-Entscheidung: Die Kanzlerin hatte das letzte Wort

    Die SPD-Minister Frank-Walter Steinmeier und Heiko Maas missbilligen die Entscheidung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), im Fall Jan Böhmermann auf türkischen Wunsch eine Strafverfolgung zuzulassen. Die Ermächtigung hätte nicht erteilt werden sollen, sagte Außenminister Steinmeier am Freitagnachmittag in einer kurzfristig angesetzten Stellungnahme in Berlin. Die SPD-Ressorts hätten nach sorgfältiger Abwägung gegen die Ermächtigung gestimmt.