1. „Reporterfabrik“: Cordt Schnibben verlässt den Spiegel und gründet mit David Schraven Journalistenschule

    Spiegel-Edelfeder und Digital-Vordenker Cordt Schnibben macht sich mit einem neuen Projekt selbstständig: Gemeinsam mit Correctiv-Macher David Schraven gründet der 64-Jährige mit der „Reporterfabrik“ eine Online-Journalistenschule „für jeden“. Finanzieren soll sich die Akademie aus Spenden und Stiftungsgeldern. Für das Start-up wird Schnibben den Spiegel nach rund 30 Jahren Tätigkeit verlassen.

  2. KJS-Ausbilder Papendick: „Journalismus ist kein möglichst bunter Mix aus hippen Verbreitungstechniken“

    Mit ihrem Faktenzoom sorgte die Kölner Journalistenschule (KJS) vergangene Woche für kontroverse Diskussionen über Recherchequalitäten in der politischen Berichterstattung. Die Schüler hatten Aussagen von Politikern überprüft und Frauke Petry als vermeintlich negative Spitzenreiterin entlarvt. Nicht nur die AfD-Chefin kritisierte den Faktencheck, auch Journalisten wiesen Mängel nach. Für Ulric Papendick, Leiter der KJS, ist der Faktenzoom dennoch ein gelungenes Beispiel für moderne Journalistenausbildung.

  3. AfD-Frontfrau und die Wahrheit: Studie entlarvt Frauke Petry als TV-Talkgast mit meisten Falschaussagen

    Fast jeden Tag sitzen Deutschlands Spitzenpolitiker in den Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender zusammen und liefern sich verbale Schlagabtäusche. Für Zuschauer ist es fast unmöglich alle Tatsachenbehauptungen der Talk-Gäste nachzuvollziehen. Volontäre der Kölner Journalistenschule haben dies nun nachträglich getan und den Aussagen einen Faktencheck unterzogen. Am schlechtesten bei weg kam AfD-Politikerin Frauke Petry.

  4. Ausbilder Jürgen Seitz: „Journalisten müssen die Stoffe beherrschen, über die sie berichten“

    Wie müssen Journalisten ausgebildet werden, um den Anforderungen des sich stetig wandelnden (digitalen) Arbeitsmarktes zu entsprechen? Darüber ist nach einem Interview mit Medien-Prof. Stephan Weichert eine Debatte entfacht, in der nun auch Journalistenausbilder Jürgen Seitz vom Bayerischen Rundfunk mitmischt. Er warnt davor, vor lauter Digitalisierung den Kern der Journalistenausbildung zu vergessen.

  5. Burda-Ausbilder Nikolaus von der Decken: „Edelfedern verlieren an Bedeutung“

    Werden journalistische Ausbildungsstätten den Anforderungen des sich stetig wandelnden Medienmarktes gerecht? Mitnichten, meinte HMS-Prof. Stephan Weichert vor einigen Wochen im MEEDIA-Interview. Unter Institutionen herrsche eine „Innovationsresistenz“. In einem Gastbeitrag bestätigt Burda-Ausbilder Nikolaus von der Decken: „Statt Aufbruchsstimmung spürt man oft Zaudern und Ratlosigkeit.“ Es sei notwendig, sich von der „Reporterromantik“ zu verabschieden.

  6. „Die Ausbildung hinkt den neuesten Entwicklungen der Digitalisierung häufig hinterher“

    Stephan Weichert, Leiter des Studiengangs Digital Journalism an der Hamburg Media School, vermisst einen Diskurs über die Digitalisierung der journalistischen Ausbildung. Im Interview mit MEEDIA schlägt er vor, dass Hoch- und Journalistenschulen zu digitalen Innovationsstätten werden. Denn: „Wenn wir so weiter machen wie bisher, wird irgendwann ein Nachfrageproblem auftreten.“