1. Di Lorenzo schrumpft sein Blatt – zumindest testweise: Zeit überrascht Abonnenten mit Tabloid-Ausgabe

    Beim großen Lesertreffen “Tag der Zeit” überraschte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo die Anwesenden im Oktober 2017 mit der Präsentation eines Dummys für eine geschrumpfte Tabloid-Ausgabe. Jetzt gehen die Hamburger den nächsten Schritt hin zu einer möglichen Format-Revolution. Ausgewählte Abonnenten erhielten am gestrigen Mittwoch eine erste Testausgabe mit der Bitte um Feedback. MEEDIA liegt eine solche Nullnummer vor, die vor allem mit einem schlauen Titelumschlag überrascht.

  2. Dieter Wedel, Die Zeit und der „Kameltester“: Thomas Fischer über die "Selbstgerechtigkeit" eines Leitmediums

    Als „deutscher Fall Weinstein“ ging die Affäre um die schweren Vorwürfe von Schauspielerinnen gegen Dieter Wedel im Januar durch die Medien. Zwei Monate später ist es in der Debatte um den Regisseur eher ruhig. Sender und Produktsfirmen haben interne Ermittlungen ergebnislos eingestellt, bislang sind keine neuen Anschuldigungen bekannt geworden. Zurück bleibt ein unbewiesenes Kapitel #MeToo, aber auch Kritik an der Zeit, die die Vorwürfe recherchiert und öffentlich gemacht hatte. Der frühere Bundesrichter Thomas Fischer, selbst jahrelang Kolumnist bei Zeit Online, zieht eine vorläufige Bilanz, in der er dem Leitmedium „selbstgerechte und eifernde Berichterstattung“ attestiert – mit weitreichenden Folgen für Wedel. Fischer: „Wenn die Zeit meint, dass einer schuldig ist, kommt es aufs Vernichten nicht mehr an.“

  3. Die verfluchte Parität: Sandra Maischberger hat mit Frauke Petry den Talkgast der Stunde und verschenkt die Gelegenheit

    Kurz sah es so aus, als hätte die Redaktion von „Maischberger“ einen Coup gelandet. Neben der potenziellen Jamaika-Koalition bestimmt der Einzug der AfD in den Bundestag und der Austritt deren ehemaliger Galionsfigur Frauke Petry die politische Debatte. Und Petry war bei „Maischberger“ zu Gast. Was hoch interessant hätte werden können, entwickelte sich unter der Leitung einer überforderten Moderatorin zum Tohuwabohu-Talk.

  4. „Losungen der politischen Elite unkritisch übernommen“: Otto-Brenner-Studie kritisiert Flüchtlingsberichterstattung von FAZ, Bild & Co.

    Von den Ergebnissen dieser Studie dürfte sich Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo bestätigt fühlen. Schon lange vertritt der Blattmacher die Meinung, dass die Medien am Anfang der Flüchtlingskrise zu freundlich über die Bundesregierung und die so genannte Willkommenskultur berichtet hätten. Eine neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung kommt nun zu genau diesem Schluss und attestiert unter anderem FAZ, SZ, Bild und Welt, bei der kritischen Berichterstattung versagt zu haben.

  5. Bild und Boris Becker – Schlammschlacht nach dem Aus der Boulevard-Traum-Ehe

    Der G20-Gipfel und die ihn umwabernden Proteste und Randale halten die Republik und vor allem Hamburg in Atem. Die Bild findet kein gutes Haar mehr an ihrem früheren Darling Boris Becker. Und die Zeit vergaloppiert sich ein wenig beim Loben ihres absolut gelungenen Erdogan-Interviews. Der MEEDIA-Wochenrückblick

  6. TV-Briefing für Medienmacher: Smartphone-Abhängigkeit und die Freitags-Talkshows der Dritten

    Wie süchtig sind wir nach unseren Smartphones? Im Rahmen der Themenwoche „Abhängigkeit“ widmet sich 3sat am Abend dieser interessanten Frage. Im Anschluss ist es wieder Zeit für die traditionellen Freitags-Talkshows der Dritten. Unter anderem unterhält sich Giovanni di Lorenzo mit Sandra Maischberger.

  7. "Beleidigt", "unerträglich", "selbstzufrieden": Wahlanalyse und Wahlkampf bei "Anne Will"

    Der letzte Stimmungstest vor der Bundestagswahl ging für SPD in die Hose. Am Abend der NRW-Wahl diskutierten die Parteispitzen, aber auch Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lozenzo, bei „Anne Will“ über die Konsequenzen und mögliche Koalitionen – und landeten schnell im Bundestagswahlkampf. Mit den meist harmonischen Polittalks der vergangenen Wochen scheint es nun vorbei zu sein.

  8. Verwirrung um verpixelte Merkel-Haare: Araber können auch Satire

    Satire-Seiten im Netz sind mitunter ganz schön verwirrend. Zumal ausländische Witzbolde hierzulande gerne ernstgenommen werden. So geschehen anlässlich des Saudi-Arabien-Besuchs von Angela Merkel. Außerdem im MEEDIA-Wochenrückblick: Giovanni di Lorenzo fordert Haltung, Moritz von Uslar schert sich nicht um Twitter-Gebote, Heinz Strunk plaudert aus der Intimschatulle und beim Express gibt’s Spülmaschinen-Sex.

  9. TV-Briefing für Medienmacher: Talk-Show-Freitag mit Giovanni di Lorenzo, Judith Rakers und Dunja Hayali

    Zeit für die nächste Preisverleihung: Das ZDF zeigt den Deutschen Filmpreis. Am gestrigen Donnerstag besuchte Giovanni di Lorenzo unter anderen mit Judith Rakers und Dunja Hayali den Nannen Preis. Jetzt trifft man sich bei „3 nach 9“ wieder.

  10. Jakob Augstein von GQ zum best angezogenen Medienmann gekürt – Kai Diekmann landet auf Platz 2, Burda jr. auf der 3

    Bei diesen Medien-Machern sitzen nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Anzüge – meint zumindest die GQ: Das Männermagazin von Chefredakteur Tom Junkersdorf hat in zehn Kategorien die bestgekleideten Männer der Welt gewählt. Gewinner in der Rubrik „Medien Deutschland“ ist der Freitag-Verleger und Spiegel-Erbe Jakob Augstein. Ebenfalls gut angezogen: Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer und Zeit-Chef Giovanni die Lorenzo.