1. "Ein Song wie gute Literatur": Kettcars Fluchthelfer-Lied zum Jahrestag des Mauerbaus wird zum Netz-Hit

    „Alle reden über Flüchtlinge. Kettcar auch. Ein Song wie gute Literatur,“ urteilt die Schriftstellerin Juli Zeh über die neue Kettcar-Single „Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)“. Die Band erzählt darin die Geschichte eines Hamburger Studenten, der vor 28 Jahren mehreren DDR-Bürgern bei der Flucht half. Die Message ist deutlich: Es ging damals wie heute immer um Menschlichkeit.

  2. „Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Flüchtlingskrise

    Vor rund eineinhalb Jahren sorgte die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann für Schlagzeilen. In einer niederländischen Radiosendung erklärte sie mitten während der Flüchtlingskrise, die öffentlich-rechtlichen Medien seien „angewiesen, pro Regierung zu berichten“. Der WDR reagierte entsetzt und dementierte, Frau Zimmermann ruderte zurück. Heute sagt sie: „Bei Sendern und Verlagen ist meine journalistische Karriere in Deutschland nach dieser Äußerung zu Ende.“ Mit dem WDR verhandelt sie um die Modalitäten der Trennung.

  3. Die Medien und die Flüchtlingskrise: Was die Haller-Studie über den Zustand des Journalismus verrät

    Der Medienwissenschaftler Michael Haller hat mit der Uni Leipzig und der Hamburg Media School eine umfangreiche Studie und Analyse der Medienberichterstattung zur Flüchtlingskrise 2015 und 2016 erstellt. Der Befund der Studie ist für die Medien nicht schmeichelhaft. Und die Art und Weise, wie das Papier diskutiert wird, zeigt weitere Defizite auf.

  4. „Losungen der politischen Elite unkritisch übernommen“: Otto-Brenner-Studie kritisiert Flüchtlingsberichterstattung von FAZ, Bild & Co.

    Von den Ergebnissen dieser Studie dürfte sich Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo bestätigt fühlen. Schon lange vertritt der Blattmacher die Meinung, dass die Medien am Anfang der Flüchtlingskrise zu freundlich über die Bundesregierung und die so genannte Willkommenskultur berichtet hätten. Eine neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung kommt nun zu genau diesem Schluss und attestiert unter anderem FAZ, SZ, Bild und Welt, bei der kritischen Berichterstattung versagt zu haben.

  5. TV-Briefing für Medienmacher: „Drei Tage im September“ – Angela Merkel und ihre Flüchtlingsentscheidung im Herbst 2015

    Im September 2015 entschloss sich Angela Merkel, Flüchtlinge, die in Ungarn festsaßen, unbürokratisch nach Deutschland einreisen zu lassen. Eine große Dokumentation geht den Geschehnissen aus dem damaligen Herbst nach. Was passierte wirklich im politischen Berlin? Später zeigt Arte noch spannende Innenansichten aus dem BAMF: „Die Asylentscheider“.

  6. SZ-Veteran Heribert Prantl liest Horst Seehofer nach Statement zum Lkw-Anschlag in Berlin die Leviten

    Die Geschichte und die Reflexe wiederholen sich: Wieder ein Anschlag, wieder stellt sich die Frage nach dem politischen Instinkt. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich gleich am Morgen nach dem Lkw-Anschlag für „klare Worte“ entschieden, die eine Neuausrichtung „der Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik“ fordern – man sei es den Opfern schuldig. In den sozialen Medien erntet Seehoher für seine Äußerung viel Kritik. Vor allem jedoch der Video-Kommentar von Heribert Prantl, Veteran der Süddeutschen Zeitung, erzeugt ein großes Echo.

  7. Islamic State of Germany: Trump-Lager schürt in einem Wahlwerbespot Angst vor Islamisierung des Westens

    Im Wahlkampf heiligt der Zweck bekanntlich die Mittel. Ganz tief in die Trickkiste der Angst hat die Donald Trump nahestehende Organisation Secure America im Endspurt der US-Wahl gegriffen – mit einem TV-Spot über den „Islamischen Staat Deutschland“. Ein Oktoberfest ohne Bier, der Halbmond über dem Kölner Dom und ISIS-Fahnen am Brandenburger Tor – so weit könne es nach Meinung von Secure America durch die unkontrollierte Einwanderung im Zuge der Flüchtlingskrise kommen, macht der Clip Stimmung.

  8. „Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückspulen“: So reagiert das Netz auf Merkels Selbstkritik

    Es war der Satz des Tages: „Ich würde die Zeit zurückspulen“, erklärte Bundeskanzlerin Merkel auf einer Pressekonferenz nach der Wahlniederlage der CDU bei der Landtagswahl in Berlin. Was nach einem Schuldeingeständnis in der Flüchtlingskrise klingt, dürfte Merkel weniger als Korrektur ihres Kurses, sondern vielmehr als Umgang mit der neuen Situation gemeint haben. Das Social Web schaute überwiegend nicht so weit – Kritiker versuchten reflexartig Kapital aus Merkels Rede zu ziehen. Ein Blick auf einige ausgewählte Twitter-Reaktionen. 


  9. „Das Land hat sich verändert“: Anja Reschkes ermutigende Bilanz nach einem Jahr Flüchtlingsdebatte

    Ein Jahr nach ihrem viel beachteten Kommentar in den „Tagesthemen“ hat sich die NDR-Journalistin Anja Reschke erneut zum Thema Flüchtlinge geäußert – und wieder deutliche Reaktionen hervorgerufen. Anders als beim Shitstorm im Sommer 2015 sind die aber überwiegend positiv. In einem Kommentar im ARD-Magazin „Panorama“ erkannte die 43-Jährige am Donnerstagabend einen Stimmungswechsel in Deutschland.

  10. Bild-Politik-Chef Blome: Die Medien jubelten die Flüchtlings-Problematik „keineswegs nur naiv hoch“

    So umfassend beschäftigte sich bislang noch keine Zeitung mit der Entstehungsgesichte der Flüchtlingskrise. In einer fünfteiligen Serie rollt die Bild seit dem gestrigen Montag alle Hintergründe sehr detailliert auf. Im Interview mit MEEDIA erzählt Politik-Chef Nikolaus Blome, warum gerade die Bild ein solches journalistisches Mammut-Projekt stemmt und warum die Medien in der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise – im Gegensatz zur Politik – nicht versagt haben.