1. Digital-Umsätze der „New York Times“ wachsen deutlich – auch dank einer eigenen TV-Sendung

    197.000 neue Digital-Kunden konnte die „New York Times“ („NYT“) im 2. Quartal dieses Jahres verbuchen. Insgesamt hat das US-Traditionshaus nun 4,7 Millionen Abonnenten. Allerdings ist der operative Gewinn leicht zurückgegangen, was CEO Mark Thompson mit Investitionen ins Abo-Geschäfts begründet.

  2. The Guardian vermeldet erstmalig seit 1998 schwarze Zahlen – und hat nicht mal eine Paywall

    21 Jahre ist es her, dass der britische Guardian schwarze Zahlen geschrieben hat. Nun hat der Medienkonzern, zu dem auch der Observer gehört, einen Gewinn von 800.000 Pfund vermeldet. Noch vor drei Jahren war es ein dickes Minus im zweistelligen Millionenbereich. Bemerkenswert ist der geschäftliche Umschwung auch deshalb, weil das britische Qualitätsmedium auf eine Paywall verzichtet.

  3. "Eine sehr traurige Nachricht": Condé Nast beendet den Betrieb von wired.de Ende 2018 – und Chef Kerler verlässt das Haus

    Wired.de beendet Ende 2018 den Redaktionsbetrieb. Dies gaben der Verlag Condé Nast und die Redaktion am Freitagmittag bekannt. In der Pressemitteilung wird eine neue unternehmerische Phase angeführt, in der sich das Medienhaus global vernetzen und künftig auf die „großen, globalen Luxus- & Lifestyle-Medien-Marken“ setzen wolle. Bereits im Januar hatte der Verlag die Print-Ausgabe von Wired eingestellt.

  4. BuzzFeed über das „digitale Medien-Blutbad“ bei sich und anderswo

    Die britische Financial Times berichtete diese Woche über einen deutlichen Umsatz-Dämpfer beim US-Digitalpionier BuzzFeed im vergangenen Jahr. Statt erwarteter 250 Mio. Dollar seien nur 170 Mio. erlöst worden. BuzzFeed selbst greift die Berichterstattung auf, nimmt auch noch weitere digitale Medienhäuser ins Visier und schreibt vom „digitalen Medien-Blutbad“.

  5. Brauchen wir wirklich noch eine Journalismus-Studie, Professor Weichert?

    Wer braucht eigentlich Studien, die Auskunft über die Zukunft des Journalismus geben? Und was fängt man dann damit an? Vergangene Woche veröffentlichte die Landesanstalt für Medien (LfM) eine solche Forschung, zusammen mit einer Reihe von Handlungsempfehlungen, die MEEDIA dokumentierte. Viele Praktiker reagierten darauf mit dem Hinweis, dass der Erkenntnisgewinn gering sei. Wir haben bei dem Co-Autoren der Studie, Professor Stephan Weichert, nachgefragt.

  6. Digitaler Journalismus als „Epochenwechsel“: LfM-Studie zur Veränderung des Berufsbildes

    Nicht weniger als die „erste systematische Beschreibung von Produktions- und Wirkungsformen journalistischer Arbeit in der digitalen Moderne“ verspricht die Studie „Digitaler Journalismus. Dynamik – Teilhabe – Technik“ der Universität Hamburg, der Hochschule Macromedia und der TU Dortmund. Die Autoren der Studie, die Journalismusforscher Volker Lilienthal und Stephan Weichert und ein Team von Mitarbeitern, beschreiben auf Grundlage der Forschungsergebnisse ein Berufsbild, das sich technologisch-publizistisch wie inhaltlich radikal verändert habe.

  7. Michael Spreng: „Native Advertising ist ein schwerer Sündenfall“

    Native Advertising, also das Veröffentlichen von Werbetexten in redaktioneller Anmutung, spaltete die Branche. Manche halten diese Form der Werbung für innovativ, andere sehen in ihr verkappte Schleichwerbung. Der Kommunikationsberater und frühere Chefredakteur der Bild am Sonntag, Michael Spreng, gehört zu den Kritikern von Native Advertising. Im Interview spricht er darüber, warum er diese Werbeform für gefährlich hält und warum es im digitalen Wandel seiner Meinung nach keine kurzfristigen Lösungen gibt.

  8. Innovative Medien müssen etwas riskieren, um die Zukunft zu finden

    Wie kommen Innovationen in den Journalismus? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Branche seit einiger Zeit. MEEDIA und der Masterstudiengang „Digital Journalism“ an der Hamburg Media School kooperieren künftig. Die Idee dahinter: In der journalistischen Aus- und Weiterbildung entstehen zu viele gute Ideen, um sie einfach verpuffen zu lassen. Den Anfang macht ein Gedankenanstoß der in Seattle lebenden Bloggerin und Journalistin Ulrike Langer.