1. Roman Portack folgt auf Lutz Tillmanns als Geschäftsführer des Presserats

    Nach 28 Jahren verabschiedet sich Lutz Tillmanns, 63, als Geschäftsführer des Deutschen Presserats in den Ruhestand. Auf ihn folgt Roman Portack, 38, bislang Rechtsanwalt in einer auf Medienrecht spezialisierten Berliner Kanzlei.

  2. Medien-Debatte um Massakervideo von Christchurch: Presserat erreichen 35 Beschwerden gegen Bild-Zeitung

    Nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch ist in der deutschen Medienbranche eine Debatte entstanden, wie viel die Berichterstattung zeigen darf – und soll. Ihren Ursprung nahm sie durch die Entscheidung der Bild, Szenen des Videos zu zeigen, das der Attentäter live online stellte. Beim Presserat sind mittlerweile 35 Beschwerden gegen die Bild eingegangen.

  3. Presserat rügt Rheinneckarblog wegen erfundenem Terror-Anschlag und Bild wegen Degowski-Foto

    Mit seinem erfundenen Terror-Anschlag sorgte das regionale Rheinneckarblog aus Mannheim bundesweit für eine Empörungswelle. Jetzt nahm sich der Presserat des Falls an – und spricht eine Rüge aus. Insgesamt kritisierten die Medienwächter zehn Veröffentlichungen, davon alleine drei von Bild. Vor allem die Veröffentlichung eines aktuellen Fotos von Gladbeck-Täter Degowski missfiel dem Presserat.

  4. Presserat-Entscheidung: Netanjahu-Karikatur der Süddeutschen Zeitung ist von Meinungsfreiheit gedeckt

    Die Karikatur von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in der Süddeutschen Zeitung ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Die Grenze zur Diskriminierung von Juden sei nicht überschritten worden, teilte der Deutsche Presserat mit. In der Karikatur war unter anderem eine Rakete mit Davidstern zu sehen. Die SZ hatte sich nach Antisemitismusvorwürfen vom Zeichner Dieter Hanitzsch getrennt.

  5. Da freut sich der Kunde: Welt kompakt verkauft Titelseite an Deutsche Bank – ohne Kennzeichnung als Anzeige

    Für Werbetreibende ist Springers Welt kompakt eine Bank: Denn dort kann man eine Anzeige platzieren, ohne diese entsprechend zu kennzeichnen – sogar auf der Titelseite. Leser, die heute die Ausgabe der kleinen Welt in die Hand nehmen, wunderten sich über das Werbemotiv, das keinen Hinweis auf den Kunden Deutsche Bank enthielt. Ein klarer Verstoß gegen den Pressekodex. Der Verlag indes wiegelt ab.

  6. Nach erfundener Terroranschlags-Meldung: Presserat liegen vier Beschwerden gegen Rheinneckarblog vor

    Der Deutsche Presserat hat mittlerweile vier Beschwerden gegen das Rheinneckarblog vorliegen: Nun prüft das Gremium, ob das lokale Portal gegen Ziffer 1 des Pressekodex‘ und das Wahrhaftigkeitsgebot verstoßen hat. Das Blog hatte in der Nacht zum Sonntag eine Meldung über einen erfundenen Terroranschlag veröffentlicht. Dafür wurde es massiv kritisiert.

  7. Presseratsbeschluss: nicht-repräsentative Online-Umfragen brauchen klare Kennzeichnung

    Nicht-repräsentative Online-Umfragen sollen künftig eindeutig gekennzeichnet werden. Das hat der Deutsche Presserat nach einer entsprechenden Nutzerbeschwerde entschieden. Bei einer Umfrage im Internet konnte dieser 192 Mal abstimmen und so das Ergebnis entscheidend verzerren. Da der Fall zum ersten Mal vor dem Kontrollgremium der Medienwächter landetet, verzichtete der Rat auf eine Sanktion.

  8. Manfred Protze abgelöst: Volker Stennei zum neuen Sprecher des Presserats gewählt

    Der Deutsche Presserat hat einen neuen Sprecher: Ab sofort übernimmt Volker Stennei den Vorsitz des Ethik-Gremiums. Der Chefredakteur des Hellweger Anzeigers war bislang stellvertretender Sprecher und löst in seiner neuen Funktion Manfred Protze ab. Protze hatte das Amt für zwei Jahre inne und wird auch in Zukunft Mitglied des Presserats bleiben.

  9. Polizisten immer häufiger Publizisten: Presserat beobachtet steigende Konkurrenz zwischen Medien und Polizei-Pressestellen

    Die Pressestellen der Polizei hätten sich zu Medien entwickelt, erklärte Manfred Protze, Sprecher des deutschen Presserates, auf der Jahrespressekonferenz in Berlin hinsichtlich der Social-Media-Aktivitäten. Damit würden sie ein objektives Wettbewerbsverhältnis schaffen. Besonders der geänderte Pressekodex 12.1 zur Herkunftsnennung von Straftätern und Verdächtigen sorgt dabei für Spannungen.

  10. Weniger Beschwerden und Rügen: Neue Regeln zur Herkunftsnennung haben sich laut Presserat bewährt

    Zeitungs- und Zeitschriftenleser haben sich 2017 weniger beim Deutschen Presserat beschwert. Insgesamt erreichten die freiwillige Selbstkontrolle der Printmedien 1788 Beschwerden, im Vorjahr waren es noch 1851, wie der Presserat am Mittwoch mitteilte. In 21 Fällen wurden Rügen verhängt, die schärfste Sanktion gegen die betroffenen Medien. Im Vorjahr hatte der Rat noch 33 Rügen ausgesprochen.