1. Wegen "Unterstützung von Terrororganisationen": Mehrjährige Haftstrafen für führende Cumhuriyet-Mitarbeiter

    Trotz internationaler Kritik hat ein türkisches Gericht mehrjährige Haftstrafen gegen führende Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung Cumhuriyet wegen Unterstützung von Terrororganisationen verhängt. Angereiste Unterstützer und Kollegen der Journalisten applaudierten spontan, um den Verurteilten Mut zu spenden. Journalistenverbände werteten das Urteil als Schande.

  2. Anklage wegen Terrorunterstützung: In der Türkei hat der Cumhuriyet-Prozess begonnen

    Mehr als 250 Tage nach ihrer Inhaftierung hat in Istanbul der Prozess gegen zahlreiche Mitarbeiter der regierungskritischen türkischen Zeitung Cumhuriyet begonnen. Zum Prozessauftakt am Montag überprüfte das Gericht die Personalien der Cumhuyriet-Angeklagten, die sich wegen angeblicher Unterstützung von Terrororganisationen verantworten müssen.

  3. „Skandalöses Urteil“: 25 Jahre Haft für türkischen Oppositionspolitiker und Journalisten wegen Geheimnisverrats

    Der türkische Abgeordnete Berberoglu wurde beschuldigt, der Zeitung Cumhuriyet Geheiminformationen zugespielt zu haben. Nun verhängt ein Gericht eine lange Gefängnisstrafe. Von 2009 bis 2014 war er Chefredakteur der Zeitung Hürriyet. Die Opposition spricht von „Staatstyrannei“. Reporter ohne Grenzen äußerte sich „schockiert“ über das Urteil.

  4. „Wir sind frei“ – nur nicht in der Türkei: Regierung sperrt Can Dündars Portal Özgürüz

    Das neue zweisprachige Online-Medium des regimekritischen türkischen Journalisten Can Dündar ist in der Türkei gesperrt worden. Özgürüz („Wir sind frei“) sei durch die Behörde für Informationstechnologie (BTK) geblockt worden, heißt es in einer Mitteilung, die anstatt der Webseite des Mediums erschien. Dabei bezieht sich die Behörde nach eigenen Angaben auf ein Gesetz, das den Zugang zu als gefährlich eingestuften Webseiten regelt.

  5. Erdogan-Kritiker Can Dündar im Bundesjustizministerium: Türkische Regierung spricht von „Provokation“

    Das türkische Außenministerium hat eine Einladung des Erdogan-Kritikers Can Dündar durch das Bundesjustizministerium scharf kritisiert. Die Einladung des regierungskritischen türkischen Journalisten als Ehrengast und Redner bei dem Neujahrsempfang des Ministeriums müsse „als Provokation aufgefasst werden“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu einen Sprecher.

  6. „Wir ergeben uns nicht“: Über 40 deutsche Medien veröffentlichen Text der Cumhuriyet-Redaktion

    Zum „Writers-in-Prison-Day“ an diesem Dienstag setzen über 40 deutsche Tageszeitungen und Online-Medien gemeinsam ein Zeichen und veröffentlichen einen Text der türkischen Oppositionszeitung Cumhuriyet. Darin beschreibt die Redaktion die jüngsten Festnahmen – und beschließt den Aufruf mit ihrer Grundüberzeugung: „Wir ergeben uns nicht“.

  7. „Zutiefst Besorgnis erregend“ – BDZV verurteilt Verhaftung des Cumhuriyet-Chefs in der Türkei

    Der Vorstandsvorsitzende der regierungskritischen türkischen Zeitung Cumhuriyet ist am Istanbuler Atatürk Flughafen festgenommen worden. Akin Atalay habe sich im Ausland aufgehalten und sei am Freitag bei seiner Einreise in Gewahrsam genommen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. In Deutschland verurteilt u.a. der BDZV die Verhaftung.

  8. Gastmoderator bei „Aspekte“: Türkischer Journalist Can Dündar will Botschaft an inhaftierte Kollegen senden

    Der türkische Journalist Can Dündar ist am kommenden Freitag Gastmoderator beim ZDF-Magazin „Aspekte“ (23.45 Uhr). Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Der ehemalige Cumhuriyet-Chefredakteur hat die Sendung mitgestaltet, türkische Journalisten und Kulturschaffende getroffen und wird auch „ein paar Botschaften für meine inhaftierten Kollegen haben“, so der im deutschen Exil lebende Journalist.

  9. „Besorgt sein hilft uns nicht“: Türkischer Journalist Can Dündar fordert „klares Signal“ von Merkel

    Der ehemalige Chefredakteur der türkischen Oppositionszeitung Cumhuriyet, Can Dündar, hat die Reaktion der Bundesregierung auf die Verhaftungen in der Türkei kritisiert. „Die Reaktion der deutschen Regierung war wirklich schwach. Auch im Vergleich mit anderen westlichen Partnern der Türkei, wie etwa der Reaktion der USA“, sagte der zu einer Haftstrafe verurteilte Journalist im Interview der Welt.

  10. Zensur-Terror gegen Cumhuriyet: Berlin schaut zu, wie Erdogan die Pressefreiheit verhöhnt

    Die Schattenseite internationaler Realpolitik: Wenn staatliche Interessen die Republik in Abhängigkeit von Machthabern anderer Länder zwingen, werfen Politiker ihr demokratisches Gewissen oft über Bord und schweigen zum systematisch begangenen Unrecht. So geschieht es derzeit im Fall der Türkei, deren despotischer Staatschef die Pressefreiheit abgeschafft hat. Ein Kommentar von Ulrich Schulze.