1. Auch Spendengelder für Waisenkinder veruntreut? Spiegel stellt Strafantrag gegen Lügen-Reporter Relotius

    Der Betrugsskandal beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel wird nun doch ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Grund ist, dass der Autor Claas Relotius offenbar nicht nur dutzende Artikel verfälschte und Fakten wie handelnde Personen erfand, sondern möglicherweise auch Spendengelder vereinnahmte, die er auf sein Privatkonto überweisen ließ. Der Verlag kündigte deshalb an, nun Strafanzeige zu erstatten.

  2. Wochenrückblick: Skepsis ist angebracht, dass beim Spiegel nach Relotius die große Umdenke beginnt

    Auch die MEEDIA-Wochenrückblick-Kolumne befasst sich noch einmal mit dem Medienskandal um den Spiegel-Reporter Claas Relotius und seine Fälschungen. Außerdem geht es um den Weihnachts-„Skandal“ rund um eine Grußkarte, die unchristliche Springer-Weihnachtsfeier und eine „delikate Liebesbeichte“von Sigmar Gabriel gegenüber Giovanni di Lorenzo. Jessas!

  3. "Sagen, was ist": Spiegel macht eigenes Fakegate um Relotius zum Cover-Thema und stellt Titelstory vorab gratis online

    Der Spiegel macht mit seiner transparenten Aufarbeitung des Falls Relotius weiter und publiziert die Fälschungen als Titelthema der aktuellen Ausgabe, die am Samstag erscheint. „Sagen, was ist.“ heißt der Titel, getreu des Mottos von Spiegel-Gründer Rudolf Augstein. Neben einer Dokumentation der Ereignisse gibt es zudem ein Interview mit zwei Bewohnern aus Fergus Falls und dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.

  4. 500 Journalistenpreise, Alpha-Jurys und der Fall Relotius: Was passiert, wenn sich eine Branche durch Eitelkeit auszeichnet

    Die Schuld im Fälschungsskandal beim Spiegel ist zuerst beim Autor zu suchen, dann beim Versagen des Nachrichtenmagazins. Doch auch der Branche und ihren zahlreichen, nahezu inflationär ausgelobten Preisen gehört in der Causa Claas Relotius ein Kapitel gewidmet. Wer den Fall genauer betrachtet, kommt nicht umhin, mit dem grassierenden Preisverleihungsfieber der Medien zu fremdeln. Ein Kommentar.

  5. Social Media-Bilanz der Relotius-Affäre: Spiegel führt Ranking meistverbreiter Artikel mit eigener Offenlegung an

    Mit dem Eingeständnis, dass einer seiner hochdekorierten Reporter zahlreiche Berichte bewusst gefälscht hatte, machte Der Spiegel in dieser Woche einen in der deutschen Mediengeschichte beispiellosen Skandal öffentlich. Das Entsetzen der Branche ist groß, das Echo in den sozialen Netzwerken gewaltig. MEEDIA zeigt das Ranking der zehn meist diskutierten Medienartikel in den vergangenen drei Tagen.

  6. Jörg Thadeusz über den Fall Relotius und Reporterpreise: "Journalismus ekelt mich passagenweise an"

    Der Skandal um die umfangreichen Fälschungen des Spiegel-Reporters Claas Relotius sind natürlich auch Thema in unserem wöchentlichen Podcast „Die Medien-Woche“ mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT). Es gibt Interviews mit dem designierten Spiegel-Co-Chefredakteur Ullrich Fichtner und mit Jörg Thadeusz, der zahlreiche Journalistenpreise moderiert und Relotius selbst einige Auszeichnungen überreicht hat. Thadeusz sieht die Flut an Preisen überaus kritisch.

  7. Der Spiegel-Skandal um Starreporter Claas Relotius: Vorerst kein Fall für die Staatsanwaltschaft

    Die Aufarbeitung des Skandals um den preisgekrönten Spiegel-Reporter Claas Relotius bewegt die Medienbranche. Per SMS hat sich der Journalist inzwischen beim Reporter-Forum gemeldet, um seine vier Preise zurückzugeben. Strafrechtlich hat der 33-jährige Star-Journalist offenbar bislang nichts zu befürchten. Die Staatsanwaltschaft sieht bisher keinen Grund, in dem Fall zu ermitteln.

  8. Viel zu schön, um wahr zu sein: Der Fall Relotius zeigt, dass der Blick für die harte Recherche verloren gegangen ist

    Claas Relotius wurde für seine Spiegel-Reportagen mit zahlreichen Journalistenpreisen ausgezeichnet. Bewertet wurden dabei immer Dramaturgie und Schreibe, was aber ist mit harter Recherche? Die „Edelreportage“ sei zur „Königsdisziplin des deutschen Journalismus stilisiert worden“, meint Publizist und Ex-Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer, der darin eine Fehlentwicklung erkennt.

  9. Selbstverliebt und preisbesessen: Was der Fall Relotius beim Spiegel über einen Teil der Medienbranche aussagt

    Tag 1 nach der Enthüllung einer der schwerwiegendsten Medienskandale der Republik. Der Spiegel-Reporter Claas Relotius hat über Jahre hinweg teils erfundene Reportagen veröffentlicht und wurde dafür mit Preisen überhäuft. Der Skandal wird uns noch lange beschäftigen, gerade weil er über den Einzelfall hinaus viel aussagt über eine selbstverliebte Branche.

  10. Der Spiegel und sein Edel-Faker: Zwei Bewohner einer US-Kleinstadt zeigen, wie dreist Relotius Reportagen fälschte

    Tag zwei seit Bekanntwerden des Betrugsskandals um den Spiegel-Reporter Claas Relotius und dessen Fälschungen: Während die Spiegel-Bosse Steffen Klusmann und Dirk Kurbjuweit im Morning Briefing einen sachlicheren Ton anschlagen als Kollege Ullrich Fichtner zuvor, verdeutlicht ein Text auf dem Portal Medium.com, wie dreist Relotius beim Schreiben seiner Reportagen mit der Realität umgegangen ist.