1. Verdächtige Wette auf Kurssturz der Aktie: Wie die ARD-Börsenredaktion dem BVB-Attentäter auf die Spur kam

    Eine alte Ermittler-Wahrheit scheint sich wieder mal zu bewahrheiten: follow the money. Offenbar war es das einzige Ziel des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund, den Kurs der BVB-Aktie in den Keller rauschen zu lassen. Zuvor hatte der Tatverdächtige sogenannte Put-Optionen erworben. Mit diesen hätte er im Falle eines Kurssturzes ein Vermögen verdienen können. Während viele Nachrichtennmedien tagelang über einen Terrorakt spekulierten, kam ausgerechnet die ARD-Börsenredaktion dem Täter schon am Tag nach dem Attentat auf die Spur.

  2. Verhaftung nach Anschlag auf BVB-Bus: Diese Sender übertragen die PK der Ermittler live im Web und TV

    Neun Tage nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund, verhafteten in der Nacht Beamte der GSG 9 im Raum Tübingen den 28-jährigen deutschen und russischen Staatsangehörigen Sergej W. Heute um 12.30 Uhr berichtet die Bundesanwaltschaft über den Stand der Ermittlungen. N24, n-tv oder auch Phoenix übertragen die Pressekonferenz im Fernsehen und per Livestream im Internet.

  3. Social Media-Fan-Solidarität nach Anschlag auf BVB-Bus: #Bedforawayfans lässt Fan-Rivalitäten vergessen

    Während die die Bundesanwaltschaft nach dem Bombenanschlag auf den BVB-Bus die Ermittlungen übernommen hat und sich ein islamistischer Hintergrund offenbar nicht ausschließen lässt, bewiesen Borussia Dortmund und seine Fans viel Größe und Hilfsbereitschaft. Mit einem starken Krisen-Management via Social Media reagierte der Verein. Zeitgleich organisierten die BVB-Anhänger unter den Hashtag #bedforawayfans für die Fans des AS Monaco Übernachtungsmöglichkeiten.

  4. „Eine schlechte Entscheidung“: Kaufhaus Åhléns entschuldigt sich für scharf kritisierte Rabattaktion nach Lkw-Anschlag in Stockholm

    Das Kaufhaus Åhléns in Stockholm, in dessen Front am vergangenen Freitag ein Lkw gerast ist, wollte an diesem Sonntag zum Teil wieder öffnen – mit der Ankündigung, durch den Anschlag beschädigte Ware zum halben Preis zu verkaufen. Nach heftiger Kritik aus den sozialen Netzwerken wurde die umstrittene Rabattaktion wieder abgeblasen. Das Kaufhaus hat sich auf Facebook für „eine schlechte Entscheidung“ entschuldigt.

  5. Nach Anschlag in Berlin: Journalisten-Verband kritisiert Informationspolitik der Ermittler

    Der DJV hat die Informationspolitik der Ermittlungsbehörden nach Ereignissen wie dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin kritisiert. „Ich habe prinzipiell Verständnis dafür, dass Ermittler in Ruhe ihre Arbeit machen und ihre Nachforschungen nicht durch allzu umfassende Veröffentlichung von Detailinformationen gefährden wollen“, sagte der DJV-Vorsitzende Frank Überall am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dagegen stehe aber das Recht der Öffentlichkeit auf verlässliche Fakten.

  6. Nach Terror-Anschlag: Coca Cola sagt Berlin-Tour mit Weihnachts-Trucks ab

    Es sind die berühmtesten LKW der Welt: die Coca Cola Weihnachts-Trucks, die alljährlich durch Deutschlands Städte fahren und vorweihnachtliche Stimmung verbreiten. Als letzter Stop der großen Marketing-Tour war das Brandenburger Tor in Berlin geplant. Nun aber sagt das Unternehmen das Finale ab. Der Hintergrund: der Terror-Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt, bei dem ein Mann einen LKW in einen Weihnachtsmarkt lenkte.

  7. Angst mit Ausrufezeichen: Wie die Bild-Zeitung mit ihrer Titelseite an der Realität vorbeischreibt

    Angst ist ein schlechter Berater – vor allem in Zeiten des Terrors. Die Titelseite der Bild-Zeitung vermittelt am heutigen Mittwoch den Eindruck, dass nach dem Anschlag in Berlin, Deutschland nun von Angst regiert wird. Der Aufmacher sorgt in den sozialen Netzwerken für Kritik. Springers Boulevardzeitung schüre Ängste, wo derzeit keine sind. Ganz unberechtigt ist diese Kritik nicht.

  8. „Merkel wirkt erschöpft“ und „ziemlich ratlos“: die Medienstimmen an Tag zwei nach dem Anschlag

    Der gestrige Tag nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin hätte eigentlich im Zeichen der Trauer stehen sollen. Stattdessen sahen die meisten Kommentatoren überforderte Politiker, eine erschöpfte und ratlose Merkel, eine misslungene Polizei-Aktion und eine unpassend polternde AfD. Zudem beschäftigen sich die Leitartikel mit der Reaktion von Horst Seehofer („Verlierer des Tages“ bei SpOn).

  9. „Nachrichten müssen stimmen, sonst werden sie missbraucht“: Bild.de-Chef Reichelt über Medienverantwortung bei der Berlin-Berichterstattung

    Als eines der ersten großen Nachrichten-Portale berichte Bild.de groß und mit voller redaktioneller Kraft über den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Dabei nutzt Bild.de wie kein anderer Konkurrent auch Facebook-Live. Im MEEDIA-Interview erklärt Chefredakteur Julian Reichelt seine journalistische Strategie und warum es der denkbar schlechteste Zeitpunkt für Medienkritik ist. Reichelt ist davon überzeugt: „Nichts trägt mehr zur Besonnenheit in solchen Situationen bei, wie dem Informationsbedürfnis der Menschen nachzukommen.“ Denn: „Wir dürfen die Menschen nicht mit ihren Fragen, Ängsten, Sorgen – und auch ihrer Wut, alleine lassen.“

  10. „Anschlag mit 32 Tonnen“: BZ verteilt 16-seitige Sonderausgabe zum Attentat in Berlin

    Der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin versetzt die Hauptstadt und die ganze Republik in einen Schockzustand. Nach dem Ereignis am Montagabend legten einige Redaktionen Nachtschichten ein, um die Titelseiten zu aktualisieren. Die Redaktion der BZ geht noch einen Schritt weiter: Seit dem Nachmittag verteilt Springers Boulevardblatt an „Hotspots“ gratis eine 16-seitige Sonderausgabe.