1. ARD-Framing-Manual, „Afghanistan-Papiere“ & Co. – wann dürfen Medien Original-Dokumente veröffentlichen und wann nicht?

    Bei der Debatte rund um das Framing-Manual der ARD hatte sich der öffentlich-rechtliche Senderverbund zunächst geweigert, das umstrittene Papier öffentlich zu machen. Begründung: Urheberrecht. Stattdessen veröffentlichte das Blog Netzpolitik.org das komplette Dokument. Immer wieder veröffentlichen Medien Dokumente im Original, meist mit der Begründung, Transparenz herstellen zu wollen. Aber ist das auch legal? MEEDIA hat dazu Tobias Gostomzyk, Professor für Medienrecht an der TU Dortmund, befragt.

  2. „Funke darf nicht einknicken!“: Piratenpartei solidarisiert sich mit Medienhaus

    Die Piratenfraktion im Landtag NRW stellt sich hinter die WAZ/Funke-Gruppe: Nachdem die Mediengruppe im Verfahren wegen der Afghanistan-Papiere ihre Server abschalten musste, kündigen die Politiker an, die Papiere des Verteidigungsministeriums weiterhin zu veröffentlichen. Notfalls wollen sie diesen „absurden Kampf“ bis vor den Bundesgerichtshof tragen.

  3. Nächster Streit um Geheim-Dokumente: Bundesregierung zwingt Funke, Afghanistan-Papiere zu löschen

    Diese Meldung passt zur Landesverrat-Debatte: Via Pressemitteilung erklärte die Funke-Gruppe am heutigen Mittwoch, dass man aufgrund der Androhung einer Zwangsvollstreckung, staatliche Dokumente zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan kurzfristig aus den eigenen Online-Portalen genommen hätte. Dies ist der vorläufige Höhepunkt eines Rechtstreites zwischen dem Verlag und dem Verteidigungsministerium, der seit Ende 2012 läuft.