1. AGOF-Top-100 der redaktionellen Medienmarken: Berliner Morgenpost steigert sich um fast 60%

    Der große Gewinner unter den deutschen Medienmarken hieß im September Berliner Morgenpost. Laut AGOF erreichte das Funke-Angebot im Netz im Tages-Durchschnitt 430.000 Nutzer und damit 59,3% mehr als im August. Besonders gut lief es am 18. September dank des Berichts über den Gerichtsentscheid im Bezug auf die Beleidigungen der Politikerin Renate Künast. Weitere September-Aufsteiger: Wunderweib, ran, MeinMMO, netmoms, t3n und Hit Radio FFH.

  2. Zeitungsmarkt München: Bild größter Verlierer, Süddeutsche bleibt trotz klarer Verluste vorn

    Die Münchner Zeitungskäufer sind weiterhin etwas treuer als die in anderen Metropolen: Rund 290.000 Zeitungen werden in der bayerischen Landeshauptstadt laut Verbreitungsanalyse Tageszeitungen der IVW verkauft – ein verhaltenes Minus von 5,7%. Die Nummer 1 Münchens bleibt die Süddeutsche Zeitung, allerdings nur noch mit Mini-Vorsprung auf die tz.

  3. „Das beste Marketing für eine Zeitung ist, wenn sie nicht stirbt“: die Münchner AZ und ihr unverhoffter Retter Martin Balle

    Als Martin Balle 2014 die Münchner Abendzeitung übernahm, fürchteten Mitarbeiter den neuen Eigentümer fast genauso sehr wie die Insolvenz. Der konservative Provinzverleger (Straubinger Tagblatt) werde dem Traditionstitel Werte und Ideale kosten, glaubte man. Drei Jahre später gibt es die Abendzeitung immer noch, genauso wie Leser und Kunden. Für Balle war die Übernahme nicht nur ein günstiger Deal – sie war die Chance zur Emanzipation vom Familienerbe.

  4. Baby Schimmerlos will es noch mal wissen: Michael Graeter plant mit 75 Tageszeitung „München Express“

    Er war das lebende Vorbild für „Baby Schimmerlos“ aus der Kultserie „Kir Royal“ und zählte bis in die 90er Jahre zu den Reporter-Ikonen des Boulevard. Dann kam für Michael Graeter der Absturz. Nun will die Ex-Klatschlegende erneut angreifen – mit einer eigenen Tageszeitung, wie der 75-Jährige gegenüber MEEDIA bestätigte. Die soll „München Express“ heißen und 50 bis 100 Tausend Exemplare verkaufen.

  5. Die Handschrift des Blattmachers: Gedanken zum Tod des Journalisten Ernst Fischer

    Der Journalist Ernst Fischer, Ex-Chefredakteur der Hamburger Morgenpost und Mitglied der Chefredaktion des stern und der Süddeutschen Zeitung, ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren in München an einer Krebserkrankung. Fischer hatte seine Laufbahn bei der Abendzeitung gestartet und machte – was selten ist – sowohl im Boulevard-Metier wie bei den überregionalen Leitmedien Karriere. Ein Nachruf.

  6. Zeitungsmarkt München: Abendzeitung nur noch knapp vor Bild, Süddeutsche weiter Nummer 1

    Die Münchner Zeitungslandschaft war in der jüngeren Vergangenheit geprägt vom Verkauf der Abendzeitung und der anschließenden Auflagenbereinigung durch den neuen Besitzer. In der Stadt München verkauft die Abendzeitung noch rund 33.700 Exemplare und liegt nur noch knapp vor der Bild. Weit davor dominieren die Süddeutsche Zeitung und die tz den Markt.

  7. Zeitungsverkäufe in den 50 größten deutschen Städten: Frankfurt löst München als Zeitungsstadt Nr.1 ab

    In Frankfurt/Main werden umgerechnet auf die Einwohnerzahl die meisten Tageszeitungen verkauft. Die Banken-Metropole löste damit München als deutsche Zeitungsstadt Nummer 1 ab. Auf den weiteren Plätzen folgen demnach Bremen, Oldenburg und Düsseldorf. Besonders wenige Zeitungen werden laut der MEEDIA-Auswertung in Wuppertal, Potsdam und Mönchengladbach abgesetzt.

  8. Die große IVW-Analyse der Regionalzeitungen: die Auflagen der größten 79 Blätter

    Die Verkaufszahlen der meisten Regionalzeitungen rauschen weiter nach unten. Insbesondere in den östlichen Bundesländern und Metropolen wie Berlin und Hamburg sieht es dramatisch aus. Gewinner gibt es unter den 70 Top-Titeln abseits von Sondereffekten durch Übernahmen keine. Zufrieden können Zeitungen inzwischen schon sein, wenn sie innerhalb von 12 Monaten weniger als 3% ihrer Käufer verlieren.

  9. Schleichwerbung und Mord-Video: Presserat rügt TV Movie und Abendzeitung

    Bei seiner aktuellen Sitzung billigte der Beschwerdeausschuss 2 des Presserates nicht nur den Facebook-Pranger der Bild, sondern rügte auch TV Movie und die Abendzeitung. Die Programm-Experten gaben dem Schauspieler Samuel Finzi und seiner Werbepartnerschaft mit Skoda zu plump zu viel Raum. Die Abendzeitung bekam Ärger, weil sie das Video von einem Mord an einer US-Journalistin ohne Einordnung veröffentlicht hatte.

  10. IVW-Analyse der Regionalzeitungen: keine Gewinner unter den 80 Top-Titeln, dramatische Zahlen in Berlin

    Auch im dritten Quartal ging es für die deutschen Lokal- und Regionalzeitungen in Sachen Verkaufszahlen ausnahmslos bergab. Keins der 80 Blätter mit den meisten Abos und Einzelverkäufen konnte sich verbessern. Am heftigsten sieht es in Berlin aus: mit Verlusten von 5,8% bis 7,9% für die fünf Zeitungen.