1. Von Chemtrails bis zu den Amerikanern: die wirren Theorien zum Absturz der Germanwings-Maschine

    Hat der Co-Pilot Andreas Lubitz in selbstmörderischer Absicht die Germanwings-Maschine zum Absturz gebracht? Zwei Jahre nach der Katastrophe in den französischen Alpen rückt die Schuldfrage erneut auf die Agenda. Der Vater des Co-Piloten will seinen Sohn entlasten – und das Bild des „Amok-Piloten“ widerlegen, das von den Medien gezeichnet wurde. Damit steht er nicht alleine da. Im Netz treiben sich etliche Verschwörer herum, die den Ergebnissen der Ermittler nicht glauben wollen – und stattdessen Chemtrails oder die Amerikaner hinter dem Absturz vermuten.

  2. Germanwings-Absturz: Vater von Andreas Lubitz kämpft gegen das Medien-Bild vom „Amokpiloten“

    Morgen jährt sich der Germanwings-Absturz in den französischen Alpen zum zweiten Mal. Und erneut wird die Katastrophe zum Medienthema. Es geht aber nicht in erster Linie um das Gedenken an die 150 Toten und die Trauer der Hinterbliebenen, sondern um die Schuldfrage – und darum, ob der Vater des Co-Piloten mit seinen Thesen zur Katastrophe mutwillig die Pietät der Opfer-Angehörigen verletzt.

  3. Eine Nicht-Meldung und ihre Geschichte: die Doppelmoral der Rhein-Zeitung

    Am Samstag wurde der Co-Pilot des Germanwings-Fluges 4U9525 in seiner Heimatstadt Montabaur beigesetzt. Die Rhein-Zeitung berichtete erst zwei Tage später und mit nur einem Satz darüber, „damit die Weltpresse bei diesem Begräbnis nicht erneut über Montabaur herfällt“. Chefredakteur Christian Lindner betont in einem Kommentar, er habe das Ereignis nicht vermarkten wollen – und tut genau das in eigener Sache.

  4. Presserat zu Germanwings-Beschwerden: Name von Co-Pilot durfte genannt werden

    Schon lange war eine medienethische Frage nicht mehr so kontrovers diskutiert worden. Durften Medien den Namen des Co-Piloten Andreas Lubitz nach der Germanwings-Katastrophe nennen oder nicht? 430 Beschwerden gingen im Zusammenhang mit der Germanwings-Katastrophe beim Presserat ein. Die Medienwächter kommen nun zu dem Ergebnis: Ja, die Nennung des Namens ist zulässig.

  5. Die Web- und Social-Media-Bilanz zum Absturz von Flug 4U9525

    Die Medien und ihre Berichterstattung über den Absturz der Germanwings-Maschine 4U9525. Nie zuvor wurde eine derart kontroverse Meta-Debatte geführt. Jetzt gibt es erste Zahlen vom Munich Digital Institute die belegen, wie selbstbestimmt und sensationsheischend die Leser mit der Katastrophe umgegangen sind und wie wütend und enttäuscht sie gleichzeitig aber auch von der Arbeit vieler Redaktionen waren.

  6. „Zapp“ in Montabaur: Journalisten, die auf Journalisten starren. Keine Erkenntnis, nirgends

    In dem Moment, als der französische Staatsanwalt den Namen des Kopiloten nannte, schickten unzählige Redaktionen ihre Reporter-Teams nach Montabaur. Auch „Zapp“ machte sich gleich auf zum Elternhaus des vermeintlichen Schuldigen. Dort ging es den Medienjournalisten dann nicht um neue Hintergrundinfos zur Katastrophe, sondern die Arbeit der versammelten Presse. Beide Ansätze sorgen für einen ähnliche Erkenntnisgewinn: nämlich keinen.

  7. „Durch Eigeninteressen geprägte Medienschelte“: Luftfahrtjournalist kontert TV-Kritik von Airbus-Chef

    Mit seinem Rundumschlag gegen TV-Talkshows und Luftfahrt-Experten hat Airbus-Chef Tom Enders für Aufsehen gesorgt. Der Manager hatte den Sendern wegen der Auftritte von Fachjournalisten eine gebührenfinanzierte „Verhöhnung der Opfer“ der Germanwings-Katastrophe attestiert. In MEEDIA weist der renommierte Luftfahrtjournalist Andreas Spaeth die Kritik empört zurück und wirft dem Airbus-Chef vor, er wünsche sich nur Experten „aus dem PR-Umfeld“ der Flugzeugindustrie.

  8. Germanwings-Absturz: Heribert Prantl formuliert vier Regeln, „die Journalisten jetzt dringend beachten sollten“

    Jetzt mischt auch Heribert Prantl in der Diskussion über den richten journalistischen Umgang mit dem Absturz der Germanwings-Maschine mit. Der Innenpolitik-Chef der Süddeutschen ist nicht nur Mitglied der SZ-Chefredaktion, sondern auch im Ethikrat der Akademie für Publizistik. In einem Video-Interview formuliert er vier Regeln, „die Journalisten jetzt dringend beachten sollten“.

  9. „Pilotinnen können mehr Sicherheit bringen“: Emma-Autorin verteidigt 4U9525-Artikel

    Wenige Tage nach dem Absturz von 4U9525 veröffentlichte die Emma einen Text der Linguistin Luise Pusch, in der sie eine Frauenquote fürs Cockpit fordert – denn die Selbstmordquote bei Männern sei deutlich höher als bei Frauen. Die Aufregung über den Text, den die Autorin selbst als Glosse bezeichnet, ist groß. Autorin und Redaktion wird Missbrauch der Opfer vorgeworfen. Luise Pusch verteidigt ihre Thesen auf Twitter.

  10. Wie umgehen mit der neuen Echtzeit-Medienkritik? Das beschäftigt Chefredakteure, Kritiker und Kolumnisten

    So viel Empörung war noch nie. In der Berichterstattung zum Germanwings-Absturz kritisiert mittlerweile jeder jeden: Die Zuschauer und Leser die Medienmacher, diese schimpfen auf ihr Publikum und die Medienkritiker auf die anderen. Noch nie wurde in Deutschland eine Katastrophen-Berichterstattung von so vielen lauten Protesten begleitet und noch nie erschienen alle Betroffenen derart gereizt.