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Kündigungsschutz und Betriebsrat

Twitter-Beschäftigte in Deutschland wollen gegen Kündigungen vorgehen

Twitter

Foto: Imago

Elon Musk führt Twitter mit harter Hand: Tausenden Mitarbeitern weltweit wurde seit der Übernahme durch den Tech-Milliardär gekündigt. Jetzt wollen sich Angestellte in Deutschland mit Gewerkschaftsunterstützung wehren.

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Zahlreiche Twitter-Beschäftigte wollen mit Kündigungsschutzklagen gegen die angekündigten Entlassungen vorgehen. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi hervor, die den Klägerinnen und Klägern juristisch zur Seite stehen will. Weltweit 3.738 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten demnach seit der Musk-Übernahme ihre Jobs verloren. Unter den rund 30 Beschäftigten der Twitter Germany GmbH seien die Kündigungen am 4. November per Mail angekündigt worden, die schriftliche Mitteilung per Post folgte am 16. November – vergangenen Mittwoch.

Besonders die Software-Entwicklung sei stark betroffen. „Es ist kaum noch einer da“, zitiert die Gewerkschaft anonym einen Mitarbeiter. Auch weltweit sei die Abteilung stark ausgedünnt. Seit den ersten Kündigungen würden die Mitarbeiter über Whatsapp- und Signal-Gruppen kommunizieren und hätten so entschlossen, gegen die Entlassungen vorzugehen. Gemeinsam mit Verdi will eine Gruppe in Deutschland Beschäftigter nun Kündigungsschutz einklagen, auch einen Betriebsrat wolle man gründen.

Hikmat El-Hammouri betreut das juristische Vorgehen von Gewerkschaftsseite aus. Er hatte auch schon bei TikTok erfolgreich an der Installation des ersten Betriebsrats mitgewirkt (MEEDIA berichtete). Ob die Klagen und ein möglicher Betriebsrat auch für die aktuellen Fälle oder erst für künftige Entscheidungen wirksam werden, ist offen.

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