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Wichtige Abgänge

Fährt Meta sein Engagement im Journalismus zurück?

Meta

Facebook-Mutter Meta – Foto: Imago

Meta zählt seit einigen Jahren zu den wichtigsten Geldgebern für Medien-Innovationen. Zwei Personalien werfen nun die Frage auf, wie viel Wert der Tech-Konzern künftig noch auf eine enge Verbindung zum Journalismus legt.

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Mit den Massenentlassungen bei Meta (MEEDIA berichtete) könnte offenbar eine neue strategische Ausrichtung des Konzerns einhergehen. Darauf lassen zumindest zwei wichtige Personalien schließen, die explizit für die Medien-Kooperationen von Meta zuständig waren und nun offenbar den Konzern verlassen. Eine dieser Personalien ist laut „Welt“ Jesper Doub, zuletzt „Director International News Partnerships“ (MEEDIA berichtete). Er war in dieser Funktion zuständig für alle Märkte außerhalb der Vereinigten Staaten und arbeitete vom Hamburger Standort aus.

Der Konzern habe den Abgang gegenüber „Welt“ nicht offiziell bestätigt, Doub selbst sei für eine Stellungnahme nicht zu erreichen gewesen. Eine weitere Personalie macht den Strategiewechsel des Konzerns allerdings noch wahrscheinlicher: Torsten Beeck, ebenfalls für Medienpartnerschaften zuständig, hatte bereits vor rund zwei Wochen via Twitter seinen Abschied verkündet – ohne Details zu verraten.

Dem „Welt“-Bericht zufolge will Meta künftig vermehrt auf Video-Creator bauen: „Nachrichten sind für die Mehrheit der Menschen nur ein Bruchteil dessen, wofür sie unsere Plattformen nutzen“, zitiert das Medium einen Sprecher. „Facebook- und Instagram-Nutzer*innen interessieren sich zunehmend für Inhalte, die von Creator*innen erstellt werden, insbesondere für Videos.“ Kooperationen mit Medien und Faktencheckern hätten aber ebenso Bestand wie das Angebot „Facebook News“ hieß es mit Verweis auf laufende Verträge. Langfristig ist das aber wohl kein klares Bekenntnis zu einem Nachrichtenschwerpunkt.

th

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