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Sexismus in der Werbebranche

Omnicom Media Group wird Mitglied bei Ad Girls

Isabel Gabor und Lisa Eppel

Isabel Gabor und Lisa Eppel (v.l.) vom Ad Girls Club – Foto: Valerie Schmidt

Deutschlands zweitgrößte Mediaagenturgruppe, die Omnicom Media Group, tritt dem Ad Girls Club bei. Sie hat das Manifest gegen Sexismus unterschrieben wie andere Agenturen auch, so dass jetzt 49 Agenturen die Forderungen der Ad Girls erfüllen wollen.

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Hinter dem Ad Girls Club stehen die beiden Gründerinnen Lisa Eppel und Isabel Gabor, die seit zwei Jahren gegen das Sexismus-Problem in der Branche angehen. Als ihr Ziel formulieren sie: ein „nachhaltiger Wandel sowie mehr Aufmerksamkeit für die patriarchalischen Strukturen und den Alltagssexismus in Werbeagenturen“. Vor etwa einem Jahr haben die beiden ein Manifest verfasst, das Agenturen unterschreiben können und damit eine Selbstverpflichtung eingehen, Gleichstellung und Gleichberechtigung im eigenen Haus sicherzustellen.

Jetzt stoßen laut Club 19 Agenturen zu jenen hinzu, die das Manifest schon unterzeichnet haben. Zu den Neuen gehört die Omnicom Media Group Germany mit ihren insgesamt zehn Agenturen wie Annalect, Hearts & Science, OMD, PHD und OMG Fuse. Weitere neue Club-Agenturen sind unter anderem die Münchner Kreativagentur David + Martin, die Hamburger Werbeagentur You, Buddybrand und Win Creating Images. Die größte Mediaagenturgruppe Deutschlands, GroupM, hat bereits Anfang dieses Jahres das Manifest unterschrieben.

Eppel sagt: “Wir freuen uns, ein weiteres starkes Zeichen im Kampf gegen Sexismus zu setzen. Alleine können wir den Kampf nicht gewinnen, aber wir sind auf dem richtigen Weg und freuen uns über weitere starke Partner:innen an unserer Seite. Gemeinsam können wir den Druck erhöhen und eine faire Branche möglich machen.”


Hier lesen Sie mehr zur 2022er Umfrage der Ad Girls.

 Dieses Jahr zeigten die Ad Girls mit einer Umfrage, wie groß die Herausforderungen in der Branche sind. So bestätigten über 80 Prozent von fast 1.500 Teilnehmenden aus dem DACH-Raum, dass die Werbebranche ein Sexismus-Problem habe. Für 46 Prozent sie dieses Problem sogar ein Grund dafür, die Branche zu verlassen. Gleichzeitig waren die Ergebnisse von Mitarbeitenden aus Agenturen, die das Ad Girls Club Manifest unterzeichneten, besser. So haben laut den Umfrage-Teilnehmenden 72 Prozent aller Manifest-Agenturen Maßnahmen gegen Sexismus eingeleitet, aber nur 35 Prozent der anderen Agenturen.

„Die Ergebnisse sind für uns ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Wandel auch bei den Mitarbeitenden spürbar ist – und dass unser Aufnahmeverfahren funktioniert. So haben wir jetzt mit dem neuen Schwung 49 Agenturen, die gemeinsam für eine fairere Branche kämpfen und tausende Mitarbeitende, die davon profitieren“, sagt Gabor.

rk

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