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WDR und Beitragsservice

WDR-Belegschaft streikt für fünf Prozent mehr Gehalt

Foto: Imago

Die Belegschaft des Westdeutschen Rundfunks (WDR) streikt für bessere Tarifbedingungen. Der Arbeitskampf dauert von diesem Dienstag bis in die Nacht an. Aufgerufen hatten die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV).

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Laut den Mitteilungen der Gewerkschaft und des Verbandes dauern die Warnstreiks an vielen Standorten des WDR von 2 Uhr an diesem Dienstagmorgen bis um 2 Uhr am Mittwochmorgen. Die zentralen Forderungen laut DJV: Fünf Prozent mehr Gehalt für Festangestellte und ebenso fünf Prozent mehr Effektivhonorar für Freie, dazu einen „angemessenen Inflationsausgleich“ bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Zum Streik aufgerufen sind alle festangestellten und arbeitnehmerähnlichen freien Journalist:innen sowie Volontär:innen sowie technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch im Homeoffice sowie in Landes- oder Auslandsstudios.

Vierter Verhandlungstag blieb ohne Ergebnis

Am vergangenen Dienstag war der vierte Verhandlungstag der Tarifrunde 2022 ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Der WDR hatte laut Verdi angeboten, allen Festangestellten und Freien zum 1. Dezember 2022 eine lineare Erhöhung in Höhe von 2,8 Prozent zu zahlen. Das sei zwar ein halbes Jahr früher als im bisherigen Angebot. Dazu bleibe es allerdings bei Einmalzahlungen von jeweils 1.000 Euro in 2022 und 2023. Zudem sollten nur die Mindesthonorare für Freie erhöht werden, wovon der Großteil überhaupt nicht betroffen sei.

Die Gewerkschaften wiesen das Angebot deshalb zurück. „Das Verhalten des Arbeitgebers zeigt, dass er nicht bereit ist, seinen Beschäftigten bei der Bewältigung der massiven Probleme entgegenzukommen“, erklärten die Verhandlungsführer von Verdi, dem DJV und der Deutschen Orchestervereinigung mit Blick auf die steigende Inflation.

Am Montag hatten bereits die Beschäftigten im Norddeutschen Rundfunk (NDR) gestreikt. Dem großen WDR-Warnstreik schließen sich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Südwestrundfunk (SWR) an, wie aus einem Tweet der Gewerkschaft Verdi hervorgeht.

th

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